Sonstiges

Blog-Vermarkter

hatte gestern, wie einige andere Blogger die letzte Zeit auch, einen Anruf von Herrn F.H. erhalten. Der Mann verfolgt proaktiv die Idee, ob und wie man Blogs vermarkten könnte. Das Telefonat war recht ausführlich und lang, auch wenn wir einige wichtige Eckpunkte nicht besprochen hatten (eben das Kernthema: was ist eine geeignete Vermarktungsstrategie, wie angepasst muss Marketing auf Weblogs sein, welche Werbenden kommen in Frage, etcpp). Mein Weblog ist auch zu einem Teil ein Experimentierlabor, seit jeher, sei es als Alternative zu herkömmlichen Networkingmechanismen, sei es als neues Spielzeug nach meinen langjährigen Forenaktivitäten, egal welche Richtung. Und klar, das Weblog ist mir bisher von allen Formen der Netzaktivität am meisten ans Herz gewachsen. Im Gegensatz zum „Durchschnitt“ der Blogger habe ich auch wenig Risikobedenken bei den Experimenten, dass man sich was kaputtmachen könnte, von wegen Digital Reputation, irgendwelchen Rankings oder Traffic. Solange man es nicht übertreibt, sich mit den Lesern abstimmt (meine Haltung kennen einige: Ein Weblog als Social Place gehört zu einem guten Teil auch dem Leser), offen, nachvollziehbar kalkulierbar bleibt.

Insofern war ich bereit, mich auch mit dem Gedanken anzufreunden, das Weblog vermarkten zu lassen, um auch einmal in diesem Bereich ein Experiment wagen zu lassen. Einerseits, um für etwas, das man eh tut, Kohle zu bekommen, hat ja was (so, als wenn man fürs Schlafen Geld bekommen würde, hehe 🙂 und andererseits um die Erfahrungen damit an Dritte weiterzureichen (eine meiner Hautpmotivatoren, ein Weblog zu betreiben, war immer schon der offene Erfahrungsaustausch), die sich ebenfalls dafür interessieren, aber nicht wissen, wie das ablaufen kann, ob es sich finanziell lohnen könnte und mitunter auch das Risiko des „First Movers“ (der schnell zum First Sucker werden kann) scheuen. Immerhin kann man sich mit falschen Marketingansätzen ein Weblog zerschießen, wenn man es komplett falsch anstellt, logo (siehe zB Opel-Test, bin bis heute der Meinung, dass die vier betreffenden Blogger einen großen Fehler gemacht haben. Leichte Feinjustierungen im Vorfeld hätten die Story anders wirken lassen). Und bevor nun manch einer auf die große Masse verallgemeinert: Ich bin überzeugt, dass nur ein geringster Bruchteil der Weblogs überhaupt in Frage käme, vermaktungswillig und ein noch geringerer Bruchteil aus ökonomischen Gesichtspunkten heraus vermarktungsfähig zu sein. Das sieht man schon, wenn man den Blick über den Teich in die USA richtet. Die Blogs, die bei BlogAds.com – einem Massenvermarkter – eingetragen sind, machen nicht mal 0.1% der gesamten US Blogosphere aus. Sprich: Dont panic, die werbefreie Blog-Zone wird 99.9% des Gebiets ausmachen, nur wenige Blogreservate werden einen anderen Farbanstrich bekommen.

Zuirück zum Thema: Der Kernpunkt ist imho eine passende Vermaktungsform und -strategie. Hier aber zeigen die Erfahrungen von einigen wenigen Blogs (namentlich MacEssentials – s. Kommentar – und Spreeblick – s. Kommentar, nebst einem weiteren Ungenannten), dass es eben daran in der Praxis scheitert. Die klassischen Vorstellungen eines typischen Vermarkters gehen nicht konform mit den Vorstellungen der Blogger. Das fängt schon daran an, dass ein Vermarkter u.a. mit irgendwelchen Affiliate-Bannern auffährt, die den Blogleser eh nicht interessieren, weil völlig unpassend.

