Doodle Unplugged: Offline Termine finden

Jürgen Vielmeier

Viele von euch nutzen Doodle als Tool, um online Termine abzustimmen. Der Trend der vergangenen Jahre geht zwar klar hin zum papierlosen Büro, aber das Startup wagt sich jetzt zusätzlich in die Offline-Welt. Heute bekamen wir Post, Schneckenpost. Darin befand sich Doodle Unplugged, ein Block, um das Tool auch offline zu nutzen. Einfach Teilnehmende eintragen, Datum und Uhrzeit vorschlagen, aus den Terminen die Summe bilden. Fertig.

Halt amal: Aus Terminen die Summe bilden? „Das Blatt herumreichen oder faxen“? Alles klar… Und ich muss gestehen, da heute nicht der 1. April ist, bin ich prompt drauf reingefallen. Hätte ich die Post mal genauer gelesen. „Lieber Hayo Lücke„, heißt es nämlich dort, addressiert an meinen gleichnamigen Kollegen. „Wir freuen uns, nach langjähriger Entwicklungsphase unser jüngstes Produkt für das vereinbaren von Terminen zu präsentieren…“ Langjährige Entwicklungsphase, ist klar.

Und hätte man den beiliegenden Brief genau gelesen, hätte man den fehlenden Ernst hinter diesem Projekt spätestens an Sätzen wie diesem gemerkt: „Sie können den jeweiligen Umfragezettel problemlos unter mehreren Personen kreisen lassen – sei es persönlich, per Fax, mit dem Fahrradkurier oder per Brieftaube.“ Im Blogeintrag zu Doodle Unplugged heißt es: „Wir garantieren Ihnen, dass Sie mit Doodle Unplugged Ihren Termin in weniger als einem Jahr geplant haben!“

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Ha, das wird sogleich ausprobiert. Wehe, wenn das nicht stimmt!

Man schickte uns das neue Tool als Abreißblock, es gibt ihn aber auch als PDF. Wem das alles „zu modern“ ist, den verweisen die Anbieter auf das altmodische, herkömmliche Online-Tool Doodle.com. Schöne Idee. Ich finde, wir sollten gleichmal einen Aktion starten, um einen gemeinsamen Termin zum diesjährigen Ostersonntagsbrunch um 11 Uhr im „Neuen Wartesaal“ in Köln zu finden. Wem darf ich einen Postkutschenreiter vorbeischicken?

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(Jürgen Vielmeier)

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Jürgen Vielmeier ist Journalist und Blogger seit 2001. Er lebt in Bonn, liebt das Rheinland und hat von 2010 bis 2012 über 1.500 Artikel auf BASIC thinking geschrieben.