Immer mehr Blogs schaffen die Kommentare ab. Zu Recht?
Manchmal könnte man sie alle… Welcher Blogger/Journalist hat schon Spaß daran, sich täglich mit Trollern, Nörglern und Cyberstalkern herumzuärgern? Kommentare unter Blogpostings werden schon seit geraumer Zeit weniger, das Phänomen erlebt praktisch jeder, der seit mehreren Jahren bloggt. Wobei die Interaktion nicht abgenommen hat. Sie hat sich nur verlagert: Wer einen Beitrag mag, der kann ihn liken, plussen oder retweeten. Nicht notwendig, “Toller Beitrag” zu kommentieren. Und jeder, der schon einmal die Kommentare unter einem YouTube-Video überflogen hat, weiß, dass es im Web sehr, sehr viel gibt, was niemand zu lesen braucht.
Wohl deswegen keimt zur Zeit die Diskussion wieder auf: Warum überhaupt noch Kommentare zulassen? Drei bekannte US-Websites haben sie inzwischen verbannt, zumindest solche Pläne oder haben sie nie zugelassen: Entwickler Matt Gemmell schreibt, er lebe sehr gut ohne Kommentare, die er vor einem Monat ausgeschaltet hat: “Rückblickend war es die richtige Entscheidung”. Er fühle sich seitdem deutlich freier und motivierter. Ex-Techcrunch-Autor MG Siegler stimmt ihm zu und hat die Kommentare in seinem neuen Blog gar nicht erst eingeschaltet. Cody Fink von Macstories kündigt an, im nächsten Redesign Kommentare abzuschalten. Einhellige Meinung der drei: Der Schmutz hat Überhand genommen.
Zusammen in Nostalgie schwelgen, aber auch plumpes SEO
Es stimmt natürlich: Kommentare können ein Blog bereichern. Oftmals wird die Kommentarfunktion genutzt, um mit dem Autor zu diskutieren oder ihn auf kleine Fehlerchen im Post hinzuweisen. Manchmal entspinnt unter den Kommentatoren eine spannende Ideenschlacht. Und dann gibt es noch Beiträge, wo Autor und Leser gemeinsam in Nostalgie schwelgen können, wie etwa bei unserer Meldung über den 30-jährigen Geburtstag des C64.
Aber sonst? Sonst ist in der Tat in letzter Zeit auffallend viel plumper Spam unter den Kommentaren, um den man sich trotz eines Spam-Filters praktisch rund um die Uhr kümmern könnte. Dann wird gefühlt mehr als die Hälfte der Kommentare aus SEO-Gründen geschrieben. Vermutlich stehen wir noch in den meisten Spam-Listen, obwohl wir vor einigen Wochen den längst überfälligen Schritt gegangen sind und die Links in unseren Kommentaren auf Nofollow gesetzt haben. Dann gibt es üble Glaubenskriege zwischen Apple-Fans und Apple-Hassern. Und natürlich Nörgler, die unter fast jedem Beitrag darauf hinweisen, wie schlecht er mal wieder gewesen sei.
Halte deine Seite sauber
Warum sollte man sich das noch antun? Korrekt ist: Viele Kommentare sind immer noch interessant und hilfreich. Richtig ist aber auch: Die größere Menge ist es nicht mehr. Schaltete man die Kommentare aus, was würde dann aus den so wichtigen Diskussionen zum Thema? Die kann und wird es ja trotzdem geben. Sie verlagern sich ohnehin immer mehr auf Facebook und Google Plus. Und wer den Autor erreichen will, der findet Wege: Facebook, Twitter, Kontaktformular. Auch die gute alte E-Mail ist noch lange nicht aus der Mode gekommen.
Die goldenen Zeiten der Kommentare aber sind vorbei. Und immer mehr Seitenbetreiber sind bestrebt, ihre Seiten “sauber” zu halten. Was ihr davon haltet, dürft ihr uns gerne noch in den Kommentaren schreiben. Aber wählt eure Worte weise: Was immer ihr wie schreibt, kann später gegen die Kommentarlobby verwendet werden…
(Jürgen Vielmeier)
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Auf “fremden” Blogs kommentiere ich gerne. Das aber auch nur, um, wie von Jürgen erwähnt, auf Fehler hinzuweisen oder um sachlich zu diskutrieren.
Mir fällt aber auch immer häufiger auf, dass die Kommentare, die eigtl. unter dem Blogbeitrag stehen sollten auf FB und G+ zu finden sind, wenn dort der Blogbeitrag verlinkt wurde.