Die Kenntnis und das Gespür für die Bloggeria als Ganzes ist ungemein wichtig. Man muss schon sehr sensible Antennen haben, um sich in diesem Dickicht aus individuellen Präferenzen und Gruppendynamiken nicht von Mine zu Mine bewegen. Einige Gedanken hatte ich schon vor einiger Zeit brainstormartig geäußert.

Also F.H. und sein Anruf. Ja, die Chemie stimmte schon einmal. Ob er die notwendigen Kompetenzen hat, den Riecher, die Kreativität, die Ausdauer, die Disziplin, die Kontakte und auch Zeit hat, kann sich eh nur mit der Zeit erweisen. Man wächst mit seinen Aufgaben oder man scheitert. Da ich F.H. persönlich nicht kannte, habe ich nach dem Telefonat im Background mit einigen Leuten hier und da gesprochen. Bevor ich aber dazu kam, etwas zu dem Vermarktungsgedanken zu äussern, haben sich die Dinge um seine Person gestern Abend ja fast schon dramatisch entwickelt. Siehe Wirres als Ausgangspunkt, dann Lawblog, dann Mein Parteibuch und nunmehr auch Stefan Niggemeier. Mittlerweile sind über 250 Kommentare zusammengekommen, weitere Blogger fangen an, auf diese Story zu verlinken. Es scheint ganz so, als ob F.H. im Teufelskreis der Blogkommentare gefangen ist. Ich will die Kommentare nicht im Einzelnen duchkauen, aber es zeigt etwas, das ungemein wichtig:

Wer auch immer seine Zehen ins Blogwasser streckt, sollte daran denken, dass er ein Nobody ist. Keine Reputation hat. Kein „Image“. Wie auch, bis man jemand auch über Weblogs kennenlernt, dauert es eine ganze Weile. Und, man sollte genau aus diesem Grund umso mehr darauf bedacht sein, vernünftig, und sachlich zu kommunizieren, statt sich auf die Kindsebene (Feedbackmechanismen…) herabzugeben, weil einem die Hutschnur platzt und man sich ungerecht behandelt fühlt. Never ever never ever never ever überheblich oder herablassend argumentieren. Du kannst nur auf die – sorry – Fresse bekommen, wenn Du als Neuling den Dicken Molli machst. Was schreibe ich da eigentlich? Das gilt seit jeher in allen Formen der Kommunikation. Und man sollte wissen, wann man den Resetknopf drücken muss, um die Dinge nicht weiter in die Sch… zu fahren, statt ewig nachzukommentieren. Das ist völlig unabhängig von der müßigen Frage, wer angefangen hat, wer im Recht und wer im Unrecht ist. Darum geht es in 100% aller Fälle nicht, wenn einmal der Flamewar ausgebrochen und das Kind in den Brunnen gefallen ist. Doch letztlich, hey, wir menscheln, Ratio ist die eine Sache, doch viel herrlicher ist unser Unverstand, der das Leben erst so richtig spannend macht. Sein Karma sollte man akzeptieren, um sich auch mit den Untiefen des täglichen Daseins arrangieren zu können 🙂

Lange Rede kurzer Sinn: Ein Blogvermarkter sollte auf jeden Fall ein gutes Gespür für Menschen haben, sonst wird das Geschäft nur sehr mühselig. Einen Fehler darf man mE aber nie begehen: Gegen Kunden und Nicht-Kunden anzukämpfen. Sorry, aber das ist ein Anfängerfehler, der nicht passieren darf, wenn wir mal rein das Business betrachten. No go, das ist ein Killerargument.

Habts also bisserl Rücksicht auf F.H., er hat lediglich nur zu menschlich agiert.

Jobs in der IT-Branche


Wir tun bei BASIC thinking jeden Tag, was wir lieben. Das kannst du auch! Finde in unserer neuen Jobbörse noch heute deinen Traumjob in der IT-Branche unter vielen Tausend offenen Stellenanzeigen!

Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

38 Kommentare

  • Ich muss mal feststellen, dass mir der Beitrag um LÄNGEN besser gefällt, als der Flamewar, der in o.g. Blogs gerade in den Kommantaren tobt… Und wie der Herr Basic schon sagt: Man sollte da ein wenig Rücksicht walten lassen.

    Ich seh gerade irgendwie einen unbedarften Anzugträger vor mir, der versehentlich in einer Rockerkneipe landet und da etwas falsches sagt. So oder ähnlich muss sich ja F.H. wohl fühlen 🙂

  • Nuja, im Normalfall nimmt man an, dass der unbedarfte Anzugträger sich schnurstracks aus der Kneipe verabschiedet und sich nicht noch breit an die Theke setzt und jeden Rocker dumm anmacht. Sry, mein Mitleid hält sich hier doch stark in Grenzen.

    Abgesehen davon, dass der überwiegende Teil der Beiträge doch recht sachlich ist. Ein Flamewar ist da was anders …

  • Nein, also mir tut der arme F.H. schon a bisserl leid. Sicherlich war es nicht unbedingt klug von ihm, sich „mit den Rockern an die Theke zu setzen“, aber am besten fand ich den Kommentar von Stefan Niggemeier:

    „Leute, die sich so darüber aufregen können, dass ihnen jemand eine einzige kurze Mail schreibt und einmal mit der Sekretärin telefoniert, müssen ein sehr glückliches, behütetes Leben führen.“

    So werden sich Weblogs auch nicht durchsetzen 😉 wenn Außenstehende bei nur einem falschen Wort von gewissen Blogger-Cliquen fertig gemacht werden. Dabei fand ich die Blogeinträge beim Schwenzel und beim Vetter gar nicht mal so schlimm. Schlimm sind nur die Groupies und Trittbrettfahrer in den Kommentaren…

  • Was ich noch vergaß (ich konnte den Kommentar nicht mehr editieren?):
    Meine Anwesenheit in der „Blogosphäre“ jährt sich in ein paar Wochen zum fünften Mal und manchmal sehne ich mich wirklich nach dem „kleinen“ Bloggersdorf zurück, als der Bürgermeister noch Schockwellenreiter hieß. Auch wenn ich ihn schon des öfteren als Stefan Raab der Blogosphäre bezeichnet hab ob seiner immer gleichen Sprüche…

  • Herr Huber, haben Sie den Artikel weiter oben wenigstens gelesen? Ihr geschäftliches Ansinnen in allen Ehren, da möchte ich Ihnen weder etwas vorschreiben, noch mich dazu äussern. Das ist alleine Ihre Angelegenheit, die Sie gerne jedem anbieten können, der gewillt ist zu zuhören.

    Ihr persönliches Verhalten jedoch … wie gesagt, lesen Sie bitte den sehr schönen Artikel weiter oben. Trauen Sie sich einfach. Sie kommen darin gar nicht mal so schlecht weg, wenn Sie Sorgen um Ihr angekratzes Ego haben 😉

  • Gibt es eigentlich schon Studien darüber, ob solche Versachlichungsversuchsblogeinträge wie dieser je zur Versachlichung einer aus dem Ruder gelaufenen Blogger-Debatte führten? Das ist keine ironische Frage, ich würde das sehr begrüßen. Ich fürchte nur, dass das Grölen der Groupies längst alles andere übertönt.

  • Ich denke, jeder, der mit einer Idee wie „Die Top 10 der Blogcharts“ kommt, wird seines Lebens nicht froh, in der Annahme steckt – mit Verlaub – schon so viel Ahnungslosigkeit vom Thema, dass es nichts werden kann. „Know thy market“ ist die erste Regel in diesem Umfeld. Links sind da relativ bedeutungslos, die Frage ist doch, welche Inhalte von Blogs vermarktbar sind und welche Blogger bei sowas mitmachen würden. Eigentlich ganz einfach, aber ausser ein paar Planspielen und wenig glücklichen Experimenten wie Coke-Brother-WG, dem Creative Weblogging Netzwerk und Opeln für 1200 Tacken war da bislang noch nichts zu sehen.

