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Unerwünschte Werbebanner und mithörende Fernseher: Wie Samsung Smart-TVs in Verruf bringt

Jürgen Kroder
Aktualisiert: 17. Februar 2025
von Jürgen Kroder
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samsung-tv

Zwei Aufreger kurz hintereinander, das ist nicht gut. Nachdem vor ein paar Tagen die neuen Datenschutz-Richtlinien für Empörung sorgten, kommt Samsung nun mit fehlerhaften Werbeeinblendungen in Verruf. Hoffentlich lernt der Konzern und die gesamte Branche aus diesen Vorfällen.

Unerwünschte Cola-Werbung

Werbung nervt. Deswegen kehren immer mehr Menschen den normalen Fernsehsendern den Rücken und holen sich ihre Inhalte bei Netflix, Watchever, Maxdome & Co. Oder sie streamen Videos von ihrem Computer und Smartphone auf ihr TV-Gerät.

Aber auch hier kann es zu ungewollten Werbeeinblendungen bei Samsung-Fernsehern kommen. Wie User auf „reddit“ berichten, wurde bei ihnen alle 20 bis 30 Minuten Werbung einer Cola-Marke eingeblendet, als sie die Streaming-Apps Plex und Foxtel nutzten. Da die beiden Anbieter dementieren, dass die Ad-Einblendungen von ihnen kamen, stand Samsung in Verdacht – der bestätigt wurde.

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Wie verschiedene Medien wie beispielsweise „FAZ“ berichten, hat sich der koreanische Hersteller bereits dazu geäußert: Die Vorfälle seien wahr und wären durch einen Fehler zustande gekommen.

Partnerschaften sorgen für Ärger

Ein Fehler, aha, kann ja vorkommen. Obwohl … bereits im Januar kam es zu ähnlichen Vorfällen. Hat Samsung etwa seine Technik nicht im Griff? Oder seinen Dienstleister Yahoo? Dieser soll durch geschickt platzierte Werbeeinblendungen dafür sorgen, dass Samsung nach dem Verkauf seiner smarten Geräte an den Kunden noch weiter verdient.

Apropos Partnerschaften – die brauchten den Koreanern schon vor ein paar Tagen weltweit negative Schlagzeilen ein. Denn dieser Passus in ihren Datenschutz-Richtlinien lies im wahrsten Sinne aufhorchen:

“Please be aware that if your spoken words include personal or other sensitive information, that information will be among the data captured and transmitted to a third party through your use of Voice Recognition.”

Bitte keine Privatgespräche vor Fernsehern, denn andere hören mit – so könnte man den Satz verstehen. Das sorgte natürlich für einen Aufschrei.

Samsung reagierte und erklärte darauf hin, dass nur wenn man eine Taste auf der Fernbedienung drücke, um etwas zu suchen, dass dann die Sprache aufgezeichnet wird. Das Gesprochene wird an einen Kooperationspartner gesendet und ausgewertet. Nichtsdestotrotz hören neuere Samsung-Geräte ständig mit, da sie über Sprachbefehle gesteuert werden können. Die Daten würden aber nur auf dem Gerät selbst verarbeitet, sagt Samsung.

Übrigens: Das Mithören lässt sich abschalten. Und wer keine Werbung auf seinen smarten Samsung-Fernsehern haben will, kann diese durch den Widerruf der Yahoo-Richtlinien deaktivieren.

(Un)Schöne, neue Welt

Je mehr die Vernetzung voranschreitet, desto mehr Möglichkeiten haben wir. Surfen und Videostreaming auf dem TV, ganz ohne spezielle Set-Top-Boxen – wie herrlich. Für uns Konsumenten, aber erst Recht für die Hersteller. Denn für sie eröffnen sich dadurch ganz neue Wege der Vermarktung.

Doch das heißt auch: Die Absicherung eines modernen Fernsehers wird bald genauso komplex wie die Einrichtung eines Computers. Hier ein paar Häkchen gesetzt, dort nicht, da eine Option eingeschaltet, dort weggeklickt. Und am Ende soll man vielleicht noch einen Virenscanner und einen Ad-Blocker installieren? Das soll der 08/15-User verstehen? Wahrscheinlich nicht.

Denn Unternehmen wollen Geld verdienen wollen. Das ist ihr Ziel. Doch bitte mit Bedacht. Wenn nun zunehmend die User gegängelt, ausspioniert und verärgert werden, schadet das allen Seiten.

Somit hoffe ich, dass Samsung, ihre Partner und andere Fernsehersteller aus den aktuellen Pannen schnell lernen und uns eine „saubere“ Fernsehzukunft bescheren.

Bild: Samsung

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Jürgen bezeichnet sich als Blogger, Gamer, Tech-Nerd, Autor, Hobby-Fotograf, Medien-Junkie, Kreativer und Mensch. Er hat seine unzähligen Hobbies zum Beruf gemacht. Und seinen Beruf zum Hobby. Obwohl er in Mainz wohnt, isst er weiterhin gerne die Maultaschen aus seiner Heimat.
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