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Balkonkraftwerk: Vor diesen Wechselrichtern warnt die Bundesnetzagentur

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stock.adobe.com/Andre Nery
geschrieben von Beatrice Bode

Unzulässige Wechselrichter für das Balkonkraftwerk: Davor warnt aktuell die Bundesnetzagentur. Denn die Behörde hat verschiedene Geräte geprüft und dabei zahlreiche Mängel gefunden. Die Hintergründe.

Aufgrund der steigenden Strompreise investieren immer mehr Menschen in ein Balkonkraftwerk. Neben den Solarpanels selbst ist dabei der Wechselrichter eins der wichtigsten Elemente der Mini-Solaranlagen. Denn er wandelt Gleichstrom in Wechselstrom um, mit dem auch handelsübliche Elektrogeräte arbeiten.

Dabei können Verbraucher:innen aus einer Vielzahl an Modellen auswählen. Doch die Bundesnetzagentur warnt in einer offiziellen Mitteilung vor mangelhaften Solarwechselrichtern für Balkonanlagen.

Balkonkraftwerk: Bundesnetzagentur warnt vor Wechselrichtern

Die Behörden hat verschiedene Modelle getestet und dabei zahlreiche Mängel festgestellt. Diese seien nicht nur unzulässig, sondern auch potenziell gefährlich, so Agentur-Präsident Klaus Müller.

Bereits im Jahr 2022 seien der Behörde Solarwechselrichter aufgefallen, bei denen kein CE-Kennzeichen, keine deutsche Bedienungsanleitung oder keine deutsche Händleradresse zu finden war.

Diese formellen Anforderungen seien bei Produkten jedoch wichtig, da sie den Verbraucher:innen beim Kauf signalisieren, dass sie diese bedenkenlos nutzen können, heißt es in der Erklärung. Deshalb sollten sie auf jeden Fall vorhanden sein.

Geldbußen für Handel mit unzulässigen Wechselrichtern

Aber nicht nur die formellen Anforderungen müssen stimmen. Da Privatpersonen die technischen Voraussetzungen jedoch nur schlecht selbst kontrollieren können, übernimmt das die Bundesnetzagentur. Dazu heißt es:

Aktuell laufen bei der Bundesnetzagentur entsprechende Verfahren gegen Hersteller von Solarwechselrichtern, die zwar den formalen Voraussetzungen genügen, jedoch bei der messtechnischen Überprüfung im Labor Mängel aufweisen. So überschreiten einige Produkte im Betrieb gesetzliche Grenzwerte für elektromagnetische Verträglichkeit.

Den Hersteller:innen entsprechender Geräte drohen europaweit Vertriebsverbote und Geldbußen bis zu 100.000 Euro. Personen und Unternehmen, die Mängelprodukte einführen und vertreiben, können zudem mit einer Straße von bis zu 10.000 Euro geahndet werden.


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Wechselrichter für Balkonkraftwerk: Diese Tipps solltest du beachten

Um dich vor dem Kauf von unzulässigen Wechselrichtern zu schützen, kannst du einige Tipps beachten:

  1. Bei seriösen und bekannten Quellen bestellen. Informiere dich zuvor über den Anbieter, beispielsweise über die Verbraucherzentrale oder die Stiftung Warentest.
  2. Prüfe, ob eine EU-Adresse existiert. Es muss eine Kontaktadresse zum jeweiligen Hersteller geben. Sie muss auf dem Produkt, der Verpackung oder einem Begleitdokument zu finden sein.
  3. Prüfe, ob das CE-Kennzeichen korrekt vorhanden ist.
  4. Vergewissere dich, dass die Angaben zu den allgemeinen Geschäftsbedingungen sowie die Widerrufs- und Rückgabebelehrungen beiliegen.
  5. Achte darauf, dass es eine deutschsprachige Bedienungsanleitung gibt.
  6. Vergleiche den Preis mit dem anderer Anbieter:innen. Er sollte plausibel sein.
  7. Kontaktiere den Verkäufer. Seriöse Händler:innen antworten in der Regel zügig und freundlich.
  8. Achte darauf, dass du den Steckertyp auch in Deutschland verwenden kannst.

Die Bundesnetzagentur führt regelmäßig Überprüfungen bei elektrischen Geräten und Funkprodukten durch. Die Tests finden sowohl online als auch im stationären Handel statt. Zudem macht die Behörde anonyme Testkäufe und arbeitet eng mit Zollbehörden zusammen, um nicht konforme Produkte bereits an der EU-Außengrenze abzufangen.

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Über den Autor

Beatrice Bode

Beatrice ist Multi-Media-Profi. Ihr Studium der Kommunikations - und Medienwissenschaften führte sie über Umwege zum Regionalsender Leipzig Fernsehen, wo sie als CvD, Moderatorin und VJ ihre TV-Karriere begann. Mittlerweile hat sie allerdings ihre Sachen gepackt und reist von Land zu Land. Von unterwegs schreibt sie als Autorin für BASIC thinking.

1 Kommentar

  • Hallo, sie schreiben von mangelhaften wechselrichtern und so vielen unzulässigen Geräten , sind aber nicht in der Lage, irgendwelche Geräte oder Gerätehersteller zu benennen. Das hätte mich als Leser interessiert und nicht die ganze allgemeine Panikmache. Der Artikel ist das Lesen nicht wert.