Lifesaveair VOX Die Höhle der Löwen

LifeSaveAir im Interview: So lief der „Höhle der Löwen“-Pitch wirklich ab

Tobias Gillen
RTL

In diesem Fragebogen stellen wir den Teilnehmern der VOX-Gründershow „Die Höhle der Löwen“ Fragen zu ihren Produkten und Erfahrungen in der Sendung. Diesmal: den Gründern des Medizinprodukts LifeSaveAir.

Manche Produktideen entstehen aus einem persönlichen Notfall. Als Nabils Sohn Jonas einen akuten Erstickungsnotfall erlitt, wurde Nabil bewusst, wie hilflos man sich fühlen kann, wenn die ersten Maßnahmen nicht zum Erfolg führen. Rund zweieinhalb Jahre später begann er im heimischen Keller mit ersten Modellen.

Gemeinsam mit zwei Ingenieuren entwickelte Nabil daraus einen funktionsfähigen Prototyp. Später kamen seine Cousins Aiman und Jusef dazu. Gemeinsam machten sie aus der persönlichen Idee ein Familienprojekt und schließlich ein Unternehmen.

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LifeSaveAir ist ein patentiertes Medizinprodukt der Klasse I und wurde als zusätzliches Hilfsmittel für Erstickungsnotfälle entwickelt. Es ist so konzipiert, dass es auch von medizinischen Laien ohne spezielle Fachausbildung angewendet werden kann. Wir haben die Gründer zu ihren Erfahrungen bei „Die Höhle der Löwen“ und zur weiteren Entwicklung von LifeSaveAir befragt.

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LifeSaveAir: Das Hilfsmittel für Erstickungsnotfälle aus „Höhle der Löwen“

BASIC thinking: Hallo Nabil, Aiman und Jusef, ihr seid in Staffel 20 von „Die Höhle der Löwen“ dabei. Wie fühlt sich das an?

Es fühlt sich immer noch ein bisschen surreal an. Wir haben mehrere Jahre an LifeSaveAir gearbeitet und sehr viel Zeit, Energie und auch eigenes Kapital in die Entwicklung und Zulassung investiert. Dann plötzlich mit unserem Produkt vor den Löwen zu stehen und unsere Geschichte einem Millionenpublikum erzählen zu dürfen, ist schon etwas ganz Besonderes. Für uns ist die Teilnahme eine riesige Chance und gleichzeitig eine Erfahrung, die wir sicher nie vergessen werden.

Was macht euer Produkt LifeSaveAir so besonders?

LifeSaveAir ist ein patentiertes Medizinprodukt der Klasse I und wurde als zusätzliches Hilfsmittel für Erstickungsnotfälle entwickelt. Es ist so konzipiert, dass es auch von medizinischen Laien ohne spezielle Fachausbildung angewendet werden kann.

Eine Besonderheit ist unser patentiertes Zwei-Ventilsystem mit Druckbegrenzung. Dadurch wird der erzeugte Saugdruck auf einen definierten Bereich begrenzt und die Leistung bleibt unabhängig von Masken- beziehungsweise Patientengröße konstant. LifeSaveAir wird zudem in Deutschland hergestellt.

Wie seid ihr auf die Idee und das Konzept von LifeSaveAir gekommen?

Der Auslöser war ein sehr persönlicher Moment: Nabils Sohn Jonas erlitt einen akuten Erstickungsnotfall. Wer eine solche Situation schon einmal erlebt hat und merkt, dass die ersten Maßnahmen nicht zum Erfolg führen, weiß, wie hilflos man sich in diesem Moment fühlen kann.

Dieses Erlebnis ließ Nabil nicht mehr los. Rund zweieinhalb Jahre später begann Nabil im heimischen Keller mit ersten Modellen. Gemeinsam mit zwei Ingenieuren entwickelte er daraus einen funktionsfähigen Prototyp. Als klar wurde, welcher finanzielle und organisatorische Aufwand mit der Zulassung eines Medizinprodukts verbunden ist, kamen seine Cousins Aiman und Jusef dazu.

Beide waren bereits unternehmerisch tätig, waren von der Idee und dem möglichen Nutzen des LifeSaveAir überzeugt und wollten Nabil bei der Umsetzung unbedingt unterstützen. So wurde aus einer persönlichen Idee schließlich ein gemeinsames Familienprojekt und später unser Unternehmen.

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LifeSaveAir in „Die Höhle der Löwen“

Und wie seid ihr bei DHDL gelandet?

Nachdem wir mehrere Jahre in die Entwicklung und das Zulassungsverfahren investiert hatten, war für uns klar, dass der nächste große Schritt darin bestehen muss, LifeSaveAir bekannt und möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen.

