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Kleinanzeigen: LKA warnt vor hinterhältiger Betrugsmasche

Kleinanzeigen, Betrug Kleinanzeigen
Kleinanzeigen
geschrieben von Maria Gramsch

Betrugsversuche und Abzocke im Netz werden immer dreister. Bei Kleinanzeigen floriert derzeit eine Betrugsmasche, die den Behörde bereits bekannt ist. Das Landeskriminalamt Niedersachsen warnt deshalb verschärft vor falschen Kaufanfragen.

Das Portal Kleinanzeigen ist bei Kriminellen besonders beliebt für Betrugsversuche. Behörden machen immer wieder neue Maschen öffentlich und weisen auf die Fallstricke hin.

Nun warnt das Landeskriminalamt vor Phishing auf der Plattform. Dabei geben sich die Täter:innen zunächst als potenzielle Käufer:innen und später als Kundensupport aus.


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Das solltest du bei Kleinanzeigen beachten

Die Betrugsmasche bei Kleinanzeigen ist allerdings nicht neu. Bereits im November 2022 hatte das LKA Niedersachsen vor der Abzocke bei dem Portal gewarnt.

Diese erlebt derzeit einen zweiten Frühling und bezieht sich aber nicht mehr nur auf das Zahlungsverfahren „Sicheres Bezahlen“. Die Zahlungsmethode von Kleinanzeigen ist laut dem LKA „relativ unbekannt“ – was es den Täter:innen vermutlich leicht macht, ihre Opfer hinters Licht zu führen. Insgesamt hätten die Betrüger:innen aber auf die Eingabe von Kontodaten abgesehen

So läuft die Betrugsmasche ab

Bei der vorliegenden Betrugsmasche geben sich die Kriminellen als potenzielle Käufer:innen aus. Sie geben an, dass sie den gewünschten Betrag bezahlt hätten und sich der Support von Kleinanzeigen bald melden würde.

Die Opfer auf der Verkaufsseite erhalten dann eine E-Mail, die optisch an Kleinanzeigen erinnert und Logos und Grafiken des Portals verwendet. Diese E-Mail enthält einen Link, der zu einem angeblichen Support-Chat führt.

Allerdings handelt es sich hier laut dem LKA um „keine offizielle Chatseite des Kleinanzeigenportals“. Die Seite hingegen sei eine Webseite, die offiziell Chats für Verkaufsgespräche anbiete. So könnten die Täter:innen „einen glaubwürdigen Chat vorgaukeln“.

Hier werden die Opfer nun dazu gebracht, ihre Bankdaten auf einer gefälschten Webseite einzugeben. Der angebliche Kundendienst weist dann auf Probleme hin, weshalb die Kontodaten erneut eingeben werden müssen. Um das Problem endgültig zu lösen, sollte nun auch eine TAN eingegeben werden.

Angebliche „versehentliche“ Fehler (Das Opfer bemerkt noch während des Chats die bevorstehende Abbuchung anstelle einer Einzahlung) werde man zeitnah korrigieren.

Doch zur Korrektur des vermeintlichen Fehlers kommt es nicht. Stattdessen haben die Kriminellen eine Überweisung von dem Konto des Opfers ausgelöst.

Betrug bei Kleinanzeigen – das solltest du im Problemfall tun

Das LKA weist darauf hin, dass Betroffene sich umgehend an ihre Bank wenden sollen, wenn sie einen solchen Betrug bemerken. Gegebenenfalls könne die Zahlung vom Geldinstitut noch gestoppt werden.

Anschließen sei es ratsam, Anzeige bei der örtlichen Polizei oder der zuständigen Onlinewache zu erstatten. Hierfür sollten Betroffene im besten Fall Screenshots von Chatverläufen, den Mailverkehr sowie einen Kontoauszug bereithalten.

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Über den Autor

Maria Gramsch

Maria ist freie Journalistin und technische Mitarbeiterin an der Universität Leipzig. Seit 2021 arbeitet sie als freie Autorin für BASIC thinking. Maria lebt und paddelt in Leipzig und arbeitet hier unter anderem für die Leipziger Produktionsfirma schmidtFilm. Sie hat einen Bachelor in BWL von der DHBW Karlsruhe und einen Master in Journalistik von der Universität Leipzig.

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