Fliegende Teppiche gibt es nicht? Bitte schön: Hier der Gegenbeweis

André Vatter

Herzlich willkommen auf der ISS, im Space-Labor Kibo („Hoffnung“). Der Herr im Bild ist Koichi Wakata, ein von der japanischen Weltraumbehörde JAXA abgerichteter Volks-Entertainer. Abseits des harten Astronautenalltags besteht seine Aufgabe darin, wie ein Seehund Kunststücke vorzuführen, um die zuvor Landsleute gebeten haben. Wie lassen sich Augentropfen in Schwerelosigkeit anwenden? Wie faltet man Wäsche im All? Und sind Teppiche im Weltraum wirklich „magisch“? Wie ihr sehen könnt: sie sind es (einzige Vorraussetzung ist, dass man die Sohlen vorher mit Doppelklebeband präpariert hat) – und es sieht verdammt cool aus!

Offenbar kämpfen Weltraumbehörden rund um den Erdball mit einem Aufmerksamkeitsdefizit in der Bevölkerung. Wenn eine Rakete Richtung Orbit abhebt, ist die Begeisterung groß – doch in all den Jahren zwischen den Starts, in denen die Entwicklung vorangetrieben wird, herrscht häufig kollektives Desinteresse. Das wird zum Problem, vor allem, wenn NASA und Co. zum Klinkenputzen angehalten sind, um öffentliche Gelder so sammeln. Die Amerikaner haben sich in der Vergangenheit schon einiges einfallen lassen, um zumindest Fernsehzuschauer und Internetnutzer auf ihre Seite zu ziehen: Astronauten twittern, Bürger können die Bezeichnung von Planeten-Rovern mitbestimmen oder ihren Namen ins Weltall schießen lassen. Aber wie man sehen kann, verfügt auch das Land der aufgehenden Sonne über recht sehenswerte Unterhaltungstalente.

Via: Telegraph

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(André Vatter)

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André Vatter ist Journalist, Blogger und Social Median aus Hamburg. Er hat von 2009 bis 2010 über 1.000 Artikel für BASIC thinking geschrieben.