Ich frage mich, ob das die Faulheit oder das Unvermögen der Leser ist, den Kommentar unter den Artikel im Blog zu schreiben ;)
Außerdem ist es für mich als Leser eines Blogs auch ein sehr doofes Gefühl wenn ich kommentieren möchte, aber keine Kommentare zugelassen sind.
Das bringt erst richtig Leben hinein, macht den Blogger zu einem Menschen, wie es auch so oft bei sozialen Netzwerken und im Netz ist.
Das Bloggen lebt von einer besonders essayistischen Sprache, und dadurch wird man oft gerade provoziert, zu anworten.
Ein Blog wie dieser hier wäre ohne Kommentarfunktion – trostlos.
Aber es ist richtig, es wirkt oft so, als würden viele Kommentatoren nicht wegen des Inhalts schreiben, obwohl ja auf Nofollow gesetzt ist.
Abhilfe würde hier evtl ein anderes Kommentarsystem geben.
Ich weiß nicht genau wie es mit disqus ist, aber ich sehe dieses immer öfter, ohne da Werbung erleben zu müssen.
Aber trotzdem:
Unsinn kann man überlesen, nicht existenterer Sinn (wie ohne Kommentarfunktion), den vermisst man aber.
Die Frage ist gut – meine Vermutung geht dahin, dass einfach die Hemmschwelle sinkt, wenn man Facbook und Konsorten nutzen kann. Da ist man gewohnt etwas zu schreiben. Man weiß, wo man die Aussage wiederfindet, falls man sie noch einmal ändern/löschen möchte – ich denke, dass die Zukunft tatsächlich eher der fremdgehostete Kommentar sein wird, der lediglich unterhalb des Blogbeitrags dargestellt wird, aber faktisch über Facebook und Google+ z.B. geschrieben wird.
manche menschen schauen vorher nach den kommentaren bevor sie überhaupt den blogeintrag lesen, solls auch geben
Klar, man könnte die Kommentare moderieren oder einfach das ganze seinen Weg gehen lassen, ich meine oftmals sind die Kommentare viel viel lustiger als der eigentliche Beitrag. Irgendwie wäre das gesamte Internet doch total langweilig und doof ohne Troll-Kommentare, oder?
Ich bin ganz klar pro-kommentare.
Achja, wie würdet ihr denn auf kleine, vielleicht genauso gute Blogs, aufmerksam werden? Durch eine Facebook Seite oder sogar durch Twitter? Niemals.
Von mir auch ein eindeutiges Pro für die Kommentarfunktionen.
Es stimmt zwar, dass es immer mehr Müll in den Kommentaren gibt, allerdings kann ich diesen relativ gut ausblenden und “überlesen”.
Mich persönlich stört es sehr, wenn ich auf einer Seite einen Beitrag lese und es keine Kommentare gibt – Ich möchte sehr gerne wissen, was andere zu dem Thema zu sagen haben oder selbst meine Meinung kundtun/diskutieren.
Also hab ich die Kommentare erst in eine Moderationswarteschlange geschoben. Da musste ich sie natürlich trotzdem lesen (die Trollpostings). Und es hat nicht mehr den selben Spaß gemacht wie früher.
Es war nicht mehr Live. Zeitverzögerte Interaktion mit den Lesern und unter den Lesern war einfach nicht mehr das selbe. Also habe ich die Kommentare wieder freigeschaltet und natürlich waren irgendwann auch die Trolle wieder da.
Letztendlich habe ich irgendwann eingesehen, dass es das alles nicht wert ist und habe mein Blog eingestampft. Mittlerweile fehlt es mir nur noch ganz selten ;)
Ohne die Kommentarfunktion, die ich zwar selten aber dennoch gerne nutze, verlieren Blogs den großartigen Vorteil gegenüber Internetpräsenzen ohne Kommentarfunktion, die sich nicht als Blogs outen.
Das MG Siegler die “du bist ein depp” kommentare nicht mag wundert mich nicht… hilft ihm aber nicht. Würde er weniger Apple-Werbung machen hätte er freundlichere Kommentare..
Und das ist doch auch das Problem: Bei Facebook gibt auch nur “gefällt mir” weil keiner neg zu “seiner tollen” Meinung hören will.
Das Leben ist aber nicht nur positiv. Erst durch Kritik gibts Fortschritt. Wir sind ja nicht in Nordkorea ;)
Wie wäre es versuchsweise mit eingebetteten Facebookkommentaren? Der Klarnamenzwang reduziert sicherlich die Spammenge.
Ein Kommentar auf G+ und Konsorten ist für den normalen Leser kaum zu finden, allenfalls durch irgendwelche häßlichen Backtrack-Anzeigen. Ich finde auch, eine Diskussion die an vielen Stellen gleichzeitig stattfindet, verspielt viel Potential, selbstredend auch für die Popularität des Blogs.
