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KI-Texte besser erkennen: ChatGPT führt unsichtbare Wasserzeichen ein

Maria Gramsch
Bild: Mit KI erstellt (ChatGPT)

Bisher lässt sich kaum zuverlässig erkennen, ob ein Text im Internet von einer KI stammt oder nicht. Das soll sich künftig allerdings ändern, da KI-generierte Inhalte in der EU besser gekennzeichnet werden sollen. OpenAI hat für sein KI-Modell ChatGPT deshalb nun unsichtbare Wasserzeichen angekündigt.

Immer mehr Texte im Netz werden von KI-Modellen verfasst. Für die Nutzer ist es jedoch oft kaum erkenntlich, ob hinter den jeweiligen Texten Mensch oder Maschine stecken.

Die EU will hier für mehr Klarheit sorgen und hat deshalb das KI-Gesetz eingeführt. Seit Anfang August gelten daher für KI-Inhalte neue Transparenzpflichten. Bis Anfang Dezember müssen Anbieter von bestehenden KI-Modellen diese umsetzen.

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Diese werden demnach dazu verpflichtet, ihre Inhalte maschinenlesbar zu kennzeichnen. OpenAI hat deshalb nun für ChatGPT die Einführung von unsichtbaren Wasserzeichen in KI-Texten angekündigt.

Nutzer, die die ChatGPT-API nutzen, können die Wasserzeichen bereits für ausgewählte Modelle aktivieren. In den nächsten Wochen soll dies dann für Nutzer in der EU standardmäßig für „geeignete Textausgaben von ChatGPT“ eingeführt werden.

Wasserzeichen bei ChatGPT soll für mehr Transparenz sorgen

Direkt bei der Erstellung eines Textes sollen die unsichtbaren Wasserzeichen künftig eingebaut werden. OpenAI setzt hierfür auf die Technologie „textGrain“, die bei der Wortwahl von ChatGPT ein bestimmtes statistisches Muster hinterlässt.

Für Leser ist dieses nicht erkennbar, eine entsprechende Software hingegen kann das Muster finden und so Hinweise zur Herkunft von Texten liefern. Im Unterschied zu sichtbaren Wasserzeichen verändert sich also nicht das Aussehen des Textes, sondern die statistische Verteilung der verwendeten Wörter.

Bisher berechnet die KI für jedes mögliche nächste Wort eine Wahrscheinlichkeit und wählt dann eine passende Formulierung aus. Für das Wasserzeichen wird dieser Prozess leicht verändert: Denn künftig werden bestimmte Wörter bevorzugt und andere seltener verwendet.

Auf den Inhalt der ausgegebenen Texte soll das keinen Einfluss haben. Allerdings entsteht so ein statistisches Muster, das für Menschen und auch Maschinen nicht erkennbar ist.

Nur mit der Hilfe eines geheimen digitalen Schlüssels lässt sich überprüfen, ob ein Text ein solches Wasserzeichen enthält. So wollen die Hersteller verhindern, dass ein Wasserzeichen gezielt entfernt oder gefälscht wird.

Überprüfbarkeit des KI-Wasserzeichens ist dennoch begrenzt

Eine hundertprozentige Sicherheit zur Erkennung von KI-Texten bietet das unsichtbare Wasserzeichen jedoch nicht. Denn insbesondere bei kurzen oder nachträglich bearbeiteten Texten stößt die Technik an ihre Grenzen.

Ein Test von OpenAI zeigt dies deutlich. In einem Text wurden dabei zehn Prozent der ausgegebenen Wörter ersetzt. Danach rutschte die Erfolgsrate von 92 auf 66 Prozent. Wurden 25 Prozent der Wörter ausgetauscht, konnte das Wasserzeichen nur noch in 17 Prozent der Fälle erkannt werden.

Auch die Länge des Textes insgesamt spielt eine entscheidende Rolle. Denn bei längeren Texten lässt sich ein Wasserzeichen in der Regel zuverlässiger erkennen. Problematisch seien laut OpenAI auch Themen mit eingeschränkter Wortwahl, die beispielsweise viele Fachbegriffe haben und so wenig Spielraum lassen.

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Maria ist freie Journalistin und technische Mitarbeiterin an der Universität Leipzig. Seit 2021 arbeitet sie als freie Autorin für BASIC thinking. Maria lebt und paddelt in Leipzig und arbeitet hier unter anderem für die Leipziger Produktionsfirma schmidtFilm. Sie hat einen Bachelor in BWL von der DHBW Karlsruhe und einen Master in Journalistik von der Universität Leipzig.
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