    Und dann ist da immer noch die Frage der „Werktreue“. Ich wage zu behaupten, dass die meisten guten Blogs eine Art Roman oder sachbuch sind, aus denen man nicht einfach eine Seite reissen und verticken kann. Die geschlossene Form eines Blogs macht viel aus, das zu negieren, kann einfach keinen Erfolg haben, ganz unabhängig davon, welcher A-Lister welchen Mob loslässt.

  • Don Alphonso kann ich nur zustimmen. Die vermarktbaren Inhalte bedürfen aber journalistischer und trennscharfer Konzepte. Werbung in Romanen gibt es sicherlich auch nicht. Daher ist das Ganze ein sehr schweres Thema.

  • Noch was an alle die sich mit mir und dem Thema beschäftigt haben. Sorry, wenn ich da etwas überreagiert habe. Ich war halt menschlich und denke, dass ich da sicher den einen oder anderen Fehler gemacht habe. Damit ihr mich nun mal kennenlernen könnt, habe ich beschlossen selbst einen Blog aufzumachen. Morgen geht wieder die Sonne auf und es ist ein neuer Tag. Die URL erfahrt ihr schnellstmöglich, ich lade alle zu einem offenen, sachlichen Dialog ein. Denn mir geht es um die Sache.

  • Hab davon auch so am Rande mitbekommen und muss sagen ist mir echt alles sowas von Wurst, soll doch jeder Werbung machen der will, die Zeit wirds zeigen. Aber Robert was mich wirklich beeindruckt hat, war die Schreibe dieses Artikels, wie du Marketing mit unterschwelligen soziologischen Fragen mischst, Respekt, das war stilistisch, knall mich ab, der beste Beitrag den ich bei dir bis jetzt gelesen habe, mann richtig freuen tue ich mich gerade, wie immeer bei einer Stilperle. Hoffe hab jetzt nicht zu sehr geschleimt, aber musste raus

  • Ich denk mir, da werden noch weitere „Geschäftsleute“ kommen und was versuchen. Vielleicht haben sie gerade keine andere Alternative.
    Blogging hat seinen Platz zwischen unkommerziellen Künstler/Spinnertum und auch Jugendbewegung.
    Hey. Damit seid ihr für eine breite Öffentlichkeit interessanter als die Frauen-Töpfergruppen der 70er 🙂
    Ist doch was.
    Aber lang noch kein Grund, dass jemand Eintritt bezahlt.
    Allenfalls noch Firmenberatung. Oder Zeitungsversuche bei entsprechenden Kontakten (wie die Dame mit den langen Sätzen, lach).
    Imho haben auch Firmenblogs einfach keine Chance gegen Persönlichkeiten oder auch Gruppen anzustinken. Und es wird auf diesem Planeten immer eine kritische Masse an Personen geben, die für umsonst bloggen und interessanter sind als Blogger, die versuchen sich als Preisblogger über die Jahrmärkte dieses Landes zu schlagen.

  • Der wahre Coldcall…

    Eben stolperte ich durch Bloggersdorf und stieß auf den wahren Coldcall vom schönsten Weltherrscher im ganzen Land. Den muss man sich mal in der Ohrmuschel zergehen lassen. Sowas muss als Spruch auf den AB, oder als Hintergrundmusik auf die Homepage….

  • Doc Huber donnert gerade mit 3-facher Schallgeschwindigkeit in Baumwipfelhöhe ins Zielgebiet. Aufschlag erfolgt heute noch. Domain ist fertig, WordPress aufgesetzt (Danke Robert Basic für die tollen Basic Plug-ins, die er auf seiner Seite zusammengestellt hat) und nun muss ich mir ja als Doc was ganz intelligentes für mein Entree in diesen Club der tollen Dichter und Denker überlegen. Aber ich habe heute gut geschlafen und schon ein paar gute Ideen. C U soon.

