Nach Yahoo: Steigt auch Facebook mit „Paper“ ins Medienbiz ein?

Tobias Gillen

Nach dem Erfolg von Flipboard und anderen Social-News-Apps plant Facebook nun offensichtlich, ein ähnliches Projekt zum Abschluss zu bringen.

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Vom neuen Newsfeed emanzipiert

Bestätigt ist bislang rein gar nichts. Wie aber eine „gut informierte Quelle“ beim Magazin „Re/code“ berichtet, arbeite Facebook an einem Projekt namens „Paper“. Ursprünglich sei Paper als neuer Newsfeed geplant gewesen, habe sich dann aber emanzipiert und sei eine eigenständige App geworden. Noch im Januar soll sie veröffentlicht werden.

Das Hin und Her mit Facebooks Newsfeed kennen wir ja. Bereits im März 2013 kündigte Facebook an, den Newsfeed umstellen zu wollen. Nachdem sich ein flächendeckender Roll-out des neuen Designs aber ständig verzögert und sich der neue Newsfeed offenbar negativ auf die Interaktion der Nutzer ausgewirkt hat, hat Facebook kurzerhand entschieden, eine weitere eigenständige App für die hauseigene Sammlung (Facebook, Facebook Messenger, Facebook Seiten, …) zu bauen.

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Flipboard von Facebook?

Die neue Version soll dabei Flipboard, der beliebten Social-News-App ähneln. Es sollen also verschiedene (Nachrichten-)Quellen multimedial aufbereitet werden und mit dem persönlichen Facebook-Profil verknüpft werden. Letztlich wäre das ziemlich exakt das Flipboard-Konzept. Die Idee an sich würde zu Facebooks Plänen, journalistische – und somit qualitativ hochwertigere – Inhalte priorisierter zu behandeln, passen.

Der Quelle von „Re/code“ nach, soll Facebook Paper noch diesen Monat veröffentlichen. Im neuen Newsfeed seien unterdessen nur noch wenige Paper-Entwicklungen vorhandeln. Es ist gut möglich, dass nach Yahoo auch Facebook versucht, mit Inhalten im Mediengeschäft zu punkten. Schließlich ist das Wachstumspotenzial des Netzwerks (bis auf den asiatischen Raum) langsam aber sicher ausgeschöpft und neue Einnahmequellen müssen gefunden werden. Facebook selbst wollte sich bislang nicht äußern.

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Bild: Facebook

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Tobias Gillen ist Geschäftsführer der BASIC thinking GmbH und damit verantwortlich für BASIC thinking und BASIC thinking International. Seit 2017 leitet er zudem die Medienmarke FINANZENTDECKER.de.