Sonstiges

US Firmenblogs: bald offiziell für AdHoc Meldungen anerkannt?

mir klappt die Kinnlade gerade auf den Tisch: Jonathan Schwartz/Chef von Sun forderte im Oktober 06 den Vorsitzenden der mächtigen SEC-Behörde (Cox) auf, Unternehmen wie Sun AdHoc Meldungen (Aktienkurs relevante Informationen) auch via Blog zu erlauben. Es dauerte nicht lange und Cox meldete sich auch via Blogkommentar bei Jonathan am 03.11.06. Am 08. März 07 (schnelle Response, aber hey, ist ja auch kein Thema für zwischendrin) veröffentlicht Jonathan seine Erwiderung zum Kommentar von Cox.

Ich bin ähnlich wie Frank Hamm (danke für die Story!!!) völlig baff ob der kleinen Kommunikationsrevolution, die sich da auf höchster Managementebene zwischen einer ultraharten Behörde und einem der größten IT Konzerne der Welt abspielt. Natürlich finden Dialoge mehrheitlich nach wie vor abgeschottet von der Öffentlichkeit. Aber wenigstens einen Teil einer nicht gerade unwichtigen Sache ins Netz auszulagern, erfreut mich sehr. Und dass es gleich zwei Dickschiffe auch auf diesem Wege austragen, ist bezeichnend. Sie betonen es auch explizit, bewusst diesen Weg zu wählen. Frank fiel der Vergleich zwischen Kleinfeld (Siemens) und Sanio (BaFin) ein. Undenkbar? Dachte ich auch:)

via Textdepot


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Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

7 Kommentare

  • Guten Morgen Robert, Kinnlade wieder oben 🙂 ?

    Für unser „dynamisches“ Deutschland sehe ich solche Dialoge frühestens in 2 bis 4 Jahren – und ob die dann auch im Web stattfinden…

    Aber dann, in 5 Jahren kommen Edelmäner, PR-Klosterer und die Kesselhäuser in Deutschland mit ihren Social Media News Releases ganz sicher über einen Anteil von 10 Prozent bei den Pressemitteilungen :-)) (dazu u.a. beim Textdepot)

  • ich würde gerne wissen, ob Jonathan eine PR Agentur befragt hat oder aber auf Durchzug geschaltet hat. Ich tippe eher auf einen internen Prozess, wüsste es aber wirklich supergern, wer hinter dem Kommunikationskonzept steht. Jonathan erscheint mir in Interviews ziemlich smart, ich würds ihm selber zuschreiben

  • Vermute ich auch. Die meisten PR-Leute hätten sich wahrscheinlich die Haare gerauft. Aber vielleicht liegt der Ursprung der Story, dass Schwartz (wenn ich mich recht erinnere) aufgrund eines etwas leichtfertigen Blogbeitrags mal Probleme mit der Behörde bekommen hatte.

  • wow, ehrlich

    adhoc publikations bestimmungen gehören auch in DE,AT dringenst überarbeitet. glaube da gibts immer noch teile, die fax-funktionalitäten voraussetzen.

    euroadhoc.com zukünfitg als blog-plattform… ich bin dafür!!!!

  • Jonathan hats schon länger mit open letters. Ich glaube auch, dass er persönlich hinter dem Thema steht. Angefangen hat er das Thema spätestens im August in seinem Beitrag Doesn’t This Drive Your Lawyers Nuts?:

    Reg FD is something we’re going to be discussing with Commissioner Cox at the SEC (whose views seem to parallel ours – the more transparency the better).

    Jonathan würde das Thema nicht vorantreiben, wenn er Cox anders einschätzen würde. Außerdem verschafft ihm das Thema jede Menge Publicity drüben 🙂

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