  • Dr. Huber hat hier nicht angerufen……

    … obgleich er´s hier (auch lt. UWG) gedurft hätte. Schade eigentlich. Interessiert hätten uns seine Ideen schon. Jetzt wird er rundgemacht. Warum eigentlich? Von wem eigentlich?

    Erinnert mich an einen guten Freund aus längst vergangenen Tagen …

  • Guter Artikel und fern von jenem Bashen, welches sich sonst über jene ergießt, die sich in den Linknetzen der Blogger verfangen haben.
    Machen wir uns aber nichts vor, die Werbung auf Blogs wird kommen, da hat dr. Huber schon den richtigen Riecher und Draht.
    Aber, ihm fehlt vielleicht wirklich der Zugang zu der speziellen Bloggerpsyche bzw. wie man mit dieser umzugehen hat.

  • > „Habts also bisserl Rücksicht auf F.H., er hat lediglich nur zu menschlich agiert.“
    Ist Geldgier wirklich menschlich?

  • menschlich? Angeboren würde ich eher sagen, das Streben nach Mehr, Höher, Weiter. Nun aber bei FH Geldgier zu unterstellen, ohne ihn überhaupt zu kennen, ist imho ziemlich weit hergeholt. Bin ich geldgierig, weil ich AdSense am Laufen habe? Bist Du geldgierig, weil Du arbeitest, statt anderen Menschen wirklich helfen, deren Leben davon abhängt? Ich würde nicht so schnell mit Begriffen um mich schmeissen, wenn man in einem der reichsten Länder der Welt lebt… das ist eine Luxusmeinung mE.

  • Auf der Suche nach dem bloggott…

    Die Frage nach dem ultimativen Thema, das dir volkommene Kommentar bring, ist heute meine Frage, die Suche nach dem bloggott.
    Ich habe auf meinem Blog schon das ein oder andere Mal die Frage gestellt……

  • Es ging mir nicht um das Streben nach Geld, sondern um das unverhältnismäßig starke Streben nach Geld. Ein typisches Beispiel Dunning’scher Kapitalaussage. Ich sehe FH bei „50 Prozent“.

  • Robert hätte es aber auch kürzer machen können, wenn er einfach geschrieben hätte: Laissez faire.

    Und wenn ich mir die gesamte Entwicklung hier ansehe, hat der Herr Doktor bestens verstanden, worum es geht.
    Ich jedenfalls bin gespannt darauf zu erfahren, wie sein Blog aussehen wird.
    Denn dessen Launch – da bin ich mir relativ sicher – wird eine weitere „Welle der Aufmerksamkeit“ durch Klein-Bloggersdorf schwappen lassen.

  • laissez faire … hm.. ich denke nein, das war nicht Kern meiner Aussage.

    Zu dem von Dir angesprochenen Blogmarketing-Schachzug: Meine detailierten Informationsdatenbanken sagen mir, dass es keinen Plan gab. Man könnte es zwar annehmen, aber man kann auch viele andere Dinge annehmen. Letztlich unterliegt das, was man sendet, dem Interpretationsraum des Empfängers und der ist unmittelbar verbunden mit dessen eigener Erfahrungswelt.

  • […] Das Thema “Cold Calls” (unverlangte Werbeanrufe, siehe auch de.wikipedia.org) geistert zur Zeit rumpelnd durch die Blogosphäre. Die kommunikativen Kapriolen, die da zum Teil in den Kommentaren geschlagen werden, sind dabei fast noch spannender als die vereinzelt diskutierten “rechtlichen” Gegenmaßnahmen (siehe die beiden “Auslöser” bei wirres.net und http://www.lawblog.de sowie weitere Anmerkungen bei http://www.basicthinking.de/blog, http://www.mein-parteibuch.de und fx3.org/blog). Inwieweit der eigentliche Initator die Geister, die er rief, vielleicht selber erst richtig befreit und aufgestachelt hat, mag jeder selber nach der Lektüre der Diskussionen entscheiden. […]

  • Nachdem dieser Herr Huber gerade mit C+P meine Kommentare spamt, muss ich inzwischen sagen, dass ich inzwischen durchaus die meinung mancher Leute teile, die ihn für alles andere als eine Zierde für die Blogs oder eine wünschenswerte Erscheinung halten.

