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Facebook vor dem Exodus? Ein paar Gedanken dazu

Seit einigen Tagen bittet mich das Social Network mit dem f, ihm mitzuteilen, wer meine besten Freunde sind. Damit ich noch gezielter Infos von ihnen bekommen kann. Ernsthaft jetzt? Ich dachte, das wüsstet ihr längst. Ihr habt meine Freundeslisten automatisch angelegt, ihr wisst, mit wem ich am meisten kommuniziere, wessen Beiträge ich am häufigsten like. Und jetzt wollt ihr euch einfach nur nochmal mit einer überflüssigen neuen Funktion wieder ins Gespräch bringen? Vielleicht, weil ich nicht mehr ganz so oft vorbei schneie? Geht mir nicht auf die Nerven!

Und das ist der springende Punkt: Facebook hat seine Nutzer überfordert. Man traut dem Netzwerk nicht mehr, man zieht Informationen von ihm ab, statt es mit neuen zu füttern. Thomas Koch von der Wirtschaftswoche sieht ein Ende des Social-Media-Hypes kommen. Mit der Prognose ist er natürlich nicht der Erste, aber er hat diesmal Zahlen ausgepackt, die das beweisen sollen: Nur 13 Minuten verbringe ein Deutscher angeblich täglich auf Facebook und damit weniger Zeit als mit dem Zeitunglesen. Die absoluten Besucherzahlen sinken (auch wenn die Verweildauer laut Comscore steigt.) Den Grund macht Koch an dem lahmen Zeug fest, das die Leute posten: Comics, Bilder von ihrem Essen oder ihren Haustieren. Nichts gegen Katzen-Content, aber ist was dran an der Theorie? Ist Facebook am Ende?

Beurteilen mag ich das nicht, aber einige Fehler hat man in Palo Alto zuletzt gemacht, und einige Dinge liegen im Argen:

  • Facebook ruft „Mobile“ als den Heilsbringer der Zukunft aus und schafft es dann nicht, brauchbare Apps dafür zu veröffentlichen. Egal ob iOS, Android oder Windows Phone: die offizielle Facebook-App ist derart überfrachtet, unübersichtlich und langsam, dass der Spaßfaktor gegen null gesunken ist. Statt einer Begrüßung und den neuesten Nachrichten wird erst einmal geladen, geladen und geladen. Nachrichten werden mal als gelesen, mal als ungelesen angezeigt, je nachdem, wo man sich gerade im Menü befindet.
  • Die Menüstruktur der Weboberfläche bleibt ein Graus. Derzeit zeigt die Seitennavigation mir etwa etliche Gruppen an, denen ich blöderweise mal beigetreten bin und deren Abo ich nur mit viel Aufwand wieder kündigen kann. Facebook hat niemanden, der hier mal etwas aufräumt.
  • Neben der Usability vergrault man die Nutzer auch mit der laxen Handhabe der Privatsphäre. Facebook will inzwischen so erwachsen sein, dass man an die Börse geht, aber man schafft es immer noch nicht, die Bedenken der Nutzer ernst zu nehmen. Die vermeintlich gerechte Abstimmung über die neue Datenschutzrichtlinie war eine Farce, und sie hat für viele den Bogen überspannt.
  • Die Nutzer bewegen sich in ihrem eigenen Dunstkreis. Mit diesem Ansatz muss Facebook früher oder später stagnieren: Wenn man alle seine Freunde hinzugefügt hat, kommt nichts Neues mehr (was übrigens auch der Anfang vom Ende für StudiVZ war). Die Möglichkeit, neue Menschen kennen zu lernen, überlässt Facebook Drittanbietern wie dem Video-Chat-Tool AirTime.

Allerdings hat auch Koch nicht Unrecht, wenn er auf Haustier-Fotos verweist: Facebook fehlen die Premium-Inhalte. Musik, Filme, Ebooks – auf alles lässt sich mit Facebook hinweisen, die Inhalte aber konsumiert man anderswo. Die US-Fernsehsender etwa lassen es nicht zu, dass die Nutzer eine ganze Serienfolge auf Facebook posten, damit die Freunde sich das anschauen können. Dazu muss man schon ein Abo beim jeweiligen Dienst haben.

