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Nokia Heat Maps zeigen an, wo in einer Stadt was los ist

Vermutlich geht es euch wie mir, dass ihr momentan zunächst eine Hiobsbotschaft erwartet, wenn der Name „Nokia“ fällt. Dass das nicht unbedingt so sein muss, beweisen die Finnen seit ein paar Tagen in der neuen Version von Nokia Maps: Eine Erweiterung namens „Heat Maps“ zeigt an, wo in einer Stadt etwas los ist. Also etwa, wo man gut ausgehen, essen, Kultur erleben kann. In Deutschland stehen Heat Maps bislang für Berlin, Hamburg, München und Frankfurt zur Verfügung. (Nicht aber für Köln. Sauerei!) Gucken wir uns also Berlin an: Am meisten ist demnach in Sachen Nachtleben in Prenzlauer Berg, rund um den Alex und das Kottbusser Tor los.

Na gut, das hätten die meisten von euch auch so gewusst. Für Städte, in denen ihr euch weniger auskennt, dürfte die Funktion aber recht hilfreich sein. Ich sag einfach mal Santiago de Chile: Laut Nokia Heat Maps konzentriert sich die Action dort auf die unmittelbare Umgebung der Universität und zwei Straßen weiter nördlich. Nokia Heat Maps kann also dabei helfen, fremde Städte zu erkunden. Die Maps machen eigentlich nicht anderes, als die Dichte von Restaurants, Nachtclubs, Einkaufsmeilen und Theatern zu analysieren, die auf Nokia Maps gemeldet sind. Nokia setzt hier auf die Daten von 41 Content-Anbietern wie Michelin, Lonely Planet und Qype.

Als Web-App auch für iPhone und Android

Die Finnen ersetzen mit der neuen Maps-Version (3.08 Beta) die alten Ovi Maps und geben ihnen einen neuen Anstrich. Auch soll das Verkehrsaufkommen anhand von farblichen Markierungen dargestellt werden. Ich hab die Funktion bislang allerdings noch nicht aufrufen können. Google hatte erst kürzlich eine gleiche Funktion für Google Maps vorgestellt. Ebenfalls neu: die Web App auf Basis von HTML, die man unter der gleichen Adresse maps.nokia.com aufrufen kann. Damit werde Nokia Maps auch für iPhone und Android zugänglich, berichtet Nokia. Allerdings nicht als native App. Für Nokia ein gut gemeinter Versuch, auch auf anderen Geräten Fuß zu fassen. Allerdings sehe ich auf den ersten Blick keine wesentlichen Vorteile gegen über Google Maps, die in iOS- und Android-Geräte fest eingebaut sind. Eine Demo der neuen Funktionen vom Nokia Blog gibt es zumindest hier:

Auf dem Rechner bringt Nokia sich zumindest als dritte Kraft neben Google Maps und Bing Maps ins Gespräch. Nokia bietet ebenso 3D-Ansichten ausgewählter Städte an, wie die beiden Konkurrenten, und eine Routenplanung. Man hat nun also inzwischen drei gute Möglichkeiten, Orte zu suchen oder dorthin zu navigieren. Das ist doch etwas. Was jetzt bei allen noch fehlt, zumindest für Deutschland, ist eine Routenplanung für den öffentlichen Nahverkehr. Aber ich bin mir sicher, dass das nicht mehr lange auf sich warten lassen wird. Nokia Heat Maps ist für den Anfang in 56 Städten rund um den Globus verfügbar.

(Jürgen Vielmeier)


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Über den Autor

Jürgen Vielmeier

Jürgen Vielmeier ist Journalist und Blogger seit 2001. Er lebt in Bonn, liebt das Rheinland und hat von 2010 bis 2012 über 1.500 Artikel auf BASIC thinking geschrieben.

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