Billiger geht’s kaum: AOL verscherbelt ICQ in Russland für 188 Millionen Dollar

Und der Zuschlag geht nach… Moskau! Wie AOL gerade per Pressemitteilung verkündet, wurde endlich ein Käufer für die ungeliebte Tochter ICQ gefunden: es ist Digital Sky Technologies (DST). Bereits Anfang des Monats wurden gerüchteweise einige Namen potentieller Käufer im Bieterrennen genannt, darunter das ebenfalls russische Unternehmen ProfMedia sowie Tencent, ein Portalbetreiber in China. Die beiden Letztgenannten hatten jedoch Angebote gemacht, die offenbar weit unter den Vorstellungen des AOL-Chefs Tim Armstrong lagen. AOL hatte den Instant Messenger 1998 für 402 Millionen US-Dollar der israelischen Entwicklerfirma Mirabilis abgekauft.
Umso überraschter darf man nun über den tatsächlich erzielten Verkaufspreis sein: DST bekommt die Netzlegende für attraktive 187,5 Millionen Dollar hinterher geworfen. Vor ein paar Wochen war noch von 250 Millionen Dollar die Rede gewesen. AOL muss in den Verhandlungen ordentlich unter Druck gestanden haben, denn eigentlich verfügen die Russen über ordentliche Finanzmittel. In der Vergangenheit hatte DST in regelmäßigen Abständen Millionenbeträge unter anderem bei Facebook und dem russischen Facebook-Klon VKontakte zur Investition geparkt. “Die Übernahme von ICQ ist eine strategische Verbesserung unserer Geschäfte in Russland und in Osteuropa”, kommentiert DST-DEO Yuri Milner nun den Deal. “Der etablierte Markenname und der große Kreis loyaler Nutzer bieten eine sehr attraktive Gelegenheit, um unsere Position in der Region weiter zu stärken.”
Es ist davon auszugehen, dass DST über kurz oder lang den Instant Messenger in das Dienstportfolio des eigenen Webemailers mail.ru integrieren wird. Heute betreibt das Unternehmen bereits den Messenger Agent@Mail.ru, bei dem rund zwölf Millionen Nutzer registriert sind. ICQ zählte in Russland stets als der härteste Konkurrent.
AOL weint der Tochter jedenfalls keine Träne hinterher. Im Zuge der internen Reformen, bei denen man sich auf das Kerngeschäft mit Content und Werbung zurückzieht, wurde ICQ als unnötiger Unternehmenszweig interpretiert. Dementsprechend lakonisch lauten auch Armstrongs Abschiedsworte: “Wir sind froh, dass ICQ ein tolles Zuhause bei DST gefunden hat. Wir wünschen ihnen allen Erfolg als Teil von DST und unterstützen sie bei dem Weg nach vorne.”
(André Vatter)
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Nein, du bekommst jetzt ganz viele neue Freundesanfragen ^^
Bei Kaspersky haben uns die Russen ja auch schon bewiesen, dass es auch gute Software aus russischer Hand gibt. Aber beim Messenger sehe ich das nicht ganz so Positiv.
Wie Stefan schon sagt: “du bekommst jetzt ganz viele neue Freundesanfragen ^^”
“du bekommst jetzt ganz viele neue Freundesanfragen ^^” … und Angebote, die du nicht ablehnen kannst..
Früher wars aus israelistisches. Im nachhinein betrachtet löst mir das schlechteste Gefühl im Buch von den dreien aus.
Nutz mit QIP eh schon einen russischen ICQ-Clienten, natürlich alles auf deutsch. Schön aufgeräumt nicht so vollgestopft wie das ProSieben-ICQ-7.
Jetzt weiß ich, warum mich ständig irgendwelche Russen adden wollen ;-)
Ok, Stunde Null ist gekommen… wir sehen uns bei Jabber :-D
Kommen doch sosnt jede Woche Meldungen von Unbekannten, dass man diese Meldung als Kettenbrief weiterleiten muss, da ICQ sonst kostenpflichtig wird xD
Auch viele der alternativen Clients kommen aus Russland, beispielsweise qip.
ICQ Download ab sofort aus Russland – ICQ verkauft…
Der ICQ Download startet ab sofort aus Russland oder eher in ein paar Tagen. Hintergrund: ICQ wurde nach Russland an Digital Sky Technologies (DST) verkauft. AOL kassiert dafür 188 Millionen US-Dollar. War der Preis vorher bei 250 Millionen angesiedelt…
Da kann man ja dann sehen, in welche Richtung es ICQ dann abschlagen wird.
Wobei ICQ ja meiner Meinung nach schon seit Jahren viel mehr Werbung hatte, als ich bereit bin zu akzeptieren. Daher benutze ich für meine ICQ Kontakte schon seit Jahren andere Tools.
wundert mich aber ehrlich, das ICQ so günstig weggeht da das Netzwerk eigentlich sehr umfangreich ist und teilweise sogar 8stellige UIN für Geld verkauft werden :)
das ICQ nun sich aber zum Spammer wandelt, zweifle ich sehr stark an, dann würde man die Marke zerstören und das für ein paar Spam-Nachrichten? da würde ich mir eher bei Facebook & Co Sorgen machen ;)
Nachtrag: ICQ ist mit Abstand der schlechteste ICQ-Client, den ich je getestet habe, mit großem Abstand.
[...] Thinking: AOL verscherbelt ICQ in Russland für 188 Millionen Dollar Das ist ja wie auf dem Flohmarkt, einen Dienst mit der Geschichte und der Nutzerzahl so zu [...]
[...] freue ich mich wieder unglaublich darüber, dass ich ein freudiger Benutzer von Jabber bin. Wie ich eben auf basicthinking erfahren habe, hat AOL ICQ verscherbelt, und zwar nach [...]
[...] Meldung, die bereits gestern schon die Runde machte, die ich aber als alter ICQ-Liebhaber auch noch einmal posten möchte: AOL [...]
[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Basic Thinking, Marcus Tandler, Michael J. Rebelein, @RavoxX, André C. Vatter und anderen erwähnt. André C. Vatter sagte: Billiger geht's kaum: AOL verscherbelt ICQ in Russland für 188 Millionen Dollar – http://goo.gl/8osk [...]
[...] Sky Technologies to Acquire AOL’s ICQ Instant Messaging Service (AOL Pressemitteilung) ] [ via Basic Thinking Blog ] blog comments powered by Disqus var disqus_url = [...]
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