Seid umschlungen, Milliarden: Zynga auf 7 bis 9 Milliarden Dollar bewertet

Jürgen Vielmeier

Und täglich grüßt die Seifenblase: Der Social-Games-Anbieter Zynga hat laut Informationen des „Wall Street Journal“ 250 Millionen US-Dollar Kapital eingesammelt. Das würde den Wert des Farmville- und Cityville-Anbieters auf 7 bis 9 Milliarden taxieren. Zynga wäre damit ungefähr so viel Wert wie Twitter (8 bis 10 Milliarden Dollar). Facebook ist weiterhin Krösus mit einer Bewertung in Höhe von 60 Milliarden Dollar.

Der „Business Insider“ hat dazu passend heute den Dienst „Bubble Watch“ eingeführt. Verhindern kann man das endlose Aufblähen der Blase wie anno 2000 wohl nicht mehr. Aber dann soll hinterher wenigstens keiner sagen, wir hätten es weder kommen sehen noch davor gewarnt. Einen kleinen Unterschied zum Jahr 2000 gibt es diesmal aber: Die Unternehmen erwirtschaften zum Teil reale Umsätze und Gewinne, wenn auch nicht so viel, wie sie anhand der Bewertung eigentlich müssten. Zynga bringt es auf immerhin 400 Millionen US-Dollar Gewinn im vergangenen Jahr, bei einem Umsatz von 850 Millionen. Facebook dürfte gut 1,6 Milliarden Dollar Umsatz gemacht haben. Lediglich Twitter fällt mit 45 Millionen Dollar Umsatz ein wenig raus. Allerdings soll das erst sehr junge Monetarisierungsmodell des Kurznachrichtendienstes mit Einnahmequellen wie „Sponsored Trends“ inzwischen gut laufen.

Twitter und Nebenbuhler UberMedia

UPDATE Newsletter BASIC thinking

Du willst nicht abgehängt werden, wenn es um KI, Green Tech und die Tech-Themen von Morgen geht? Über 12.000 Vordenker bekommen jeden Tag die wichtigsten News direkt in die Inbox und sichern sich ihren Vorsprung.

Nur für kurze Zeit: Anmelden und mit etwas Glück Apple AirPods gewinnen!

Mit deiner Anmeldung bestätigst du unsere Datenschutzerklärung. Beim Gewinnspiel gelten die AGB.

Der US-Investor JP Morgan hat genau für solche Unternehmen gestern einen neuen Fonds mit einer Stärke von 500 bis 700 Millionen Dollar aufgelegt. Ein Kandidat wäre UberMedia, ein Spezialist für Twitter-Software, der am Wochenende den Londoner Twitter-Client TweetDeck für 30 Millionen Dollar übernommen hat. Letzterer machte bislang eher über Kapitalspritzen als über ein Geschäftsmodell Geld, hat mit Diensten wie Deck.ly aber durchaus kreative Ideen. UberMedia, zu dem auch andere Twitter-Clients wie PostUp und Echofon gehören, steht damit zusätzlich in einer schlechten Position. Einerseits ist man auf Twitter angewiesen, andererseits macht man dem Kurznachrichtendienst, der eigene Clients kostenlos anbietet, damit direkte Konkurrenz. Und ebenfalls am Wochenende hatte Twitter die Nutzung der eigenen API für Drittanwender eingeschränkt. Also Geld verdienen mit Twitter wird in nächster Zeit am ehesten Twitter.

Nicht zu verwechseln ist UberMedia übrigens mit Uber. Letzterer ist bekannt für den Dienst UberCap, die US-Version des deutschen Dienstes MyTaxi. Ubers jüngste Kapitalspritze in Höhe von 10 Millionen Dollar fällt im Vergleich zu den Summen der anderen nahezu gering aus. Wir bleiben trotzdem dran, wer noch wie viel Geld für wen ausgibt. Euren Tipp, ob und wann die Blase platzt, könnt ihr hier abgeben.

Google lässt dich jetzt selbst bestimmen, welche Quellen du in der Suche häufiger siehst. Mit zwei schnellen Klicks kannst du BASIC thinking kostenlos als bevorzugte Quelle hinzufügen und damit unabhängigen Tech-Journalismus unterstützen. Vielen Dank!

(Jürgen Vielmeier)

Du möchtest nicht abgehängt werden, wenn es um KI, Green Tech und die Tech-Themen von Morgen geht? Über 12.000 smarte Leser bekommen jeden Tag UPDATE, unser Tech-Briefing mit den wichtigsten News des Tages – und sichern sich damit ihren Vorsprung. Hier kannst du dich kostenlos anmelden.

STELLENANZEIGEN
Referent (m/w/d) Marketing und Social Media
NORDMETALL Verband der Metall- und Elektr... in Hamburg
Praktikant (m/w/d) Online Marketing
Merz Consumer Care GmbH in Frankfurt am Main
Content Creator m/w/d
SPIE SAG GmbH GB High Voltage in Weinheim bei Mannheim
Marketing and Social Media Manager (m/w/d)
Solida Holz GmbH in Gießen
Werkstudent Social Media & Community Mana...
Landhaus Walter in Hamburg
Content Manager (w/m/d) Blog – Teilzeit...
1&1 in Montabaur
Sachbearbeiter (m/w/d) Social Media / Presse-...
Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz in Bad Ems
Social Media Manager (m/w/d)
Köhler+Partner GmbH in Buchholz in der Nordheide (Gr...
Teile diesen Artikel
Jürgen Vielmeier ist Journalist und Blogger seit 2001. Er lebt in Bonn, liebt das Rheinland und hat von 2010 bis 2012 über 1.500 Artikel auf BASIC thinking geschrieben.