Der Verfall der VZ-Netzwerke geht weiter
Kennt ihr das Gefühl, dass etwas immer weniger genutzt wird, es aber eigentlich kaum noch jemanden interessiert?Genau das scheint bei den VZ-Netzwerken der Fall zu sein und ich muss gestehen: auch ich kann mich nicht mehr an den Zeitpunkt erinnern, zu dem ich mich das letzte Mal dort eingeloggt habe, um mit Freunden von mir zu kommunizieren. Mein fast kompletter Freundeskreis ist bei Facebook online und selbst Google+ nutze ich mehr als das FreundeVZ.
Am besten lässt sich der Niedergang der VZ-Netzwerke anhand der neu vorgestellten IVW-Zahlen dokumentieren. Dass es zwischen November und Dezember sowohl mit Visits als auch mit Page Impressions (PI) weiter abwärts ging, hat mich gar nicht mal unbedingt überrascht. Jürgen hatte ja bereits im Dezember den Teufel an die Wand gemalt… Wenn man sich aber einen Jahresvergleich vor Augen führt, kann einem echt Angst und Bange um die in Berlin heimischen Netzwerke werden.
Nach aktuellen Zahlen kamen die VZ-Netzwerke im Dezember bei 1,24 Milliarden PI auf 77,35 Millionen Visits. Das waren im Vergleich zum Vormonat knapp 8 Prozent weniger Besucher und knapp 12 Prozent weniger Seitenaufrufe. In Zahlen ausgedrückt: im November 2011 langen die PI noch bei 1,40 Milliarden, flankiert durch 84,01 Millionen Visits.
Und jetzt festhalten: wenn man ein ganzes Jahr in den Dezember 2010 zurückblickt, wird der Verfall der VZ-Netzwerke so richtig deutlich. Damals konnten noch satte 347,49 Millionen Visits und 8,57 Milliarden (!) PI verzeichnet werden. Die klare Botschaft der Zahlen: die VZ-Netzwerke haben gegen die amerikanische Übermacht von Facebook und Google keine Chance – allen Datenschutzbedenken zum Trotz.
Und noch etwas macht deutlich, dass bei den VZ-Netzwerken in den zurückliegenden Monaten ziemlich viel falsch gelaufen sein muss. Das Netzwerk wer-kennt-wen.de kam im Dezember auf 1,56 Milliarden PI und 75,63 Millionen Visits. Bei den PI hat WKW die Berliner Konkurrenz also schon überholt, bei den Visits ist man ganz dicht davor. Aber: auch das zu RTL Interactive gehörende Portal hat in den letzten zwölf Monaten deutlich Federn lassen müssen. Im Dezember 2010 wurden noch 3,95 Milliarden PI und 154,09 Millionen Visits ausgewiesen.
Gemessen daran, dass ich einst mehrfach täglich bei studiVZ und später meinVZ unterwegs war, ist der Untergang echt mehr als bitter und das Ende vielleicht näher als wir uns alle vorstellen können…
(Hayo Lücke)
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· read: 8067 · today: 12 · last: 19. May 2012






Ich meine, beileibe, ich hätte gern diese 70 Mio Visits. Aber man muss bedenken, dass da n riesen Laden dahintersteht, der entsprechend mit Geld am Leben gehalten werden, das erst mal verdient werden muss… Von daher…
Naja. Für mich ists in keinster Weise schade.
http://wannstirbtstudivz.com/
gibt einen Counter dafür.
Aber selbst dran schuld. Facebook und Google sind harte Nüsse – aber wenn man selbst Monate nach der Entwicklung des “neuen Systems” noch nichts davon weitergebracht hat, dann ist da etwas sehr im Argen.
Kleinstes Beispiel: die Farbumstellung bei SchülerVZ wäre so einfach… Derzeit läuft Final und Beta in verschiedenen Farben.
Anderes Beispiel: dass seit Monaten (!!) sich nichts an der Beta geändert hat. Will man etwa das Profil ändern, wird man ins Alte SVZ geleitet. Selbst das sollte ein einzelner Developer schneller hinbekommen!!
@8 Marcus
Es wird sicher nicht mehr allzulang dauern und die Schlagzeile heißt : “ Der Verfall von Facebook geht weiter ” weil jemand etwas neues “Besseres” entdeckt hat für diesen Internet-Mob.
Je spektakulärer und dümmer umso besser, das Netz ist in der Hatz nach Datenprofilen und AdWords Werbeklicks dort Angekommen wo das priv. Fernsehen wegen Einschaltquoten mit “Dschungelcamp” oder “Bauer sucht S.. ” schon länger ist.
Ich kann den Tag kaum erwarten, an dem die Breite Masse selbst von Facebook weg ist.
Bis halt das letzte bisschen Gewinn weg ist, und dann wird halt der Hebel umgelegt.
Schmeißt das Ding weg oder macht es öffentlich zugänglich. Vielleicht finden sich ja ein paar Jungs die sich auf Diasporas Spuren begeben und damit noch ein paar Jährchen Erfolg haben.
Damit werden die Netzwerke ja auch immer unineressaner, und ich musste mich im letzten Jahr kein einziges Mal in WKW einloggen, weil einfach ncihts passier ist.
