KI Antibiotika Künstliche Intelligenz

KI entwirft neue Antibiotika gegen multiresistente Superbugs

Felix Baumann
Adobe Stock / Cagkan

Forschern ist es gelungen, mithilfe von KI neue Antibiotika zu entwerfen. Die Wirkstoffe zeigen vielversprechende Effekte gegen multiresistente Superbugs.

Sogenannte Superbugs sind ein großes Problem in der Medizin. Denn solche Bakterien, Viren oder Parasiten sind gegen fast alle Medikamente resistent. Experten schätzen, dass arzneimittelresistente Infektionen weltweit bereits fünf Millionen Todesfälle pro Jahr verursachen. Nun haben Forscher des Massachusetts Institute of Technology (MIT) aber einen Trick angewandt, um brandneue Antibiotika zu entwickeln.

Sie setzen ein KI-System ein, das inzwischen einige Erfolge vorweisen kann. Zwei der KI-designten Wirkstoffe zeigen etwa Wirkung gegen hartnäckige Keime wie MRSA und die multiresistente Gonorrhoe. Das Besondere daran ist, dass die von der KI entworfenen Medikamente strukturell komplett anders aufgebaut sind, als solche, die bereits im Einsatz sind.

Smarter als dein Feed

Lass dich mit unserem Tech-Briefing UPDATE bei KI und den Tech-News von morgen nicht abhängen – kostenlos täglich in der Inbox von über 13.000 Lesern.

Mehrere PDFs Mockup

Gratis zur Anmeldung:
Zugriff auf alle PDF-Guides

Mit deiner Anmeldung akzeptierst du unsere Datenschutzerklärung.

KI: Neue Antibiotika stören Zellmembranen der Bakterien

Die Wirkstoffe funktionieren über vollkommen neue Mechanismen, indem sie die Zellmembranen der Bakterien stören. Genau das macht sie viel weniger anfällig für Antibiotikaresistenzen, die aktuelle Medikamente nutzlos machen. Der Ansatz gilt als Hoffnungsschimmer im Kampf gegen die schlimmsten Infektionen.

Das MIT-Team ging bei der Entwicklung zweigleisig vor, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Zuerst wählten die Forscher ein gezieltes Design. Sie fütterten die generative KI mit einem chemischen Fragment, das ihr Computermodell bereits als antimikrobiell vielversprechend eingestuft hatte.

Darauf basierend ließ die KI Moleküle entwerfen. Parallel dazu verfolgten die Wissenschaftler das freie Design und ließen die Algorithmen komplett ohne Einschränkungen Moleküle generieren.

Bis zu 36 Millionen mögliche Verbindungen

Insgesamt entwarf die KI mehr als 36 Millionen mögliche Verbindungen. Diese wurden per Computer auf ihre antimikrobiellen Eigenschaften hin untersucht, um die Top-Kandidaten zu finden. James Collins, Professor für Bioingenieurwesen und leitender Autor der Studie, ist begeistert und betont, wie sehr diese Arbeit die „Power der KI“ in der Medikamentenentwicklung zeigt.

Der große Vorteil ist, dass Forscher künftig viel größere „chemische Räume“ erkunden können, die mit herkömmlichen Methoden vorher unerreichbar waren. Das Team will die gleiche Strategie nutzen, um gezielt Medikamente gegen andere Bakterienarten zu identifizieren und zu entwerfen.

Unser Zins-Tipp

Eröffne jetzt dein kostenloses Myntro Festgeld und erhalte 3,43 Prozent Zinsen auf dein Geld – und das garantiert für 12 Monate!


Jetzt Zinsen sichern

Anzeige

Auch interessant:

Google lässt dich jetzt selbst bestimmen, welche Quellen du in der Suche häufiger siehst. Mit zwei schnellen Klicks kannst du BASIC thinking kostenlos als bevorzugte Quelle hinzufügen und damit unabhängigen Tech-Journalismus unterstützen. Vielen Dank!

STELLENANZEIGEN
Social-Media- und Community-Manager Health (m...
MedicalContact AG in Essen
Praktikant*in E-Commerce / Online Marketing (...
Chantelle Lingerie GmbH in Düsseldorf
Online Marketing Manager*in (m/w/d)
diind GmbH in Hamburg
Werkstudent (m/w/d) E-Commerce und Onlinemark...
Protina Pharmazeutische GmbH in Ismaning
Werkstudent (m/w/d) Content Writer/ Content T...
pso vertriebsprogramme GmbH in Köln
(Senior) Paid Social Marketing Manager (m/w/d)
Instaffo GmbH in München
Referent (m/w/d) Social Media und Onlinekommu...
Würth Deutschland in Kuenzelsau
Social Media Marketing Praktikant:in
7NXT GmbH in Berlin
Teile diesen Artikel
Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei BASIC thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in BASIC thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.