Nokia strauchelt, verkauft nur noch halb so viele Smartphones wie ein Jahr zuvor

Jürgen Vielmeier


Nicht gut für die Finnen: Nokia hat heute einen trüben Ausblick auf das Quartalsergebnis in der kommenden Woche vorgelegt. Das ist man aus dem vergangenen Jahr gewohnt; 2012 sollte damit aber eigentlich Schluss sein. Was besonders weh tun dürfte: Nokia strauchelt bei den Verkäufen von Smartphones und einfachen Handys in den Schwellenmärkten Indien, dem Nahen Osten, Afrika und in China. Gerade dort konnte sich Nokia bislang auf eine treue Kundenschar verlassen.

Mehr als 2 Millionen weitere Lumia-Geräte verkaufte Nokia im 1. Quartal. Das ist nicht gänzlich enttäuschend, aber auch nicht gerade ein Riesenerfolg. Nokia-Chef Stephen Elop zeigte sich damit aber zufrieden und will weiterhin Marketing-Aktivitäten auf die Lumia-Reihe konzentrieren. Das versucht man in Deutschland seit Monaten; und am Wochenende etwa auch beim Verkaufsstart des Lumia 900 in den USA. Die Schonfrist ist damit endgültig vorbei: Nokia hat sich ein Jahr Zeit für den Neuanfang gegeben, jetzt müssen Erfolge her.

Insgesamt 83 Millionen Mobilfunkgeräte verkaufte Nokia im 1. Quartal, davon 12 Millionen Smartphones. Die Sparte Devices & Services machte 4,2 Milliarden Euro Umsatz. Im Vorjahresquartal (Q1 2011) waren es noch 7,1 Milliarden Euro bei 109 Millionen Handys und 24 Millionen Smartphones. Dass sich die Verkaufszahlen im Wachstumsmarkt Smartphones binnen eines Jahres halbieren, ist eine Horrormeldung für Nokia. Geht die Windows-Phone-Strategie am Ende doch nicht auf? Werden die Anleger jetzt ruhig bleiben und die Mannschaft um Elop weiter schalten und walten lassen oder werden jetzt Konsequenzen folgen? Die Aktie zumindest legte heute eine Bachlandung hin, gab um 16 Prozent von rund 3,80 auf rund 3,20 Euro nach.

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Jürgen Vielmeier ist Journalist und Blogger seit 2001. Er lebt in Bonn, liebt das Rheinland und hat von 2010 bis 2012 über 1.500 Artikel auf BASIC thinking geschrieben.