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Rechenzentren könnten bald unsere Häuser heizen

Felix Baumann
unsplash.com/Ian Battaglia

In den vergangenen Jahren demonstrieren Unternehmen wie Amazon und Meta, wie sich Rechenzentren zum Heizen von Gebäuden einsetzen lassen. So soll Abwärme effizient genutzt werden, anstatt zu verpuffen. 

In Zeiten des Klimawandels liegt der Fokus neben der Reduzierung des Energieverbrauchs auch auf der optimalen Nutzung von Energie. Schließlich erhitzen sich viele Geräte im Regelbetrieb und geben den Strom aus der Steckdose in Form von Wärme an ihre Umgebung ab. Eine bessere Nutzung dieser Abwärme könnte den Bedarf an anderer Stelle senken.

Große Technologieunternehmen sehen das ähnlich. Diese entwickelten in den vergangenen Jahren neue Anwendungsgebiete für ihre Rechenzentren, um etwa nicht nur das Internet zu betreiben, sondern auch Gebäude zu beheizen. Ein Beispiel dafür ist die Stadt Odense in Dänemark.

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Dort speist seit 2020 das Rechenzentrum von Meta etwa die von den Servern erzeugte Wärme in das Fernwärmenetz der Stadt ein. Dieses besitzt einen Anschluss an 100.000 Haushalte. Meta versorgt dabei allein rund 11.000 Haushalte mit Wärme.

Rechenzentren können Tausende Haushalte heizen

Doch der Facebook-Konzern ist nicht das einzige Unternehmen, das diese Vorgehensweise einsetzt. In Irland nutzt Amazon etwa ein Rechenzentrum zur Beheizung der Technischen Universität Dublin. Die Konkurrenz von Microsoft baut im Gegensatz dazu in Espoo in Finnland das voraussichtlich weltweit größte Rechenzentrum-Heizsystem.

Die Gründe dafür sind relativ simpel. Schließlich hilft diese Praxis den Technologieunternehmen, ihre Klimaversprechen zu erfüllen. Gleichzeitig zeigen die gewählten Regierungen, dass sie Big Tech dazu bringen, der lokalen Gemeinschaft etwas zurückzugeben.

Damit die Versorgung der Haushalte reibungslos funktioniert, sind Partnerschaften mit den lokalen Energieunternehmen notwendig. In Odense entstand etwa eine Kooperation zwischen Meta und Fjernvarme Fyn.

In Zukunft steigt der Bedarf an neuer Rechenkapazität

Blicken wir in die Zukunft, so wird erwartet, dass diese Praxis aufgrund des aktuellen Booms in der KI-Technologie und des damit verbundenen Anstiegs im Bau von Rechenzentren zunehmen wird. Große Technologieunternehmen wie Microsoft, Google, Meta und Amazon investieren voraussichtlich etwa eine Billion US-Dollar in Infrastrukturen, um die Rechenanforderungen für KI zu bewältigen.

Langfristig entsteht also eine Vorgehensweise zur innovativen Nutzung der Abwärme aus Rechenzentren. Gleichzeitig profitiert die Wirtschaft und der Planet, da ohnehin entstehende Wärme gewinnbringend weiterverkauft werden kann. Trotzdem gibt es auch noch Herausforderungen für die großen Tech-Plattformen. Schließlich wäre es besonders nachhaltig, wenn Rechenzentren erst gar nicht so viel Energie verbrauchen würden.

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Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei BASIC thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in BASIC thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.