Piratenpartei ruft zum Plakatwettbewerb auf
Was macht man, wenn man kein Geld für einen Grafikdesigner ausgeben und trotzdem viele Entwürfe zu einem bestimmten Thema haben will, um sich dann für die beste Idee zu entscheiden? Genau, man ruft einen Wettbewerb aus. Jeder Interessierte kann mitmachen und seine Vorschläge einreichen. Die Entscheidung erfolgt dann im kleinen Kreis. So ähnlich hat es jedenfalls SPD-Kanzlerkandidat Frank Walter Steinmeier vor ein paar Monaten gemacht. Mit Erfolg. Ein Haufen talentierte Hobby-Designer haben sich an dem Logo-Wettbewerb beteiligt und dem Politiker die Entscheidung für die beste Idee sicherlich nicht leicht gemacht. In diesem Fall ging der Gewinner ging aber nicht mit leeren Händen nach Hause, sondern mit schönen Scheck von Steinmeier.
Kein Geld, sondern lediglich Ruhm und Ehre gibt es beim aktuellen Designwettbewerb der Piratenpartei. Bis zum dritten August können “Piraten mit Layout-Software” Plakatvorschläge für den bevorstehenden Bundestagswahlkampf entwerfen, hochladen und zur Diskussion stellen. Ziel der Aktion sei es, ähnlich wie beim Wettbewerb für den Piraten-Spot, mindestens ein bundesweit aufstellbares Wahlplakat zu wählen. Richtlinien für die Entwürfe gibt es nur wenige: Einhaltung von Größenvorgaben sowie von Lizenzbestimmungen bei der Verwendung von fremden Bildmaterial. Sehr löblich. Putzig liest sich auch der Tipp:
Das Wichtigste muss auf dem Plakat immer das größte sein. Wenn man den Parteinamen beim Vorbeifahren nicht lesen kann, hat das Plakat seinen Zweck nicht erfüllt. Nicht nur 5 Textzeilen in 9pt Schrift!! Inhalt muss auf einen Blick erfassbar sein!!
Auch bei der Auswahl der Themenkomplexe gibt es Hilfestellung. Demnach sind Vorschläge besonders in den Bereichen Privatsphäre und Datenschutz, Freie Kultur und Urheberrecht, Netzneutralität und Inhaltsfilter, Transparenz des Staates, Freiheit und Bürgerrechte sowie zu den Themen Open Access, Freies Wissen und Patentwesen erwünscht. Insgesamt sind schon über 40 Plakatvorschläge hochgeladen worden.
Hier meine drei Lieblingsplakate:



(Michael Friedrichs)
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3. Artikelstatistik:
· read: 20377 · today: 10 · last: 12. February 2012





Davon werden wir einige bald auf den Straßen sehen!
Andererseits würde wahrscheinlich ein Aufschrei der Entrüstung (oder der Belustigung) durch die Community schallen, wenn z.B. die Hypo Real Estate oder Opel oder die CSU einen Grafik-Wettbewerb ohne finanzielle Entlohnung ausrufen würden.
Macht da Sympathie und das Gefühl, irgendwie um dieselbe Sache zu kämpfen, wirklich so einen Unterschied in der Bewertung der Maßnahme? Oder sollten gerade die Piraten entsprechende Leistungen entlohnen und sich nicht, wie “die bösen Großen”, einfach kostenlos auf die Werke der User stürzen?
Muß dazu das Grafikprogramm durch Piraterie erworben worden sein?
Ich auch nicht. Das Volk wählt! Besser geht das doch gar nicht.
Ihr betreibt ja eine professionelle Firma, neben dem Blog hier. Stößt es bei Kunden von Euch negativ auf, dass Ihr für die Piratenpartei aktiv Sympathie bekundet?
Ich bin selbst Mitglied bei denen und mache auch viel Werbung, bin mir aber unsicher, ob es bei konservativen Kunden, sollten sie dies erfahren, ggf. zu negativen Reaktionen kommen könnte. Also z.B. meine fachliche Professionalität anzweifeln.
