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Diese 10 Fußballer sind erfolgreiche Unternehmer

Diese 10 Fußballer versuchen sich als Unternehmer
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geschrieben von Philipp Ostsieker

Viele Profifußballer haben während ihrer aktiven Zeit Millionen verdient. Doch die Karriere eines Sportlers ist endlich. Viele bleiben dem Sport als Trainer oder Sportdirektor verbunden. Mittlerweile gehen aber viele ehemalige und auch aktive Fußballer ganz neue Wege als Unternehmer.

Einige Ex-Fußballstars haben sich für eine spannende „Karriere nach der Karriere“ als Unternehmer entschieden. (Diese beispielhafte Aufzählung entspricht übrigens keinem Ranking.)

1. Philipp Lahm

Philipp Lahm ist seit geraumer Zeit als Unternehmer im Startup-Umfeld aktiv. Der Ex-Kapitän des FC Bayern München spricht häufig auf Events der Gründerszene und ist zudem an einer Reihe von jungen Firmen beteiligt. 2016 investierte Lahm in die Plattform Fanmiles. Das Unternehmen ist Experte im Bereich Fan-Loyalität.

Ebenso im Portfolio sind Beteiligungen an Danova, Sixtus, Schneekoppe, DieBrückenköpfe sowie der DeutscheSportlotterie. Zudem ist Philipp Lahm Kooperationspartner der deutschen Non-Profit-Organisation Start-up-Teens. Diese will jungen Unternehmern bei der Firmengründung behilflich sein.

2. Oliver Kahn

Im Oktober 2016 kündigte Oliver Kahn eine wegweisende Entscheidung an. Vor einem Logo des FC Bayern München sprach der „Titan“ von einer neuen großen Aufgabe.

Nach umfangreichen Spekulationen lüftete Kahn das Geheimnis schließlich. Fans, die sich auf ein Engagement des Welttorhüters beim FC Bayern gefreut hatten, wurden enttäuscht. Oliver Kahn hatte die mediale Aufmerksamkeit genutzt, um seine Firma Goalplay zu bewerben.

Goalplay ist eine Internetplattform mit Trainingsvideos für junge Fußballer. Zu den Leistungen gehören physisches Training mit dem Einsatz von High-Speed-Kameras sowie die mentale Stärkung des Spielers. Das Unternehmen verkauft zudem Torwarthandschuhe.

3. & 4. Christoph Metzelder & Arne Friedrich

2013 gründete Christoph Metzelder mit Partnern die Agentur Jung von Matt/Sports. Die Agentur ist eine auf Werbemaßnahmen für Sportvereine und -marken spezialisierte Tochtergesellschaft der Werbeagentur Jung von Matt. Drei Jahre später konnte Unternehmer Metzelder Ex-Profi Arne Friedrich als Verstärkung gewinnen.

Der 38-jährige Ex-Fußball-Nationalspieler Arne Friedrich macht nun Karriere als Markenberater. Seine Unit JvM/stars unterstützt Sportler bei den Themen Image- und Markenführung.

Friedrich über seine Aufgabe: „Ich halte Personal Branding und Markenaufbau für extrem wichtige und spannende Felder, besonders angesichts der heutigen digitalen Möglichkeiten.“

5. Björn Gulden

Björn Gulden? Noch nie gehört!“ So geht es vermutlich vielen Fans. Und dennoch weist der Norweger einen der spannendsten Karrierewege vor. Der Mittelfeldspieler begann seine Karriere bei Strømsgodset IF. Gulden war in der Saison 1984/85 viermal für den 1. FC Nürnberg in der 2. Bundesliga im Einsatz und erzielte dabei ein Tor. Weitere Stationen: erneut Strømsgodset IF sowie Bryne FK.

„Auf’m Platz“ besser als die meisten von uns, ist er als Fußballer dennoch nicht nachhaltig in Erinnerung geblieben. Ganz anders abseits des Platzes: Im Jahre 2000 wurde Gulden zum geschäftsführenden Direktor des Schuhunternehmens Deichmann bestellt. Ab 2010 arbeitete Gulden als Geschäftsführer des dänischen Modeschmuckherstellers Pandora.

