RSS: Volle Text oder nur Auszug

Robert Basic

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anlässlich des Artikels über RSS Feeds (lange oder kurze Feeds) hat sich schnell eine Diskussion über den „richtigen Feed“ entwickelt. Manche Leser bevorzugen den kompletten Feed, manch andere eher kurze Auszugstexte (und müssen dann auf das Blog, um den kompletten Artikel zu lesen). Fassen wir zusammen, was die Meinungen waren + Argumente, die unterwegs im Netz aufgeschnappt habe:

Lange bzw. komplette Feeds:
– Leser muss nicht auf das Blog, kann bequem im RSS Reader die neuesten Artikel lesen. Wenn er sich dann per Kommentar beteiligen möchte, besucht er eben das Weblog
– Manch ein Offline-RSS Reader speichert die RSS Feeds, so kann er auch unterwegs ohne Internetverbindung in Ruhe seine abonnierten Blogs/Feeds durchlesen
– Nachteil: Komplette Feeds laden Contentanbieter ein, sich eigene Webseiten aufzubauen und mit fremden Content die eigenen Werbeeinnahmen zu erhöhen, zudem ziehen sie Leser ab (Hypothese, das mit dem Trafficschwund… ich sehe das sehr neutral… wenn Leser einen Blog gut finden, werden sie ihn auch direkt besuchen). Zudem liefe man Gefahr, von Google wegen doppeltem Content abgestraft zu werden. Aktuelles Beispiel: BloxBox. Allerdings: Das wäre nur dann eine Gefahr, wenn der Dritte nur und ausschließlich Deinen Feed benutzt, um seinen Content zu stellen.
– Nachteil: Wenn es stimmt, daß Full Feeds weniger Traffic auf dem Blog erzeugen, dann sind damit zwingermaßen die Werbeeinahmen (AdSense und Co.) geringer
– Nachteil: Der Leseeindruck eines kompletten Feeds kann bei langen Artikeln und hoher Postingfrequenz den RSS Leser ermüden. Dem kann man vorbeugen, indem man lange Artikel in kleinere Häppchen unterteilt und visuell hervorhebt (Überschriften)
– Nachteil: Man sieht den Erfolg einzelner Artikel nicht, da sich ein Teil der Leser nur im RSS Reader aufhält. Halte ich persönlich für kein Argument. Der Anteil der Direktleser reicht aus, um die Aufrufzahlen der einzelnen Blogartikel vernünftig vergleichen zu können.

Kurze Feeds:
– Kürzere Feeds teasern nur an. So sieht man schneller, was interessant oder uninteressant ist. Gerade bei Viellesern (viele RSS Abos im Reader) ein Vorteil mE, um sich schnell ein Bild zu machen. Wichtig dabei: Treffende Überschrift und Tags mitgeben
– höherer Traffic, da Leser gezwungen wird, Weblog zu besuchen, um ganzen Beitrag zu lesen
– höhere Werbeeinnahmen, wegen erhöhtem Traffic (wohlgemerkt, ich folge dieser Theorie nicht, daß man geringeren Traffic bei Full Feeds hat)
– Nachteil: Kurze Feeds zwingen den Leser aufs Weblog, das kostet unnötig Zeit
– Nachteil: Mit einem Kurzauszug sieht man uU die spannenden Sachen nicht bzw. umgekehrt, man merkt erst auf dem Weblog, daß der Artikel lang und unnütz ist. Wie ein guter Kinotrailer im Gegensatz zum eigentlichen Film 🙂

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Königsweg = Mittelweg = Beide Feedtypen?
Ich habe mich nun entschieden, beide Feedtypen anzubieten. Siehe oben rechts in der Sidebar das RSS Icon „Full“ und „Short“. Der Full Feed wird aus WordPress gespeist und der kurze Feed aus Feedburner (Menuepunkt Optimize -> Summary Burner), da man in WordPress nicht beide Feedtypen parallel auswählen kann.

Wann biete ich einen Full Feed an?
Wenn ich es dem RSS Leser so bequem wie nur möglich machen will. Mit den o.g. Einschränkungen bei langen Artikeln! Wenn ich Berater bin und mich freue, auf allen möglichen Webseiten meine kompletten Artikel zu sehen. Aber Achtung: Ohne Quellangabe gibts auf die Finger. Wenn ich also keine Bange vor Contentklau habe (obwohl das ein besserer Spider auch ohne Feed ebenso gut kann).

Wann biete ich einen Short Feed an?
Wenn ich der Meinung bin, daß mir das mehr Leser auf dem Weblog bringt. Wenn ich eine Seite betreibe, die von Klick-Werbeeinahmen oder Einblende-Werbeeinahmen lebt. Oder eine Seite betreibe, die einen angeschlossenen Shop hat, um dem Leser die neuesten Angebote vor die Nase zu halten. Prinzipiell also, wenn ich irgendwas auf der Webseite habe, das der Leser unbedingt mitbekommen soll.

Weitere Meinungen
Robert Hartl via Kommentar:

Ich persönlich will, dass die interessierten Leser auf meine Webseite kommen. Das erreiche ich mit Voll-Feeds regelmäßig nicht.

Gründe:
– ich habe mir viel Mühe für ein individuelles Webdesign mit Zusatznutzen in der Sidebar je nach Ansicht etc. gegeben. Ich will, dass das jemand sieht und nutzt.
– es finden sich neben des Bloginformationen auch andere Bereiche, die sich erweitern, ändern, …
– Content-Klau erschwehren.
– da die meisten die Feeds sowieso nur scannen und anlesen, macht es aus meiner Sicht nur etwas mehr als einen Klick aus. Wenn der zuviel ist, okay.

Marcel Widmer hat dafür eine teffende Metapher gefunden: Ein Feed ist wie eine Speisekarte. Gegessen wird quasi auf der Homepage – aber nur auf Bestellung je nach Gusto (wie die Österreicher sagen/schreiben würden). Übrigens könnte man ja die Feed-Urls mit rel=nofollow entwerten. Damit schließe ich aus, dass die Feeds in den Suchergebnissen davor sind und als doppelter Content in Frage kommen. Gegen Klau und Repost hilft das nur bedingt.

Monika via Kommentar

Ich gebe es zu für die Dankbarkeit ganz weniger Leser und Leserinnen kann ich es mir nicht leisten (monitär) WebDesign zu Testzwecken mit ganzem Feed auszustatten.

Und da hat sich gewiss nicht ganz Unrecht.

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Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.