Was die Freunde auf Spotify, Simfy oder Rdio hören, kann man nicht einfach mit einem Klick auf Facebook abspielen. Man muss sich erst bei den Diensten anmelden. Nahtlos ist da gar nichts. Das ebenso gelobte wie gefürchtete Seamless Sharing ist bislang eine große Enttäuschung.

Schlechte Nachrichten häufen sich

Und plötzlich häufen sich die Hiobs-Botschaften: Facebook Credits haben sich nicht als Hauswährung durchgesetzt, Spielehersteller wie Wooga benutzen Facebook nur noch als Social Layer, als Basis für ihr eigenes Geschäft aber nicht mehr dessen Mittelpunkt. Die Nutzungsdauer – vielleicht doch nicht so hoch. Der Börsengang: schief gelaufen. Das eigene, aufgeräumte App-Center: nur eine Umleitung, mit der andere Geld verdienen. Verbesserte Mobile Ads – dürften die Nutzer eher vergraulen. Dafür zahlen, dass Statusmeldungen von wirklich allen Freunden gelesen werden? Führt die Qualität des Facebook-Feeds ad absurdum. Ein Großreinemachen der Usability? Seit Jahren überfällig.

Das Ende von Facebook ist das noch lange nicht. Aber der Reiz ist raus, keine Frage. Nur ist das bei jedem Hype-Thema so. Wo entstehen heute noch angeregte Diskussionen, wenn einer von Anti-Viren-Software erzählt? Der Code ist als Sicherheitsschicht ins Betriebssystem integriert, soll seine Arbeit tun und mich ansonsten damit in Ruhe lassen. Social Networks sind ebenfalls angekommen, sie sollen funktionieren, ansprechende Funktionen besitzen und mir gute Inhalte liefern. Wie bei einem guten Betriebssystem kommt der Reiz aber nicht durch das System selbst, sondern durch das, was darauf passiert. Und hier hat Facebook noch Nachholbedarf. Das Netzwerk ist zu einem Nebenbei-Medium geworden, wie das Radio oder das Fernsehen. Ein Ersatz für eine gute Sendung, ein tolles Konzert, Game oder ein rauschendes Fest kann Facebook nie sein. Spannende Ereignisse finden anderswo statt.

(Jürgen Vielmeier)


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Über den Autor

Jürgen Vielmeier

Jürgen Vielmeier ist Journalist und Blogger seit 2001. Er lebt in Bonn, liebt das Rheinland und hat von 2010 bis 2012 über 1.500 Artikel auf BASIC thinking geschrieben.

56 Kommentare

  • Stimmt! Spannende Ereignisse passieren im echten Leben & nicht dort. Reizüberflutung und Massen-Datenausbeutung… endlich wachen die Leute langsam mal auf. Zeitverschwendung!

  • Ich stimme dir zu! 🙂 Auch wenn – zumindest in meinem FB-Freundeskreis – noch eine Menge los ist.. Es tritt eine gewisse Müdigkeit ein. Daran wird auch Facebook nichts ändern können. Ist aber eigentlich auch mit allem so. Als ich vor einiger Zeit mein erstes Smartphone gekauft habe, hab ich Apps geladen ohne Ende, klar, am Anfang spielt man einfach viel rum. Irgendwann reduziert man die Nutzung auf das Wesentliche, ist doch mit FB das Selbe.

    Facebook hat sich einfach zu sehr an den Hype gewöhnt, und auf der Basis Entscheidungen getroffen – nur leider hält ein Hype nicht ewig.

  • Ich habe meinen Facebook Account vorerst gelöscht. Facebook hat Beiträge gelöscht, die mir wichtig waren. Ohne mit mir darüber zu kommunizieren. Momentan betreibe ich meinen Channel bei Twitter und sende meine Wahrheit in die Welt. Facebook ist mir unheimlich. Nicht transparent. Und entartet. Vielleicht sollte man Facebook meiden oder reformieren. Bloß ist Google+ besser? Es hat so seine Nachteile.

