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DFB verbietet den Nationalspielern, Blogs zu betreiben

Adamsna, das ist doch mal ne dolle Sache… kaum schließen Jungs wie Kevin einen Werbevertrag mit Microsoft ab, um mitunter auch zu bloggen und was ist… Schreibsperre ganz im Sinne der Väter der freien Sprache, RP-Online dazu:

Klinsmann und Bierhoff haben entschieden, „keine Kolumnen, Tagebücher und kommerzielle Internetaktivitäten der Spieler während der unmittelbaren Vorbereitungszeit ab dem 15. Mai 2006 und der Fußball-Weltmeisterschaft 2006“ zuzulassen.

Grundsätzlich stellte Bierhoff dazu fest: „Wir können gut nachvollziehen, dass die Spieler während der WM das Schreiben von Tagebüchern auch werblich nutzen möchten. Wir haben uns aber dazu entschlossen, die klare Linie vorzugeben, dass es in dieser Zeit keine Zusagen für andere Verpflichtungen geben soll und die Konzentration sich alleine auf den sportlichen Bereich richten soll. “ Diese Regelung, über die die Spieler schon im vergangenen Jahr informiert worden waren, wurde bereits bei vorangegangenen Welt- und Europameisterschaften praktiziert. Diese Entscheidung wurde auch Roger Wittmann, dem Berater von Nationalspieler Kevin Kuranyi, mitgeteilt. Der Schalker Stürmer hatte kürzlich einen Vertrag mit dem Software-Unternehmen Microsoft abgeschlossen. Dieser enthielt unter anderem eine Vereinbarung, dass der Spieler während der WM ein Online-Tagebuch führen solle.

via 11Helden

Hm… da hat man nicht wenig Lust, einen „Free Kevin“-Blog aufzutun. Ob die Spieler dann auch nicht Fernsehen, Entspannen, Frauen etc…. genießen dürfen? 4 Wochen Alcatraz? Ui…

da stelle sich noch einer hin und sage, in China würden Blogger zensiert werden. Dort dürfen sie ja wenigstens schreiben, im freien, westlichen Deutschland darf man nicht mal ein Blog aufmachen :-))

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Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

17 Kommentare

  • werde Steve B. anrufen, ob er mir einen Monkeydance sponsort, damit es gleich PR wirksam losgehen kann… „i have four words for you… let kevins blog free!.. uyeahhhhhhhhh“

  • Och, ähnliche Verordnungen gab es doch bereits bei Olympia, auch wenn da nicht der Verband sondern die Olympia-Veranstalter einen Maulkorb verpasst haben …
    Auf der einen Seite ein wenig blöd für die Fans, auf der anderen Seite aber auch nicht sooo unverständlich, vor allem unter Bierhoffs Begründung. Oder?!

  • Der Vergleich China/Deutschland ist gar nicht mal so verkehrt, obwohl die Motive anders sind. In China werden Blogs zensiert weil man gegen das Regime wettert. In Deutschland werden sie direkt mal nicht gestattet, und ich unterstelle dem DFB da gnadenlos einen kommerziellen Gedanken. Kostenlos etwas von unseren WM-„Stars“ zu bekommen? Undenkbar, wenn man damit auch Kohle machen könnte. Würde mich nicht wundern, wenn demnächst das Kevin Kuranyi Biographiebuch oder so kommt, 29,95€, erhältlich in jedem Buchhandel.

    Aber mit dem Start der Aktion, da sollte „Weg mit Kevin!“ sich wohl lieber erstmal umbenennen 😉

  • Vertrag ist Vertrag, niemand zwingt die ja, den Vertrag zu unterzeichnen, oder?

    In China gibt es aber keinen Vertrag, nur das Leben an sich.

    Da sind schon himmelweite Unterschiede. In den Motiven, vielleicht weniger in den Methoden.

    Überhaupt, was ist Fußball?

  • Wenn das doch nur noch so wäre. Aber die Entscheidung des DFB uns „das Leben“ des Kevin vorzuenthalten, zeigt doch nur einmal mehr, das Fußball mit Leben nicht mehr so ganz viel zu tun.

  • den herren geht halt das Muffesausen, daß die Jungs nicht 101.9999% geben, sondern durch Dinge wie Essen, Schlafen und Bloggen abgelenkt werden könnten. Gerade Bloggen ist sehr gefährlich für die Leistungsfähigkeit :-))

  • Schaut euch das Kevin-Blog mal an. Lest das mal in Ruhe durch. Ich denke, man muss kein Spreachtheoretiker sein, um zu dem Verdacht zu kommen, dass Kevin da nicht frei von der Leber weg im Adler-Suchsystem (4-4-2) ins Blog getippt hat, sondern, dass das ein Ghostwriter geschrieben hat. Das beliebte Spielchen: Ich stammle ein paar Wörter im Kabinengang und ansonsten lasse ich die Kommunikation von Profis erledigen.

    Zensur? China? Der Blogosphäre ist durch das Biermann-Verdikt nichts anderes entgangen als ein paar weitere blutlose PR-Blogs in lavierendem Verlautbarungsdeutsch, kaschiert durch den ein oder anderen vermeintlich persönlichen Appetithappen für die Groupies. Just my 2 Cent.

  • Ach Andreas! Jetzt hast Du uns alles kaputt gemacht. Das wussten wir doch. Aber wir hatten es bis gerade noch romantisch verdrängt.

  • Kuranyi soll stürmen statt bloggen

    Ist der Deutsche Fußballbund (DFB) tatsächlich so modern und offen, wie er sich anlässlich der nahenden Weltmeisterschaft 2006 gibt? Zweifel hieran sind angebracht. Befürworten es zunehmend mehr Unternehmen, wenn ihre Mitarbeiter bloggen, hat der…