Google wird schlechter, Suchmaschinen, schlechtere Suchergebnisse

Die Magie ist verpufft: Darum wird Google immer schlechter

Fabian Peters
unsplash.com/ Firmbee

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Wird Google immer schlechter? Mit dieser Frage hat sich kürzlich ein deutsches Forscherteam beschäftigt. Ihre Antwort nach einem Jahr Forschung: Ja. Denn Google hat den Forschern zufolge ein erhebliches Spam-Problem.

Bereits seit Jahren würden sich immer mehr Internetnutzer „über die vermeintlich sinkende Qualität der Suchergebnisse“ von Suchmaschinen wie Google und Co. beschweren. So beginnt das Vorwort zu einer Studie eines deutschen Forscherteams.

Demnach hat es schon immer Beweise dafür gegeben, dass die zunehmende Menge an suchmaschinenoptimierten aber minderwertigen Inhalten der Grund dafür sei. Im Rahmen ihrer Analyse konnten die Forscher das nun bestätigen.

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Studie: Wird Google immer schlechter?

Für ihre Studie, die im März 2024 auf der European Conference on Information Retrieval vorgestellt werden soll, haben die vier Forscher ein Jahr lang einmal pro Woche 7.392 Suchbegriffe gegoogelt. Um herauszufinden, ob Google wirklich schlechter wird, haben sie anschließend die Veränderungen der Suchergebnisse über den gesamten Zeitraum untersucht.

Außerdem verglichen sie die Google-Suche auch mit den Suchmaschinen Bing und DuckDuckGo. Das Ergebnis: Laut den Forschern sind höher platzierte Suchergebnisse stärker Keyword-optimiert, beinhalten mehr Affiliate-Links und weisen Anzeichen auf eine geringere Textqualität auf.

Die Studie kommt deshalb zu dem Schluss, dass Google mit einem Marktanteil von über 90 Prozent, den Kampf gegen minderwertigen SEO-Spam zu verlieren scheint. Es sei außerdem nicht klar, was das Unternehmen tun wolle und könne, um diesen Trend aufzuhalten.

Spam-Problem

Den Forschern zufolge nimmt Google zwar Algorithmus-Anpassungen vor, um schlechte Inhalte abzuwerten. Solche Maßnahmen hätte aber nur einen vorübergehenden „positiven Effekt“ und seien eher eine Notlösung. Denn Spam-Websites würden immer wieder neue Möglichkeiten und Wege finden, um im Ranking wieder aufzusteigen.

Die Forscher sprechen deshalb von einem „ständigen Kampf“ und einem „Katz-und-Maus-Spiel mit SEO-Spam“, den Google nur verlieren könne. Die Suchmaschine spuckt zu fast jeder Eingabe außerdem zahlreiche gesponserte Links und das Feld „Weitere Fragen“ aus, das auf einer neuartigen KI-Funktion basiert. Die Suche ist deshalb häufig überfrachtet.

Diese Hindernisse waren jedoch nicht einmal Gegenstand der Studie. Denn die Forscher haben sich nur auf die reinen Suchergebnisse konzentriert. Dennoch kommen sie zu einem vernichtenden Ergebnis: „Eine Flut von minderwertigen Inhalten, insbesondere für die Produktsuche, überflutet jede Art von nützlichen Informationen in den Suchergebnissen“.

Darum wird Google immer schlechter

Die Aussage, dass Google immer schlechter wird, ist im Hinblick auf den Fortschritt der Digitalisierung und des Internets gefühlt schon uralt. Denn seitdem das Unternehmen immer mehr Werbeanzeigen in seiner Suche schaltet, rutschen die eigentlichen Suchergebnisse immer weiter nach unten.

Vor allem, wenn man nach Produkten sucht, fühlt es sich mittlerweile so an, als würde man sich in seinem E-Mail-Postfach durch Spam-Mails wühlen. Von der einstiegen revolutionären Magie der Suchmaschine, ist dabei kaum noch etwas zu spüren.

Zugegeben: Die Forscher räumen im Rahmen ihrer Studie ein, dass Google besser abschneidet als einige andere Suchmaschinen. Dennoch kritisieren sie, dass vor allem KI-Inhalte ein großes Problem darstellen. Die Grenzen zwischen Spam und sinnhaften Inhalten würde sich dadurch immer weiter verschieben. Selbst Desinformation sei bei Google auf dem Vormarsch.

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Fabian Peters ist seit Januar 2022 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Redakteur und freier Autor tätig. Er studierte Germanistik & Politikwissenschaft an der Universität Kassel (Bachelor) und Medienwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin (Master).