  • Schöner Artikel, dazu hätte ich nur zwei Anmerkungen / Fragen: Ist es nun das „Ende“ von FB (mit Ende würde ich mal das Ende des Wachstums und des Hypes gleichsetzen) oder von Social Media allgemein? Also könnte man nun erwarten, dass G+ aus den Fehlern lernt und wir uns in 2 Jahren alle da wieder sehen? Ich glaube zumindest nicht, dass SM aus unserem Leben verschwinden wird, dafür ist es auch wieder zu praktisch – angefangen bei der Organisation, Bekanntmachung und Einladung von Events.
    Zweite Anmerkung: lernt Ihr keine neuen Leute kennen? Also bei mir kommen immer noch Leute in meiner Freundschaftsliste dazu, weil ich im realen Leben immer welche kennen lernen, so gesehen versteh ich zumindest diesen Einwand nicht ganz.
    Ich persönlich bin kein FB-Fan, nutze es aber dennoch, vor allem um mit Leuten in Kontakt zu bleiben, die man nicht ständig sieht, aber vor allem, um auf dem laufenden zu sein, wenns um meine Freizeitplanung geht, da gibts ein ganz großes Plus. Aber daran verdient FB wohl eher nichts…

  • Du hast völlig recht, nur vergisst du, dass Facebook inzwischen sehr viele intelligente Leute und auch einige sehr gute Designer „angesammelt“ hat. Dass die an einem kompletten Redesign und auch an einer Vereinfachung der Seite arbeiten ist nur logisch.

    Abgesehen davon halte ich sehr viel von Path. Auf das Wesentliche reduziert: Freundschaften und Emotionen. Schon ausprobiert?

  • Schön, und ich dachte schon, nur mich würde dieses neue Sternchen-Gedöns total annerven.

    Auch, dass ich ziemlich cool klingende Videos eines FB-Freundes nicht sehen kann, hat mich Faust in der Tasche ballen lassen.

    Das Merkwürdigste aber ist, dass es die meisten meiner FB-Freunde nie etwas posten…… Das mag an der Ü30-Tatsache liegen. Aber, sein wir mal ehrlich: Ü30 die keine Lust auf FB haben gibt einem ja schon zu denken.

    Letztlich läuft SocialMedia irgendwie tatsächlich auf´s Zusammenschustern raus: Die einen Freunde hier, die Nächsten da, andere halt via Mail und der Rest über SMS, Fon oder Real life.

    Das zumindest der Eindruck aus Sicht eines 1963 geborenen Fossils :-)))

  • Sozial Media ist besonders mit Facebook eine Modeerscheinung im Internet , leider auch mit Folgen.
    Durch den Erfolg kommt es das die Datensammler, „Abmahnindustrie“ , Rechtssprechung und sogar staatliche Dienste Facebook für sich entdeckt haben und dieses Netzwerk wie ein öffentliches Medium (Sender) behandeln , die Nutzer es aber als ihren „Stammtisch“ sehen wo sie auch einmal Unmut und Dampf ablassen wollen.
    Wenn man aber nicht mehr politisch oder sozial „Frei“ sagen darf, „Paul ist Doof“ wenden sich die Leute wieder ab, denn wer braucht schon ein Facebook wo nur noch politisch korreketer Small Talk oder übers Wetter offen „Geschrieben“ werden darf.
    Vermutlich würde auch niemand in die Stammkneipe gehen wenn dort jedes Wort überwacht werden würde?

  • Wer sagt Facebook ist out, oder dem Tode geweiht, der liegt genauso falsch, wie mein Dad vor 20 jahren, wo er noch behauptete, er benötige kein Handy, oder 15 Jahre später, sein handy müsse nur telefonieren können 😉

  • Stimme teilweise zu. FB fehlen die für Early Adopter und andere Multiplikatoren spannenden Inhallte und technische Lösungen. Auf der anderen Seite setzt sich FB in den letzten Monaten immer mehr als CRM-Kanal für Firmen durch, die den direkten Kundenkontakt suchen. Gut gemachte virale Kampagnen auch.