Die VOX Gründer-Show „Die Höhle der Löwen“ war für uns dafür eine einmalige Chance. Wir wollten nicht nur Reichweite, sondern vor allem einen strategischen Partner mit Erfahrung, Netzwerk und Vertriebskompetenz gewinnen, mit dem wir LifeSaveAir langfristig aufbauen und auch international etablieren können.

Was ging kurz vor eurem Pitch in euch vor?

Wir waren extrem aufgeregt. Wir hatten uns sehr intensiv vorbereitet, den Pitch immer wieder geübt und mögliche Fragen durchgespielt. Trotzdem ist der Moment, kurz bevor man tatsächlich vor den Löwen steht, noch einmal etwas völlig anderes.

Am Anfang hat man uns die Nervosität wahrscheinlich auch angesehen. Sie hat sich aber relativ schnell gelegt. Ein besonderer Moment war für uns, als Nabils Sohn Jonas während des Pitches auf dem Stuhl von Ralf Dümmel Platz nehmen und seine Rolle übernehmen durfte. Das hat die Situation enorm aufgelockert. Als dann nach und nach Löwen ausgestiegen sind, stieg die Spannung natürlich wieder deutlich.

Wie liefen die Verhandlungen nach der Show?

Direkt nach dem Pitch bei „Die Höhle der Löwen“ gab es zunächst einen kurzen persönlichen Austausch mit Ralf Dümmel. Wenig später folgte ein ausführlicher Termin bei DS in Stapelfeld, bei dem wir gemeinsam über die nächsten Schritte und eine mögliche Zusammenarbeit gesprochen haben.

Auch die anschließenden Gespräche verliefen sehr offen und konstruktiv. Gerade bei einem Medizinprodukt müssen zahlreiche regulatorische und rechtliche Anforderungen berücksichtigt und sorgfältig geprüft werden. Ralf war bei unseren Meetings persönlich dabei und auch sein Team begleitet den Prozess mit großem Engagement.

Was ist seit dem Dreh und der Teilnahme mit euch und eurem Produkt LifeSaveAir passiert?

Seit dem Dreh ist bei uns einiges passiert. Wir haben uns intensiv auf die Ausstrahlung vorbereitet, unsere Produktion hochgefahren und unser Lager aufgestockt, damit wir auf eine mögliche höhere Nachfrage vorbereitet sind.

Parallel dazu haben wir den Austausch mit Ralf Dümmel und seinem Team fortgeführt. Dabei haben wir bereits wertvolle Unterstützung erhalten, insbesondere bei den Vorbereitungen auf die Ausstrahlung. Außerdem arbeiten wir weiter daran, unser Händler- und Vertriebsnetzwerk auszubauen und schaffen aktuell die Voraussetzungen dafür, LifeSaveAir künftig auch in weiteren Ländern anbieten zu können.

Hilfsmittel für Erstickungsnotfälle aus „Höhle der Löwen“: So geht es mit LifeSaveAir weiter

Wie geht es jetzt weiter?

Unser nächstes großes Ziel ist es, LifeSaveAir deutlich bekannter und breiter verfügbar zu machen. Wir möchten das Produkt langfristig nicht nur in privaten Haushalten sehen, sondern auch in Kindertagesstätten, Schulen, Pflegeeinrichtungen, Gastronomiebetrieben, Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen.

Unsere Vision ist, dass LifeSaveAir irgendwann genauso selbstverständlich verfügbar ist wie ein Erste-Hilfe-Kasten oder ein Defibrillator. Gleichzeitig möchten wir international wachsen und LifeSaveAir in weiteren Ländern verfügbar machen. Und das Wichtigste: Wir möchten mit unserem Produkt dazu beitragen, Menschenleben zu retten.

Wenn ihr zurückblickt: Wie bewertet ihr eure Erfahrungen bei DHDL?

Für uns war es eine einmalige und unvergessliche Erfahrung. Natürlich gab es neben viel positivem Feedback auch kritische Momente. Gerade unsere bisherigen Verkaufszahlen wurden von den Löwen intensiv hinterfragt. Das gehört aber dazu und hat uns geholfen, bestimmte Dinge noch einmal aus einer anderen Perspektive zu betrachten.

Gleichzeitig gab es unglaublich schöne und emotionale Momente. Besonders die Begegnung mit Ralf Dümmel und seinem Team ist uns sehr positiv in Erinnerung geblieben. Der Austausch ist bis heute unkompliziert, herzlich und auf Augenhöhe.

Die Teilnahme war für uns sowohl persönlich als auch unternehmerisch eine unglaublich wertvolle Erfahrung, die wir nicht missen möchten. Besonders stolz sind wir darauf, LifeSaveAir und die persönliche Geschichte hinter unserer Entwicklung einem so großen Publikum präsentieren zu dürfen.

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Tobias Gillen ist Geschäftsführer der BASIC thinking GmbH und damit verantwortlich für BASIC thinking und BASIC thinking International. Seit 2017 leitet er zudem die Medienmarke FINANZENTDECKER.de.
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