2011 gab der Aufsichtsrat des Hamburger SV bekannt, Gulden sei Wunschnachfolger von Bernd Hoffmann als HSV-Vorstandsvorsitzender. Ob der Klub mit ihm eine andere Entwicklung genommen hätte? Darüber können wir nur spekulieren. Fest steht, dass Gulden mindestens eine gleichwertige Alternative gefunden hat. Im April 2013 wurde Gulden offiziell zum neuen Vorstandsvorsitzenden des Sportartikelherstellers Puma ernannt.

Etwas mehr als vier Jahre nach seinem Amtsantritt wächst Puma wieder konstant bei Gewinn und Umsatz. Gegenüber BR sagte Gulden: „Das Jahr 2016 hat bestätigt, dass unsere Strategie richtig ist. Wir werden auch weiterhin in unsere Mission, die schnellste Sportmarke der Welt zu werden, investieren.“

6. Mathieu Flamini

Den französischen Spieler Mathieu Flamini kickte unter anderem für den FC Arsenal und den AC Mailand. Schon 2008 zog es ihn in die Biotech-Branche. Der 33-Jährige gründete mit einem Freund das Unternehmen GF Biochemicals. Das Unternehmen versucht, Lävulinsäure in Massen und kosteneffizient herzustellen. Die Experten von Bloomberg beziffern den Markt auf etwa zehn Milliarden Dollar.

Der Franzose ist seit Ablauf seines Vertrags bei Crystal Palace vereinslos. Zuletzt absolvierte der Unternehmer ein Probetraining beim spanischen Zweitligisten Rayo Vallecano. Seine nächste Gehaltsverhandlung könnte aufgrund seiner finanziellen Absicherung vermutlich entspannt ablaufen.

7. & 8. Tim Borowski & Fabian Ernst

Mit ticr.de haben die beiden Ex-Nationalspieler Fabian Ernst und Tim Borowski als Unternehmer eine eigene Social-Media-App gestartet. Ebenfalls an Bord ist der Sportmoderator Lou Richter. Neben Tickern zu Champions League und Bundesliga können die Nutzer auch „ihre“ Spiele bis hinunter zur Kreisklasse selbst tickern.

9. & 10. Stefan Reinartz & Jens Hegeler

Es waren die Buzzwords der EM 2016. Keine TV-Analyse war mehr ohne die Begriffe „Packing“ oder „Packing-Rate“ denkbar. Im Gegensatz zu vielen Buzzwords schien dahinter etwas mehr dahinter zu stecken.

Das Prinzip, das aus der Neugründung Impect heraus geht, ist simpel: Je mehr gegnerische Spieler eine Mannschaft mit Pässen oder Dribblings im Spielverlauf überspielt und je öfter eine Mannschaft die Zahl der Gegenspieler und Verteidiger zwischen Ball und gegnerischem Tor reduziert, desto größer ist der Impact bzw. „Impect“. Packing misst also die Passqualität.

Ein Teil des Unternehmer-Teams: Fußballprofi Jens Hegeler (Bristol City) und Stefan Reinartz, Ex-Profi und -Nationalspieler (u.a. Bayer Leverkusen, Eintracht Frankfurt). Warum Packing mehr als ein Hype ist, wie hoch der Stellenwert von Daten in der Bundesliga ist und welcher Trend völlig überbewertet ist, verriet Stefan Reinartz im Interview mit uns.

Was haltet ihr von den Projekten der (Ex-)Fußballer? Und welche spannenden Aktivitäten und Neu-Unternehmer haben wir vergessen?

Über den Autor

Philipp Ostsieker

Philipp Ostsieker ist Medien- und Digitalmanager aus Hamburg. Neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit als selbstständiger Digital Content Strategist schreibt Philipp für BASIC thinking die Kolumne „Matchplan“, in der er über den Tellerrand blickt und durch die innovativen Ideen der Sportbranche führt.