    Ich hab eher das Gefühl, dass FB, zumindest für den Moment, das „Google“ für die Kommunikation ist. Wer mit Freunden in Kontakt bleiben will, macht das über FB. Die Chat/Mailfunktion hilft da. Wenn mal ein Chat bei mir aufpoppt, ist es Facebook, obwohl ich auch auf AIM, Yahoo und Google angemeldet bin.

    Die Frage, wo die Herde nach FB hintrabt ist allerdings eine interessante. Und eine, die Milliarden wert sein kann. Bisher haben sich nur Addons wie Pinterest entwickelt, aber keine eigenständigen Kommunikationsplattformen. Google+ hätte durchaus Potential, wenn sie nicht so abgeschottet wären.

  • Irgendwie halten anscheinend viele FB für die Wohlfahrt. Leute, wacht auf, das ist ein börsennotierte, zum Gewinnen verdammtes Unternehmen. Gerade nach dem verpatzten Börsengang werden die alles tun, um aus den Usern auch den letzten Cent rauszuquetschen.

  • Bei mir liegt es eher am information overload. es gibt immer mehr zu sehen. man folgt mit der zeit immer mehr leuten und blogs. irgendwann kann man gar nicht mehr alles lesen und will es auch nicht mehr. der kopf ist voll. zum anderen hat facebook den reiz des neuen verloren. man hat sich ausgetobt und jetzt ist es aber auch gut. neues muss her.

  • Guter Artikel! Ich sehe es mit ein paar kleineren Einschränkungen genauso.. im letzten Jahr hat die Aktivität eines Großteils meiner Freunde auch extrem abgenommen, ebenso meine eigene….
    Ich bin gespannt, was danach kommt..

  • Naja, das ,,berauschende Leben“ hat sich noch nie bei Facebook abgespielt und trotzdem hat das Netzwerk extrem viele User.

    Weniger Zugriffe, dafür aber höhere Verweildauer der Mitglieder: Daraus ist schwer abzuleiten, dass es mit Facebook abwärts geht.

    Sicher hat Facebook Fehler gemacht, aber es ist eben nicht so, dass die Bedienbarkeit total schlecht ist. Aus meiner Sicht ist der Artikel übertrieben. Ich bin auch kein Freund von Facebook, aber der Artikel ist mal wieder sehr tendenziös. Man schaue sich die anderen Beiträge zum Thema Facebook an, dann kann man diesen in den Zusammenhang einordnen.

    Mein Fazit: Ein Ende dieses Hypes ist nicht abzusehen, sondern vielleicht ein leichtes Abflauen. Menschen kommunizieren eben über diese Plattform, warum sollte sich daran bitte etwas ändern? Konkurrenz gibt es schließlich keine mehr…

  • @11: Gut erkannt und treffend formuliert. Ich hab bisher immer noch kein FB-Account und werde es, solange es noch andere Kommunikationswege zu meinen Freunden und Bekannten gibt, auch noch länger aushalten können. Freiwillig tu ich mir dieses Ausspionieren bestimmt nicht an 😉

  • Facebook ist meines erachtens schon längst am Ende dessen was es war und weswegen es mal gehypt wurde – ein social network. Eine Plattform auf der man sich mit seinen Freunden, sehr privat oder auch weniger privat austauschen konnte, an deren Leben teilhaben auch wenn sie weit weg waren.

    Inzwischen ist Facebook eine COMMERCIAL platform, die größte Konsumenten Verhalten Datenbank der Welt, es werden Anwendungen und Werbe- sowie Kaufoptionen geteilt. Ich kann also erfahren was meine Freunde mögen, kaufen, lesen, hören, aber nicht was sie denken oder gerade tun. Nur wenige posten tatsächlich noch Fotos von sich selbst, da sie einfach unsicher bezüglich der privacy Regelungen von Facebook sind.

    Facebook ist langweilig geworden, langweiliger als MySpace es jemals war. Es wird fast ausschliesslich für Marketing Zwecke verwendet… und das verursacht wie wir alle wissen extrem schnell Sättigung. Ich denke Mark Zuckerberg weiss das selber, deswegen hat er das Ding noch an die Börse gebracht.