Wenigstens ist es mit einem Netzwerk für alles einfacher und übersichtlicher geworden….
[...] Sie verloren offenbar im Dezember im Jahresvergleich mehr als drei Viertel der Seitenbesuche. Basic Thinking, [...]
Facebook hat einen sicheren Stand im Moment. Dieses kann sich aber auch ändern. Computer war mal IBM, Suche im Internet mal Yahoo und Handy war Nokia,…
“Kennt ihr das Gefühl, dass etwas immer weniger genutzt wird, es aber eigentlich kaum noch jemanden interessiert?”
Kennt ihr das Gefühl, wenn ein Artikel schlecht geschrieben und mit ner reißerischen Überschrift verziehrt ist, ABER echt nicht lesenswert?
Wie hier bereits erwähnt wurde, war es wirklich nur eine Frage der Zeit und letztenendes wird irgendwann auch Facebook das selbe Schicksal ereilen. Auch wenn das meinetwegen noch seine Zeit dauern wird, werden wir wohl nie ohne soziale Netzwerke dastehen. Die Frage ist, ob wir nicht bald gänzlich die Nase voll davon haben?!
Einzige Möglichkeit zum Überleben sehe ich in einer umfangreichen Neuausrichtung und nicht wie beim letzten Relaunch in kleinen unrelevanten Details.
Zum Beispiel die Richtung “Lernplattform”, um ein Beispiel zu nennen.
„Wann kommen denn mal ein paar Neuerungen?“
Während Facebook an Schnittstellen für Apps & Co bastelte, tat sich bei den VZ-Netzwerken so gut wie gar nichts.
Schon damals wunderten mich die Stellenausschreibungen – Da wurden Programmierer ohne Ende gesucht, doch wofür eigentlich?
Für mich sind die VZ-Netzwerke das beste Beispiel von schlechtem Management und einer Fehlplanung, wie es sie so wohl kein zweites Mal gibt.
Ich glaube auch, dass die VZNetzwerke nicht mehr lange überleben werden. Das typische Samwerkonzept mit dem Verkauf an das amerikanische Original hat hier ja leider nicht funktioniert. Mal schaun, ob Holtzbrink mehr einfällt als den myspace-Eigentümern. Weil ein seriöser Käufer dürfte auch für die VZNetzwerke nicht zu finden sein.
Die Trennung in Schueler-, Studi-, Mein- und WasWeissIchVZ war auch immer hirnrissig ohne Ende, die haben sich Zersplitterung der Communities ja selbst gebastelt.
Wie recht du hast, erst StudiVZ, dann SchuelerVZ und MeinVZ. Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht. Facebook war zuerst ja auch nur für Studenten gedacht, da hat man es aber klug gemacht und ein Portal für die Allgemeinheit geschaffen. den Schritt hat man bein VZs leider verpasst.
Es gab früher schon mal einen ähnlichen Fall da verloren Anleger ihr gesamtes Vermögen weil Sie investiert haben. Mit fällt leider gerade der Name nicht ein.
War auf jeden Fall ähnlich. Ich denke einfach wenn Facebook (warum auch immer) die Schoten dicht macht ist das Geld weg. Man hat ja nichts Wertvolles in der Hand. Die Server, das Design, aber im Grunde ist es nichts anderes als virtuelle Spielerei oder?
Aber ich bin auch der Meinung, dass Facebook irgendwann in den nächsten Jahren zum alten Eisen gehören wird und es nicht mehr “The Big Thing” sein wird.
Dem Trend hinterherrennen ist eben so eine Sache. Selbst wenn man lange dagegen stemmt: irgendwann ist die Mehrheit übergelaufen und es wird schlicht und ergreifend einfacher und bequemer, mitzuziehen. Bei mir war es so. Besser alle Kontakte auf Facebook, als Teile hier und andere dort… Und was den Datenschutz angeht: klar, Facebook hat meine Daten, aber ich kann immer noch ein Stück weit mitbestimmen, welche das sind.
Wenn ich bei FB in einer Gruppe beitrete, werde ich direkt mit Penetration in meinem Newsstream überflutet.
[...] es stimmt. Die VZ-Netwerke stehen am Abgrund. Hayo schrieb am Montag von den vernichtenden IVW-Zahlen, nach denen das einstige deutsche Vorzeigenetzwerk inzwischen nur noch auf einer Höhe mit [...]
[...] ist eigentlich mit den VZ-Netzwerken los? Einen Kommentar dazu gibt's unter basicthinking.de. Auch passend zum [...]
Wenn es soweit geht werden wir in zwei Jahren sehen, dass die VZ-Netzwerke für ein Appel und Ei bei Ebay verscherbelt werden ;)
Die Innovation muss es erstmal geben, die Facebook den Rang ablaufen könnten. Mit deren finanzieller und programiertechnischer Power, ist ein gleichziehen immer nur eine Frage von Tagen und Wochen. Wirkliche Innovation ist nur sehr schwer vorstellbar.
[...] nun tief in der Wühlkiste nach Argumenten graben, aber das haben wir ja im Grunde schon oft genug durchgekaut. Fest steht: die bis heute eher starren Interaktionsmöglichkeiten und vor allem [...]