Ach es gibt so viele Argumente. Z.B. dass Du als Blogbetreiber eine viel bessere Kontrollmöglichkeit über Kommentare hast, Feedback messen, Stichwortdichte o. ä. messen. Wenn die Moderation schlecht funktioniert, sind die Filter einfach nicht restriktiv genug. Niemand verbietet Dir, Beiträge mit URLs ganz abzulehnen, niemand zwingt Dich, die Kontakt-Website überhaupt abzufragen etc. Eine Mindestlänge für Postings, Honigfallen für Bots, Captchas, ach, es ist so viel möglich.
Mir würde der Schritt schwer fallen. Ok, dann könnte ich mir AntiSpam Bee schenken ;-)
[...] dazu: Immer mehr Blogs schaffen die Kommentare ab (Basicthinking) – meine 2 Cent: Ein Blog ohne Kommentare, ist kein Blog. [...]
Dennoch ist mir vorhin ein Gedanke gekommen, als ich von dem Nichtvorhandensein einer “Gefällt mir nicht”-Funktion auf Facebook las:
Eventuell sollte man einmal in Betracht ziehen, die “Moderation” der Kommentare einfach durch die Besucher selbst erledigen zu lassen. Ein Klick um einen Beitrag als positiv/negativ zu beurteilen ist schnell getan und zeigt bei einer entsprechenden Besucherzahl auch seine Wirkung.
Bei kleineren Blogs ließe sich ein solches System vermutlich nur bedingt einsetzen, allerdings sollte da der Moderationsaufwand ja ohnehin geringer sein.
Alle Jahre wieder die gleiche Diskussion…
Meine Meinung: Ohne Kommentare ist ein Blog leblos, langweilig und am Ende uninteressant(er).
Oft klicke ich Meldungen sogar nur der Kommentare wegen an. ;)
Was mir mehr als sinnlose Kommentare auffällt, ist die Verlagerung von Diskussion in Social Networks wie FB, Twitter oder G+. Eine Reihe von PlugIns helfen, diese Kommentare wieder in den eigenen Blog zu übertragen. Problem dabei: urheberrechtlich gesehen ist das nicht erlaubt…
Auf der einen Seite beklagen wir uns gern, das die “echten” und sinnvollen Kommentare immer weniger werden, auf der anderen Seite machen wir es immer schwieriger. Blogs leben aber von der Kommunikation, von den Diskussionen – die oftmals spannender sind im Vergleich zum Blogpost…
Würden wir da aufgeben und vor den Spammern quasi kuschen wäre das sehr sehr schade. Damit verlieren Blogs irgendwie ihren Sinn als modernes Medium.
Aktuell musste ich es sogar machen, da beim Umzug auf einen neuen Server die Plugins nicht mehr richtig funktionieren und Akismet daher die SPAM Kommentare nicht mehr filtert.
Was spricht dagegen, das Facebook-Kommentar-Plugin einzubauen, so dass man weiterhin kommentieren kann, dies aber gleichzeitig öffentlich auf Facebook tut? Denn dann sinkt auf jeden Fall die SPAM Rate.
Leider können dann User die nicht bei Facebook sind, auch nicht mehr kommentieren…
Für mich sind “Blogs” ohne Kommentarfunktion keine Blogger geschweige Journalisten, sondern Meinungsmacher und Selbstdarsteller die Kritik genausowenig vertragen können wie viele Politiker.
Sorry aber Blogger die das Soziale Netz nicht verstehen sollten vielleicht doch lieber Papier bedrucken?
Die Verlagerung von nur tweeten, liken, plussen uvm. kann ich übrigens nicht befürworten; ist ein schicker tool-Effekt ABER ein lebhafter schriftlicher & ehrlicher Kommentar ist mir lieber; viele machen es sich mit Ihrem einen Klick zu einfach! Ehrliche ausformulierte Meinungen kann man doch noch erwarten, oder?lg
Aber es liegt bei mir vermutlich wirklich am Thema, denn ich blogge über Oper und viele meiner Leser sind fast doppelt so alt wie ich und schreiben zudem eher selten selber einen Blog. Und haben auch keine Facebook-Seite, Twitter-Account, o.ä.. Daher finden – vor allem, wenn ich Kritiken über Vorstellungen schreibe – doch öfter mal “richtige” Diskussionen statt. Denn, freilich, sind nicht immer alle meiner Meinung. Machne mögen den Tenor nicht oder doch, ihnen ist die Inszenierung zu modern oder zu klassisch, usw. usw…..
