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Studie überrascht: WhatsApp-Nutzer wollen Business-Anfragen bekommen

Christian Erxleben
Drei Stellenausschreibungen lassen den Rückschluss zu, dass WhatsApp bald Ansätze zur Monetarisierung vorstellt.

Dass WhatsApp in der privaten Kommunikationslandschaft in Deutschland weit verbreitet ist, ist kein wirkliches Geheimnis mehr. Viel überraschender sind da schon die Ergebnisse einer YouGov-Studie. Demnach haben immer mehr WhatsApp-Nutzer ein Interesse daran, von Unternehmen direkt über den Messenger kontaktiert zu werden.

Es gibt zahlreiche Varianten, wie Unternehmen WhatsApp in die eigene Unternehmenskommunikation einbinden können.

Wir zum Beispiel bieten dir über WhatsApp einen kostenlosen Nachrichten-Service an (hier gehts zur Anmeldung), über den wir dich mit den aktuellsten News aus der Social-Media- und Marketing-Branche versorgen.

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Aber nicht nur Medienhäuser haben WhatsApp als starken Kommunikationskanal mit Potenzial für sich entdeckt. Auch Banken, Online-Shops (Modeberatung) und Radiosender (Staumeldungen, Musikwünsche) setzen auf Deutschlands größten Messenger.

WhatsApp-Nutzer im Chat mit Unternehmen? Kein Problem!

Das Problem dabei war bislang, dass sich nur wenige WhatsApp-Nutzer solchen Diensten gegenüber öffnen.

Bei Abmeldungen liest man häufig Nachrichten wie „Ich hole mir meine Informationen doch lieber auf einem anderen Weg“ oder „Dieser Dienst soll privat bleiben“. Und diese Menschen hatten sich immerhin für einen kostenlosen Dienst angemeldet.

Häufig geht es dem User tatsächlich darum, die letzte Ebene seiner Privatsphäre – den Messenger und den Lockscreen – zu schützen. Und das ist auch verständlich, wenn man sieht, mit welchem Nachdruck die Tech-Konzerne versuchen, dort zu landen.

Umso überraschender kommt daher die Kernbotschaft aus der neuen YouGov-Studie „WhatsApp im Kundenkontakt“ daher. Demnach erachtet jeder fünfte deutsche WhatsApp-Nutzer (ca. acht bis zehn Millionen Menschen) die Kommunikation mit Unternehmen über den grünen Messenger als „längst überfällig“.

Zwischen 13 und 16 Millionen Deutsche – also jeder Dritte – finden die Unternehmenskommunikation via WhatsApp, Facebook Messenger und Co. sogar deutlich angenehmer als die klassischen Kontaktwege (E-Mail, Post, Telefon).

Transparenter Umgang mit Daten

Wie groß die Unsicherheit mit Blick auf die Kommunikation via Messenger ist, zeigte erst jüngst das WhatsApp-Urteil des Amtsgericht Bad Hersfeld, das die private Nutzung von WhatsApp als gesetzeswidrig einstufte.

Da erscheint es beinahe logisch, dass 45 Prozent der WhatsApp-Befürworter trotzdem Bedenken haben. Konkret geht es ihnen darum, dass über den Kommunikationskanal WhatsApp nur neue Daten für das Nutzerprofil abgezapft werden sollen.

Jedes Unternehmen, das WhatsApp in seine Kommunikation einbinden möchte, sollte daher genau überlegen, worauf bei diesem Kanal geachtet werden muss. Plumpe Werbung hat dort nichts zu suchen. Es geht darum, den Nutzer in Anonymität einen sicheren und schnellen Frage-Antwort-Kanal zu bieten.

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Christian Erxleben arbeitet als freier Redakteur für BASIC thinking. Von Ende 2017 bis Ende 2021 war er Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig.