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Facebook-Engagement: 50 Prozent der Seiten erhalten nur 0,03 Prozent

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(Foto: Pixabay.com / geralt)
geschrieben von Christian Erxleben

Dass gerade Nachrichten-Seiten unter schwindendem Facebook-Engagement leiden, ist bereits das gesamte Jahr über zu beobachten. Noch spannender wird es jedoch, wenn Interaktionsraten mit der Unternehmensgröße in Relation gesetzt werden. Das Fazit: Für die Mehrheit der Verlage könnte sich Facebook bald nicht mehr lohnen.

Im Zeitraum zwischen Januar 2017 und Juni 2017 ist das Engagement auf Facebook-Seiten um mehr als 20 Prozent gesunken. Insbesondere der klassische Link-Post verliert mehr und mehr an Durchschlagskraft. Und sogar die von Facebook geliebten Video-Inhalte verlieren langsam an Aufmerksamkeit.

Als wären diese Zahlen für Publisher und Marken nicht schon schockierend genug, zeigt eine Erhebung der Datenspezialisten von Kaleida, dass man diesen Wert noch einmal gesondert betrachten muss.

Das Facebook-Engagement steigt – und kaum jemand profitiert

Denn Facebook selbst hat in diesem Jahr an einigen Schrauben gedreht, um bessere Engagement-Werte präsentieren zu können. Konkret geht es dabei darum, dass die erfolgreichsten Inhalte noch mehr Reichweite erhalten.

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Nur die größten Seiten verzeichnen noch steigende Interaktionsraten. (Foto: Screenshot / Kaleida)

Die Interaktions-Schere zwischen kleinen und großen Seiten geht folglich weiter auseinander. Während nur 10 Prozent der Facebook-Artikel den Großteil der Interaktionen generieren und dabei noch von Facebook unterstützt werden, kämpfen die restlichen 90 Prozent – zu denen wir vermutlich alle gehören – mit noch stärkeren Verlusten.

Oder anders ausgedrückt: Die unteren 50 Prozent der veröffentlichten Artikel auf Facebook generieren zusammen nur 0,03 Prozent aller Interaktionen. Das sind im Durchschnitt nur noch 23. Im Januar waren es noch 36.

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Facebook-Engagement im Sturzflug: Von Januar bis Dezember sank die Zahl der durchschnittlichen Interaktionen von 36 auf 23. (Foto: Screenshot / Kaleida)

Unternehmen müssen Ziele bestimmen

Die Kluft zwischen den Social-Media-Riesen und den kleinen Unternehmen wird in den nächsten Monaten immer weiter wachsen. Die ersten Auswirkungen sind aber bereits heute spürbar.

Für Unternehmen – und insbesondere Verlage – bedeutet das mehr denn je, dass es Zeit wird, zu handeln: Es muss ein Zeitraum festgelegt werden, in dem die Entwicklung analysiert wird. Außerdem braucht es klar definierte Ziele für den Facebook-Auftritt. Sollen nur Klicks erzeugt werden oder geht es um mehr?

Sollte nach Ablauf der Testphase das Ergebnis negativ ausfallen, müssen Unternehmen eventuell darüber nachdenken, die Relevanz von Facebook herunterzustufen oder Geld für Anzeigen in die Hand zu nehmen.

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Über den Autor

Christian Erxleben

Christian Erxleben ist seit Ende 2017 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig. Sein Weg zu BASIC thinking führte über die Nürnberger Nachrichten, Focus Online und die INTERNET WORLD Business. Beruflich und privat liebt und lebt er Social Media.

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