Spammer oder Leute, die via Kommentar nur ihre Seite verlinken wollen, fallen bei mir recht schnell auf, weil man in Sachen Oper zwar kein Experte sein muss, um mitzureden, aber zumindest schon wissen muss, worum es eigentlich geht….. ;)
Allgemein bin ich aber mit Spam-Kommentaren früher einfacher klar gekommen, weil es weniger gab. Aber in letzter Zeit nimmt das echt stark zu: und eine echte Pest sind diese ganzen Teenie-Blogger, die offenbar den Nachmittag nix besseres zu tun haben, als 1000 Kommentare in 1000 verschiedenen Blogs mit jeweils dem selben Inhalt zu posten.
Siehe auch die Kommentarspalte bei Welt.de … dort wird nach Herzenslust zensiert, frühzeitig geschlossen oder Kommentare überhaupt nicht erst erstattet.
Genau in den von BT erwähnten “guten” Kommentaren, die zu einer sinnvollen Diskussion führen / Anregungen / Ideen, finde ich eine normale Kommentarfunktion wie hier völlig ungeeignet.
Da finde ich zB das golem.de-Kommentsystem sehr viel praktischer.
Da kann man eine Baumstruktur (heisst doch so?) auswählen und kann direkt auf Kommentare antworten und nicht so allgemein seine Prosa von sich geben.
So erachte ich es als sinnvoll (wenn auch vielleicht immernoch verbesserungswürdig…)
Ist zwar nett und kämpfe mich bei doch den meisten Blogs von dir durch den Kommentardschungel. Doch an und für sich würde ich auf so etwas hier verzichten können, wenn auch nicht wollen ;-)
und P.S. deine Mailbenachrichtigungen sind wenigstens nützlich, da man den eigentlichen Comment direkt lesen kann und nur auf die Seite muss wenn man auch was darauf antworten will…
Kenne genug Seiten wo man sich zB mit Google oder Facebook-ID einloggen kann…
(die seriösität einer site färbt natürlich auf den diskussionsstil ab.)
In meinem Blog gibt es wahre Perlen von Kommentarflüssen, die die dazugehörigen Postings erst zu etwas ganz Besonderem werden lassen. Der Spamfilter läuft ganz gut, der Trolle gibt es nicht so viele bei mir. Allerdings ist mein Blog ein besonders kommentarstarker, warum auch immer. Und trotzdem merke auch ich langsam die Verlagerung vom Blog auf fb.
Gerade das macht eben auch den Unterschied zur Zeitung aus… das Interaktive…
Zudem sind Kommentare interessant und unterhaltend. Wenn diese nicht beleidigend oder sonst was sind, sind diese es immer wert, unterm Blog zu stehen.
Dieses Blog hier gehört aber zu den besten und beliebtesten in Deutschland – auf, meiner Meinung nach , 90% aller anderen Blogs sollte man die Kommentare verbieten, weil dort nie jemand etwas sinnvolles schreibt.
Andererseits kann man gerade aus der Sicht von Seo nicht auf Blog Kommentare verzichten, um weil sie ein Grundstein beim Linkbuilding sind.
Die Kommentarfunktion hat die Weblog-Gemeinde doch erst zu dem gemacht, was sie jetzt ist…
Ich (mit meinem gerade wieder neu aufgesetzten Blog) würde mich freuen, meine alten “Kommentatoren” kurzum wieder begrüßen zu können.
Ob die Funktion direkt über ein CMS oder per Facebook Open Graph umgesetzt ist, ist für mich zweitrangig.
Ne spaß. Also kann ich eigentlich nur befürworten. Ich persönlich überspring die Kommentare oder lass sie teilweise sogar ausblenden. Da liest man leider sowiso nur verbalen Dünnschiss.
Ich hab selber nen Blog (http://friedrichsrefugium.blogspot.com/) und freu mich über jeden Comment, den ich kriege, solange er in irgendeiner Form konstruktiv ist! Mich motiviert das noch mehr. Fühlt euch frei, folks, und kommentiert ruhig! Ausschalten erscheint mir diktatorisch.
PS: Wenn man keinen Bock auf Spammer hat, die angeblich nur nach einem Backlink gieren, sollte man vielleicht schon von Haus aus die Website-Funktion deaktiveren. Ansonsten liegt es in der Natur der Sache, das Leute dort (in meinen Augen völlig legitim) ihre Website eintragen – unabhängig ob Seo oder nicht…
Neben allem, was schon gesagt wurde (Lebendigkeit, Rückkanal, gute Diskussionen etc.) enthalten die Kommentare auch oft Inspirationen für neue Postings.