    Nur ein weiterer Spammer, dem nichts anderes einfällt für seine Awsareness.

  • […] Schade, schade – so behandelt man doch keine Menschen? Ich betreibe eine seriöse Seite – und wenn jemand sich zur Vermarktung äußert, dann Herr Alphonso – so steht es jedenfalls hier geschrieben. Doch scheinbar hat er ja auch keine Ideen wie man die Ergebnisse seiner intellektuellen Arbeit vermarktet – denn diese können in diesem geistigen Klima sicher nicht gedeihen. Jammerschade. Participate! Leave your comment. […]

  • Ist da einer ganz aufgeregt am Feuer austreten? Ich schreibe hier, was ich bei Ihnen nicht schreiben durfte. Sie hatten mich ja zuerst genötigt meine URI zu ändern – mit Erfolg (ich habe Sie auf http://www.robin-hood.de geändert, das hat dem Grafen wohl wenig gepasst):
    „Non, non monsieur, so einfach lässt sich der edle Musketier nicht vom Hofe des Grafen jagen – das wäre ja doch fast Zensur, wenn ich meine Fahne einziehen würde, um Ihnen, werter Don, zu Kreuze zu kriechen.
    Ihr Beitrag entlarvt Sie ja doch wohl als absolutistischen Herrscher. Ich fordere Sie unter Edelmännern zum Duell und Sie senden ihre Truppen. Machen Sie mich nicht zum Robin Hood – mein Sherwood Forest ist das Web und seine Blogs.“
    Don Alphonsos unglaubliche Reaktion: Löschung aller meiner Beiträge und diese ungehaltene Antwort:
    „€œHerr Dr. Huber, ich gehöre zu denen, die eine Meinung vertreten, so wie es Ihnen passt. Das mag hochherrschaftlich sein, das mag einem Ösi-Rechtsaussen-Nobelpreisträger nicht mit Respekt begegnen, mir ist es scheissegal. Denn auf diesem Hof bin ich der Graf, und wenn ich den Eindruck bekomme, dass da einer einen auf kontrovers macht, um sein kommerzielles Blogmarketing-Bullshitexperiment in Gespräch zu bringen, dann gibt es hier als einzige Antwort die Peitsche. Siehe Ihren Link. Ändern Sie das pronto, oder Sie sind draussen.

    Edit: Das ist kein Witz. Kommerziellen Link aus dem Profil raus, oder ich lösche alles weitere. Als Spam.

    Edit 2: Nach dreifachem Nichtnachkommen alles gelöscht. Ab in „€œDr. Frank Huber“€? in den Koben für Kommentarspammer, vielleicht freundet er sich dort mit dem Serial Pleitier Peter Turi an, ich sehe da ein paar Ähnlichkeiten.“€?
    Muss man dazu noch was sagen? Übrigens schreibe ich alles selbst und fordere den Don auf, sofort wieder alle meine Kommentare auf sichtbar zu setzen. Alles andere ist Zensur und ein Verstoß gegen Artikel 5 des Grundgesetzes: Artikel 5 (verkürzt) lautet:

    (1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten …. Eine Zensur findet nicht statt.

  • hey, hey, Don + Frank, kloppen könnt Ihr Euch gerne privat per Mail, auf dem virtuellen Feld der Blogehre vor Eurem Hofe oder wie echte Männer mit Fäusten. Aber nicht hier. Comments closed, keine Zeit für Kinderkram (logo würden die sich weiterprügeln in den Comments….).

  • […] Immer wieder gibt es also auch Überlegungen zu einem Geschäfts- oder Vermarktungsmodell mit, um oder für Blogs. Es gibt Blogvermarktungsmodelle, es gibt AdSense & Konsorten, es gibt bezahlte Blogeinträge und und und… Aber irgendwie sind diese Modelle entweder unausgegoren, kompliziert, ungerecht oder schlichtweg anrüchig. […]