  • Wieder typisch deutsches Gejammere. Facebook ist ein Tool wie andere Programme auch. Es hat seine Vor- und seine Nachteile. Es kann, intelligent eingesetzt, sehr nützlich und praktisch sein. Wenn man es natürlich nur zum Spielen oder zum Posten von Baby- und Essen-Fotos benutzt, ok …

    Ausserdem geht es um die Frage: will ich auch weiter entfernte Freunde oder Bekannte an meinem Leben teilhaben lassen (und umgekehrt) und somit weiterhin in Kontakt bleiben oder nicht? Wenn mir die 5 Kumpels um die Ecke reichen oder genug sind, brauch ich auch kein Facebook, stimmt.

    Aber ich finde es praktisch um mit Leuten die ich über die ganze Welt verstreut kenne in losem Kontakt zu bleiben um dann zb, wenn ich mal einen lokalen Kontakt oder Tipp brauche, auf sie zugreifen kann. Über E-mail würde ich mit denen wahrscheinlich nicht in Kontakt bleiben. Aber auf FB sieh man dann mal Fotos oder sonstiges, erinnert sich an die Leute, ‚liked‘ die Posts wenn man sie in der Tat interessant findet, lernt was neues über sie, lernt Gemeinsamkeiten kennen, usw.

    Und was den kommerziellen Aspekt angeht: ich hab Adblock installiert und noch (fast) keine Werbung gesehen und somit auch keine angeklickt (ja, ich weiss, auch nicht ganz fair, weil irgendwer muss die Arbeit der Programmeure etc ja bezahlen …).

  • Was ist an Google+ besser als an FB? Sind es nicht auch an sich verschiedene Arten von Netzwerken? Und ist Google+ nicht eher was wie ein RSS Reader für News von Tech-Gurus oder Top-Fotografen?

    Google+ ist für mich ziemlich uninteressant da fast keiner meiner Freunde oder Bekannten bei G+ ist …

    Google Hangout scheint aber ziemlich cool. Falls man es denn braucht.

  • Ein sehr schöner Blogartikel, gute Gedanken und Beobachtungen, gute inhaltliche Zusammenstellung. Sehr schön – gerne mehr davon!

    (Klar darf man fb auf keinen Fall unterschätzen, die monatlichen Unique Visitors steigen ja noch weiter an, siehe http://meedia.de/internet/auch-google-ueberholt-die-vz-netzwerke/2012/06/22.html. Aber es könnte tatsächlich erstmals ein Abwärtstrend von fb erkennbar sein – der sich in der Unzufriedenheit der Nutzer äußert. Unglaublich, wie viele Leute unzufrieden mit fb sind. Ich höre fast nur Gejammere – aus verschiedenen Gründen – und denke dann jedes Mal erleichtert: „Ach wie gut, dass ich nicht [mehr] auf Facebook bin.“ Twitter, Skype, Email und ein eigenes Blog reichen mir völlig.)

  • @Orbit:

    Anstatt hier nur Platitüden von sich zu geben, wie wäre es mit konkreten Antworten? Zb auf diese Fragen: Warum der Hass auf FB? Wenn ihr es nicht mögt, benutzt es nicht und gut ist? Viele andere Leute finden es aber praktisch.

    Ausserdem bin ich kein Fanboy, ich finde die Seite nur praktisch und wundere mich warum verschiedene Leute, den Kommentaren hier nach zu urteilen, die Seite anscheinend hassen. Der Grund dafür würde mich interessieren. Warum die Seite nicht einfach ignorieren? Warum sie beschimpfen? Warum die Leute welche sie benutzen runtermachen? Warum sich besser fühlen nur weil man eine Seite nicht benutzt?

  • Solange noch fast in jeder Sendung im deutschen Fernsehen kostenlos Werbung für Facebook gemacht wird und jede noch so angestaubte Sendung unbedingt auf Facebook seine Zuschauer einbinden will geht der Hype sicher so schnell nicht vorbei.
    Der größte Killer wird sein wenn ein neues hippes social network die kritische Masse erreicht und facebook als quasi standart ersetzt. Erging myspace ja ähnlich. Google hatte immer als Firmenmotto sinngemäß „seih gut“. So konnte es sich als monopolist durchsetzen und halten. Den Ruf wird Facebook vor allem nach dem Börsengang nie haben werden, eher das Gegenteil.