Grade hat z.B. jemand unter meinen Beitrag Über 2012, Pyramiden, Prophezeiungen – und Plastiktüten geschrieben, er werde in Zukunft darauf achten, nicht mehr gedankenlos Plastiktüten zu kaufen. Obwohl die “Plastiktüten” nicht wirklich das Thema des Postings waren, sondern nur am Rande vorkamen. Super!
Da mir echte Verhaltensänderungen weit wichtiger sind als der bloße Meinungsaustausch, werde ich als nächstes einen Beitrag über praktikable (!) Alternativen zur Plastiktüte schreiben – in der Hoffnung, dass noch ein paar mehr Leute drauf kommen, sich an dieser hässlichen und z.B. für die maritime Tierwelt immens schädlichen Vermüllung des Planeten nicht mehr zu beteiligen – oder zumindest deutlich weniger.
Als sehr hilfreich für Kommentierende hat sich die Editierfunktion erwiesen, die es ermöglicht, noch für eine limitierte Zeit den Kommentar korrigieren zu können. Nicht jeder traut sich zu, immer gleich fehlerfrei zu schreiben und manche lassen es lieber ganz, als sich evtl. Häme (auch wenns nur eine “vorgestellte Häme” ist) auszusetzen.
Aber diese Diskussion erinnert mich irgendwie an die heutige Politik!
“Das nervt mich, ich will die Arbeit nicht, Kontrolle ist teuer/mühsam – VERBOT!”
;-)
Ein Blog lebt doch durch Interaktion und wie soll diese ohne Kommentare stattfinden?
Blogs ohne Kommentarfunktion? UNDENKBAR für mich! Zum Glück finden sich hier nur Gleichgesinnte :) Blogs leben nun einmal von ihren engagierten Betreibern, guter Pflege und letzten Endes von Kommentaren. Es wäre wirklich eine Schande, müssten wir in Zukunft darauf verzichten…
Wer in seinem Blog Kommentare schließt, killt damit m. E. einen relevanten Baustein, den ein Blog erst zu einem solchen macht. Artikel posten ohne Leserbrieffunktion, das ist Job der Zeitungsportale.
Zur Kommentardarstellung in Blogs finde ich auch eine verschachtelte Ansicht besser, in der man direkt auf einzelne Kommetare antworten kann und diese Kommentare dann auch untereinander stehen.
Ich würde nie die Kommentare meines Blogs abschalten. Kommentare sind doch das Salz in der Suppe beim Bloggen.
Wenn ich zu einem guten, strittigen, wichtigen, interessanten etc. Thema gebloggt habe, möchte ich auch, dass die Leser meines Blogs ihre Meinung dazu abgeben können.
Wenn die da bei Springers “WELT” “zensieren” oder gar nicht erst veröffentlichen, haben diese Kommentare aller Wahrscheinlichkeit nach strafrechtliche Relevanz. Davon ab ist das ein ziemlich widerwärtiger Sumpf. “Bild”-Zeitung etwas anders verpackt halt. Da kann man nicht besonders viel erwarten.
weblogs ohne kommentarfunktion finde ich unsympathisch. auch wenn viele blogs und leser derer immer weniger kommentieren, so möchte ich doch die bereitschaft des autors sehen diese entgegenzunehmen. ich verstehe dass kommentare für beiträge älter als bspw. 6 monate abgeschaltet werden, dafür gibts plugins.
kommentare auf social networks, bspw. twitter oder facebook pages sind meist weniger ausführlich und fallen inhaltlich weniger tiefgehend aus….
außerdem weiß keiner wie langs diese dinger gibt, oder wie lange sie in mode bleiben…
Ich habe jetzt nicht alle Kommentare gelesen, aber begeistert bin ich trotzdem von dem Ergebnis.
Ein Blog OHNE Kommentare?? Was für ein völliger Unsinn!
Gut, mein Blog ist eher klein und unbedeutend. Außerdem betreibe ich ihn eigentlich nur so nebenbei privat bei einem Freehoster. Trotzdem würde ich mir irgendwie blöde vorkommen, wenn man da plötzlich keine Kommentare mehr abgeben könnte. Gerade das macht einen guten Blog ja in meinen Augen erst lesenswert!
Sicher, auch ich habe mit Spam zu kämpfen. Manchmal ist das sogar sehr viel, immerhin habe ich momentan gerade einmal 186 erlaubte Kommentare und genau heute 1900, die Spam sind.
Na und?? Hier läuft inzwischen Antispam Bee von Sergej Müller sehr zuverlässig. Wenn die Leute mit ihren Blogs eher auf SEO anstatt auf ihre Besucher achten sind sie doch selber schuld für den Schrott, der sich da sammelt! Mein Blog ist überhaupt nicht optimiert, aber ich brauch den Schmarren auch nicht.