[...] Für Rum und Ehre! Piratenpartei ruft zum Plakatwettbewerb auf (BasicThinking) Die Piratenpartei steht ebenso schon mitten im Wahlkampf wie die anderen aber meist größeren und reicheren Parteien. Was bei anderen Parteien Agenturen und Kreative in Zusammenarbeit mit Beratern und Wahlmanagern machen, macht die Piratenpartei standesgemäß mit der Online-Community: Wahlplakate entwerfen. Ein paar Vorschläge sind bei BT schon zu sehen. Wenn es allerdings nach meiner Meinung ginge müsste eines dieser Plakate sofort verschwinden, da es mal überhaupt nicht geht. Aber das ist ja Geschmackssache. [...]
Oh Mann…
trotzdem ist ‘freiheit ist keine randnotiz’ ziemlich gut geworden.
Piratenpartei ruft Wahlplakat-Wettbewerb aus…
Die Piratenpartei möchte in einem Wettbewerb mindestens ein Wahlplakat für die Bundestagswahl finden, das bundesweit aufgestellt werden kann.
Genaue Regeln zur Erstellung gibt es nicht, außer dass keine Lizenzbestimmungen verletzt w…
Aber ich kann euch beruigen. “Ruhm und Ehre” ist eine Fantasieparole, die von NS-Organisationen nie verwendet wurden und nur vielleicht etwas nationalsozialistisch klingt. Bei der HJ hieß es »Blut und Ehre« die Waffen SS nutzte »Unsere Ehre heißt Treue«.
Ich finde die Überschrift nicht schlimm.
Jetzt dürft Ihr mich steinigen…;-)
Empfehle euch vorher aber noch diesen Artikel:
http://de.wikipedia.org/wiki/Godwins_Gesetz
Schonmal was von der W-a-f-f_e-n-S-S gehört??? OMG, how #fail Ihr seid.
Auch ein Beispiel für Eure Schludrigkeit beim Schreiben.
Wahlplakat Wettbewerb der Piratenpartei…
Die Piratenpartei bereitet sich auf die heiße Phase vom Bundestagswahlkampf vor und dazu gehören Wahlplakate. Anstatt einer Agentur die Kohle in den Rachen zu werfen besinnt man sich auf die Community und ruft einen Wettbewerb aus: Sicher, nicht j…
@Steffen: erst lesen, nach meckern :-)
[...] dem Blogpost von BasicThinking habe ich ja auch ein paar Muster erstellt. Bin aber auch nicht böse, weil meine Vorschläge nicht [...]
“Keine Randnotiz” find’ ich am treffensten.
ich hab mich auch mal mit nem Plakat beschäfftigt aber irgendwie ist die Seite der Piraten nicht erreichbar. Jemand ne Idee wo ich das hinschicken könnte.
Edit: hat sich erledigt deadline 3.August 2009.
Meine Fresse, an alle diejenigen, die bei jeden Spruch gleich an den Nationalsozialismus denken:
Sagen euch Hexenverbrennungen eigentlich noch etwas?
Man darf ja nichts mehr sagen, ohne dass gleich der Kopf des Hexenhammers vom Stil gedroschen wird.
Die Plakate sind gut gelungen, ich hoffe, da war ein GIMP Benutzer dabei.
Vielleicht werde ich aktives Mitglied der Piratenpartei, da muss sich aber noch einiges ändern: Software darf mindestens ein Jahr lang nicht kopiert werden dürfen, das Gleiche gilt für Musik und Filme.
Der Grund: Es gibt auch “normale” Menschen, die Versuchen, mithilfe von Programmen, die sie vertreiben, Geld zu verdienen. Software ist nach einem Jahr durchaus noch benutzbar, und wenn man nicht gerade geil darauf ist das Neuesten vom Neuesten immer zuhause zu haben, kann man auch ein Jahr warten. Bis dahin weiss man auch, ob der Film überhaupt sehenswert ist.
Stellt euch vor, in Deutschland würde es keine Programmierer oder Musiker mehr geben.
Das wäre der reinste Horror.