  • Warum es mit „nicht nutzen“ nicht getan ist?
    Weil FB auch Daten von nicht-Usern sammelt, weil (blöde) User ihr komplettes Adressbuch hochladen und FB somit an Daten von Menschen gelangt, die mit dem Laden nichts zu tun haben wollen. Weil (Gruppen)Fotos hochgeladen werden, ohne das Betroffene von den Bildern überhaupt wissen etc.

    Reicht das, um dem Verein die Pest an den Hals zu wünschen?

  • @Orbit:

    Wo und wie sammelt FB Daten von nicht-Nutzern? Und welche?
    Und falls du deine E-Mailadresse meinst: hast du dadurch schon eine ungewollt Mail von FB bekommen?
    Dass Gruppenfotos hochgeladen werden hängt an deinen Freunden/Bekannten und ist nicht die Schuld von FB. Sag deinen Freunden sie sollen diese Fotos nicht hochladen. Oder versteckt dich im Keller wenn jemand mit Fotoapparat vorbeigeht 😀

  • Oh die Trends im Netz können sich blitzschnell ändern. Was wurde aus den einstigen Königen AOL oder Yahoo oder MySpace oder oder oder????

    Sie waren die klaren Marktführer. Dann kam ein anderer und nahm ihnen die Butter vom Brot.

    Ja, ja – sagen jetzt alle. Bei Facebook ist das aber anders. Schauen wir mal. Und sprechen in 20 Jahren noch mal.

  • Liebe und Hass solltet Ihr Euch für andere Dinge aufheben als für Facebook. Facebook ist zweifelsfrei praktisch, aber ich sehe auf Facebook zu 99% nur Belanglosigkeiten.

    Macht Euch doch mal einen Tag die Mühe und nehmt doch aus Euren täglichen Posts mal alle Guten Morgen und Gute Nacht Meldungen raus sowie die Mittagessen- und Tierfotos und EM-Fotos schaut, was dann noch an Praktischem und Nützlichem übrigbleibt. Das ist nicht viel

  • @Oliver:

    Wenn du aus deinem offline Alltag alle ‚Status-Meldungen‘ (mir geht’s gut/schlecht/ …) und den gesamten Smalltalk (Gespräche über Fussball, Urlaub, Kino, Kinder, sonstige Aktivitäten, usw) rausnimmst, wieviel Praktisches und Nützliches bleibt dann noch übrig? 😉

    Mein Punkt ist: FB ist eine Ergänzung zum, und kein Ersatz vom, ‚realen‘ Leben. FB erweitert einfach den Freundes- und Bekanntenkreis und ermöglicht einem mit Leuten in Kontakt zu bleiben die man nicht jeden Tag sieht.

    Ehrlich, ich versteh den Hass einiger Leute hier auf FB nicht … Wenn es ihnen nicht gefällt, warum nicht einfach ignorieren?

  • Vielleicht liegt es auch daran, dass man irgendwann einfach nicht mehr wissen möchte, wer gerade seine Wäsche bügelt, wo derjenige sich aufhält und was derjenige heute zum Mittag ist (oder auch nicht). Irgendwann ist es immer das selbe und es wird langweilig.

    Zusätzlich kommt natürlich noch der Punkt Datenschutz hinzu, wie viel soll man Facebook noch anvertrauen?! Irgendwann reicht es!

  • social media ist für meine eine art virtueller theke: mal trifft man genies, mal tölpel,meist von allem etwas. ich entscheide mich je nach tagesform für dies und das oder beides. und wenn ich meine ruh haben will, real life oder virtuell, finde ich auch mittel und wege.

  • Ich nutze schon seit einiger Zeit google+ und finde die Bedienung viel unkomplizierter. Außerdem scheint der Datenschutz Priorität zu haben.
    Allerdings ist es noch nicht so bekannt wie Facebook und man fühlt sich anfangs etwas einsam.

  • Ich bin bei Facebook sehr vorsichtig und nutze es persönlich nur bedingt. Sie sammeln zuviel Daten. Die Gesichtserkennung ist auch nicht gerade vertrauensfördernd.

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