Ich möchte jetzt keine Werbung machen, aber gib doch mal jemand bei Google als Suchbegriff “add-on seamonkey” ein. Mein “kleiner” Blog ist unter den Top 10, was will ich mehr? Da findet man kein Facebook, Twitter oder Google+.
Ehrlich gesagt wird mich ein Blog ohne Kommentarfunktion kaum jemals wieder sehen. Wenn ich zu einem Artikel nicht einmal mehr meine Meinung äußern darf, dann ist der Blog für mich auch keinen weiteren Besuch wert.
Mein Feed-Reader (Die sind ja angeblich auch schon tot!) bekommt nur Feeds von Blogs, bei denen ich auch einen Kommentar hinterlassen kann.
Bin ich mit meinen 46 Jahren vielleicht schon zu alt für das Internet? Ich glaube kaum, denn ohne meine Generation wären wir noch gar nicht soweit wie jetzt!
Edit: Da gab es am 08.09.2011 auch schon ein entsprechendes Thema bei Webmaster Friday!
Edit zum zweiten: Könnte sich jemand im Ernst “Basic Thinking” ohne Kommentare vorstellen???
Bloggende Grüße aus den tiefsten Tiefen von TmoWizard’s Castle zu Augsburg
Mike, TmoWizard
Ganz davon abgesehen, Möglichkeiten um einen Großteil des Mülls heraus zu filtern gibt es doch für Blogs jeder Größenordnung genug.
Viele Grüße aus dem Norden,
Kai Köpke
Mit Trollen habe ich eigenltich nicht zu kämpfen. Vielleicht liegt das auch daran, weil ich über ein sehr spezielles Thema schreibe.
Liebe Grüße aus Sachsen
Caro
okay gibt zwei Seiten der Medaille: 1. auf 50 Spam-Kommentare kommt ein echter und bei dem ist es 50:50 ein SEO. Zweitens, wenn man aber die Besucher hat, dann kann man denen ja immerhin auch etwas verticken, sozusagen Bückware loswerden, wenn man so einen Blog hat. Wenn nicht, dann braucht man die Kommentare.
Je nach Seiteninhalt verändert sich übrigens auch die Anzahl der SEO-Comments zu den echten. Gerade wenn die Leute interessiert bei einem speziellem Thema nachfragen.
Gruß
Marc
[...] Immer mehr Blogs schaffen die Kommentare ab. Zu Recht? [...]
a) keine anonymen Kommentare erlauben. Jeder Schreiber muss sich outen! Ggf. über ein Profil. welches angelegt werden muss.
b) Kommentare werden bewertet und können von anderen als sinnlos oder “daneben” markiert werden.
c) Nutzer, die gegen ein höfliches Miteinander unterwegs sind oder nur spammen, werden für eine gewisse Zeit ausgeschlossen.
Das nennt man auch Erziehung! Und ja, der Blog ist immer ein Spiel- oder Arbeitsumfeld, welches besucht wird. Als Gast muss sich halt entsprechend benommen werden.
Ich bin also gegen eine generelle Abschaltung der Kommentarfunktion aber für eine striktere Handhabung, die durch die Crowd kontrolliert wird.
Shut Up – Automatisch Kommentare auf Webseiten ausblenden…
Die Tage konnte man wieder von der Diskussion lesen, ob Kommentare auf Webseiten überhaupt noch sinnvoll sind in Zeiten von liken, plussen und tweeten. Nimmt man beispielsweise youtube, findet man zig geistreiche Kommentare zu jedem Videobeitrag. Wer s…
Derzeit bekomme ich statt SPAM-E-Mails nun SPAM Blog Einträge – ein richtiger Fortschirtt. In meinem Blog habe ich bisher nur vernünftige rückmeldungen per E-Mail erhalten, aber nicht per Kommentar.
[...] bin ich über den Artikel Immer mehr Blogs schaffen die Kommentare ab. Zu Recht? auf basicthinking.de gestolpert, in der man sich fragt ob die Idee sinnvoll ist in den Blogs auf [...]
es ist schön zu Wissen das ich nicht der einzige bin der darunter leidet. (Auch wenn bisher nur an Spam-Kommentaren)
Daher habe ich vor einiger Zeit die Kommentarfunktion abgeschaltet, was die Spambots trotzdem nicht daran zu hindern scheint mir Spam zu schicken.
Leider muss ich aber zugeben das ich die Kommentarfunktion sehr wichtig finde, und mich auch schon im Web umgeschaut habe was man gegen Spam alles unternehmen kann. Dabei bin ich auf keine wirklich effiziente Möglichkeit gestoßen dies zu verhindern.
Ich denke das ich demnächst eine Kommentarfunktion benutze die einen Login, also ein Nutzerprofil, benötigt um dieses Problem zu beheben.
Das wird vermutlich viele Nutzer abschrecken einen Kommentar zu verfassen, da sie sich ja erst anmelden müssen, aber ich denke das die Qualität der Kommentare dadurch auch zuehmen wird.
Grüße Johannes
Evtl gibts ein einfaches gutes Plugin
Natürlich fühle ich mich freier, wenn ich kein negatives Feedback zu meinen Artikeln erhalte. Aber dann bin ich auch nur Künstler und kein Blogger mehr!
Ist das Abschalten von Kommentaren in Blogs gleichbedeutend mit einer Bankrotterklärung des gesamten Blog-Systems? Worin – wie oben schon angeklungen – unterscheidet sich dann noch ein Blog von einer traditionellen redaktionellen Webseite? Ich jedenfalls würde das präventiv als Alarmsignal für die gesamte Blogosphäre betrachten. Offenbar bieten Soziale Gemeinschaften wie Facebook oder Google+ exakt die Möglichkeiten an, deren Entwicklung die Blogs entweder verschlafen oder einfach alleine nichts entgegenzusetzen haben: Gemeinschaftssinn unter einem gefühlten gemeinsamen Dach. Blogger zu sein war mal cool und anders, heute haut das niemanden mehr vom Sessel. Google+ ist cool, Facebook ist (noch) cool – und vor allem funktional und flexibel nutzbar. Die Vorteile davon für Blog-Kommentare zu nutzen, Kommentare sozusagen “outzusourcen”, verhindert nicht den Untergang der Kommentar-Wichtigkeit als solche.
Zu guter Letzt muss man sich aber fragen, wie wichtig Kommentare (wie meiner hier) überhaupt für die jeweiligen Blogs einzuschätzen sind. Zählen bei Blogs nicht vielmehr hochkarätige und alternative Inhalte, als abstrahierte und in den meisten Fällen absolut vernachlässigbare Kurzkommentare? Ist das virale Marketing durch Verlinkungen und Empfehlungen nicht um ein vielfaches wichtiger, als seine Zeit mit der Prüfung und Sichtung von Blog-Kommentaren zu verschwenden? Ich bin der Meinung: Ob nun Kommentar-Funktion oder nicht, das spielt überhaupt keine Rolle. Besinnt Euch wieder auf das, was gute Blogs früher schon auszeichneten: Wichtig sind ausgefallene Inhalte, geistige Anregungen, visionäre Ansichten und qualitative Essays fernab des Mainstreams. Leider verfallen zuviele Blogger in eine Art Selbstbeschäftigungstherapie aus belanglosen Inhalten und noch belangloseren Kommentaren – wie z.B. allein schon dieses Blog-Thema hier. Was interessiert die Welt, ob Blogs Kommentare zulassen, oder nicht? Mich jedenfalls nicht – obwohl ich zugeben muss, dass diese Gelegenheit zum Schreiben dieses Kommentars etwas Hoffnung aufblitzen lässt ;)
[...] tot seien. Letzte Woche wurde das Thema dort erneut aufgegriffen und darüber nachgedacht, ob man die Kommentarfunktion nicht besser gleich ganz abschalten solle. Sebastian Fiebiger hat darauf eine kurze, prägnante Anwort: Ein Blog ohne Kommentare, ist [...]
Meine Meinung ist klar: Kommentare müssen drin bleiben. Egal wie hoch der Aufwand ist. Es geht doch um Dialog, wie soll der sonst im Blog stattfinden? Die Alternative wäre wirklich, auf den Blog zu verzichten und ganz auf Google+ zu setzen.
[...] In diversen Blogs wurden bereits die Kommentare abgeschafft und immer mehr Blogbetreiber prüfen jeden Beitrag vor Freischaltung auf Werbung. Es befindet sich ”in letzter Zeit auffallend viel plumper Spam unter den Kommentaren, um den man sich trotz eines Spam-Filters praktisch rund um die Uhr kümmern könnte. Dann wird gefühlt mehr als die Hälfte der Kommentare aus SEO-Gründen geschrieben. Vermutlich stehen wir noch in den meisten Spam-Listen, obwohl wir vor einigen Wochen den längst überfälligen Schritt gegangen sind und die Links in unseren Kommentaren auf Nofollow gesetzt haben” schreibt Jürgen Vielmeier auf Basicthinking. [...]
[...] dazu: Immer mehr Blogs schaffen die Kommentare ab (Basicthinking) – meine 2 Cent: Ein Blog ohne Kommentare, ist kein Blog. [...]
Ich denke es kommt darauf an und pauschal muss das jeder für sich selbst entscheiden.
@Dominik: Wahres Wort gesprochen. :) Und das Beispiel zeigt, dass auch verdammt gute Kommentare möglich sind. Wenn es doch nur immer so wäre…
Gekommen bin ich auf den Beitrag, weil ich danach gegooglet hatte, ob man ohne schlechtes Gewissen einen Großteil der Blog-Kommentare in den Papierkorb verschieben kann.
Die Frage hat sich zumindest durch diese Diskussion erledigt für mich, danke!
Außerdem fühle ich mich freier, das merke ich immer wieder, wenn ein Beitrag von mir verlinkt wurde. Sofort verspüre ich den Ansatz, es jemandem aus Gefälligkeit recht machen zu wollen.
Beim Lesen von anderen Blogs bin ich widersinnerweiset selber pro Kommentare.
@Nico: Du glaubst gar nicht, wie viele Spam-Filter wir schon ausprobiert haben, und wie viel da trotzdem noch jeden Tag durchrutscht oder fälschlich im Spam-Ordner landet bzw. was zusätzlich an offensichtlichem SEO-Spam hinzukommt. Da kann man schon in Versuchung kommen, das alles abzustellen – was wir aber nicht vorhaben.
[...] Webwriting-Magazin.de Basicthinking.de Perun.net [...]
Manche haben zwar Probleme mit SPAM oder Nörglern
doch ich persönlich werde die Funktion aufrechterhalten
solange es geht. Denn viele schreiben wirklich gute und
sinnvolle Kommentare. Manche Anregungen sind wirklich gut.
Schade dass es bergab geht. Aber mir scheint es, dass auch
immer mehr Webseitenbetreiber unter Egomanie leiden.
Mehr oder weniger. Nur ich, nur ich, nur ich.
@Nico: Über Disqus habe ich auch schon nachgedacht. Aber dann hostest du deine Kommentare praktisch auf einer Fremdplattform und musst dich zum Kommentieren erst einloggen… Ist ja bewiesen, dass die Kommentare dann weniger und weniger gehaltvoll werden.
[...] Blogs haben sie bereits abgestellt, weil vieles einfach auf die Nerven geht. Kommentarsysteme wie Disqus halten zumindest einige [...]
[...] das Basic-Thinking-Blog hat sich vor ca. 2 Monaten mehr oder weniger eingehend mit dem Thema befasst. Der Trend ist jedoch [...]
Aber schon sehr schwer vorstellbar, ein Blog ohne Kommentare. Dann kann ich auch ein CMS aufsetzen^^
Durch ausgefeiltere Technik wird es immer schwieriger, ernsthafte Kommentare von Spam zu unterscheiden. Doch wenn der Beitrag zum Thema passt, warum sollte ich ihn löschen? Welchen Nachteil habe ich? Im Grunde keinen! Wenn man einen Blog betreibt, muss man “leider” damit rechnen, dass nicht alles 100% real ist. Aber Hauptsache liken, sharen und empfehlen… Aber Kommentare sind unerwünscht!
[...] J. (2012). Immer mehr Blogs schaffen die Kommentare ab. Zu Recht?. Online im Internet:www.basicthinking.de/blog/2012/01/05/immer-mehr-blogs-schaffen-die-kommentare-ab-zu-recht/ (aufgerufen am 03.03.2012) Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Allgemein und [...]
@Jens: Dann hier einmal ein ironiefreies Danke zurück. ;)
Die weiter oben erwähnten Möglichkeiten, Kommentare per FB einzubinden, halte ich für unpraktikabel, es muß nicht jeder auf meinem Profil lesen können, was ich in Blogs kommentiere. Hatte dieses letztens auf einem US-Blog gemacht und mußte dann bei FB rein und meinen Beitrag dort auf unsichtbar stellen – zu umständlich und auch nicht gut für den Kommentiertrieb.
Ich würde z.B. nur 5 Kommentare pro Posting zulassen.
Oft sind dann Beiträge sowieso veraltet.
Was passiert, wenn man dies nicht macht kann man an Funk und Fernsehen erkennen. Da ist aus einem Informationsportal ein Meinungsmache-Portal geworden, da die immer einfach vorgeben wie die Meinung der Bevölkerung “wohl” ist. Wären da Kommentarmöglichkeiten, dann würden da ganz andere Ergenisse entstehen.
Lieben Gruss
Markus
http://www.shopderenergie.de
Ich finde Kommentare echt wichtig.
Leute teilen Erfahrungen und können auch warnen!