Marketing

3 praktische Tools für dein Inbound Marketing

Werkzeug, Werkzeuge, Schraubstock, Tools
Für jede Inbound-Marketing-Strategie gibt es das richtige Tool. (Foto: Pixabay.com Free-Photos)
geschrieben von Jan Schulze-Siebert

Mit den richtigen Tools kannst du heute recht simpel eine Website erstellen und die Elemente einer erfolgreichen Inbound-Marketing-Kampagne aufsetzen. Im fünften Teil dieser Serie vergleiche ich drei relevante Tool-Anbieter.

In fünften Teil der Inbound-Marketing-Serie gehen wir auf drei Anbieter und ihre Tools ein. Sie können dir bei deinen Inbound-Marketing-Kampagnen weiterhelfen.

Die 5 wichtigen Website-Elemente für das Inbound Marketing

Welche Phasen es beim Inbound Marketing gibt, haben wir uns in Teil 3 der Serie im Detail angeschaut. Wenn wir diesen Prozess nun technisch umsetzen wollen, braucht es grundlegend fünf Elemente:

  • Content-Seite
  • Landing Page
  • Call to Action
  • Opt-in-Box
  • E-Mail

Mit diesen Elementen kannst du deine Website optimiert erstellen, um deine Inbound-Marketing-Strategie erfolgreich zu fördern und Kontaktdaten und Leads zu sammeln.

Was ist eine Content-Seite?

Das bekannteste Mittel für Content-Seiten ist ein Blog. In diesem sind diverse Artikel nach Themen und Kategorien sortiert. Mit einem Blog kannst du effektives Content Marketing betreiben und die Grundlagen für interessierte Nutzer anschaulich aufbereiten.

Eine Content-Seite ist im Idealfall SEO-optimiert und bringt dir durch Evergreen-Content über einen langen Zeitraum wertvolle Website-Besucher.

Was ist der Unterschied zu einer Landing Page?

Eine Landing Page bewirbt dagegen in der Regel ein Event oder ein Angebot. Dabei ist der Aufbau einer Landing Page (oder auch Sales Page) enorm wichtig. Auf dieser Seite dreht es sich nicht nur einfach um ein Thema. Der Leser wird emotional abgeholt und Schritt für Schritt zum qualifizierten Käufer.

Eine Landing Page hat dafür einen ganz speziellen Aufbau:

  • Definition eines Problems
  • Aufzeigen der Lösung
  • Vertrauen schaffen – beispielsweise durch Referenzen
  • Ergebnisse für den Kunden darstellen
  • Ergebnisse beweisen
  • Dein Angebot unterbreiten
  • Dringlichkeit erschaffen

Je nach der Stufe des potenziellen Kunden benötigst du für die richtige Ansprache eher eine Content-Seite oder eine Landing Page.

Ein klarer Call to Action bewegt deinen Leser zur Kontaktaufnahme

Auf beiden Seiten-Typen ist es hilfreich und sinnvoll, mit einem klaren Call to Action (CTA) dem Leser zu sagen, was dieser machen soll. Meist steht der CTA am Ende des Beitrags. Er kann zum Beispiel so aussehen:

  • Schreib uns deine Meinung in die Kommentare.
  • Diese Beiträge könnten dir auch gefallen.
  • Trag dich mit deiner E-Mail-Adresse ein und erhalte unseren Newsletter.
  • Lade dir dieses Freebie jetzt herunter.

Mit einem Hinweis auf ein Content-Upgrade bietest du dem Leser zusätzliche Informationen zu einem interessanten Thema. Im Gegenzug für das Freebie muss der Leser seine E-Mail-Adresse angeben. (Alle Details zu diesem Thema findest du auch in Teil 4 dieser Serie.)

Sammle mit einer Opt-in-Box E-Mail-Adressen

E-Mail-Adressen sind sozusagen dein Gold. Die E-Mail ist der meistgenutzte Kommunikationsweg. Um möglichst viele E-Mail-Adressen von interessierten Personen zu generieren, kannst du mit deiner Opt-in-Box zunächst ein kostenloses Freebie anbieten.

Sobald du die E-Mail Adresse hast, kannst du zum Interessenten mit weiteren E-Mails ein Vertrauensverhältnis aufbauen. Doch Vorsicht: Du solltest dabei immer die Regeln der europäischen Datenschutz-Grundverordnung beachten.

E-Mails als Kommunikationsmittel für den Aufbau von Vertrauen

Bei der E-Mail handelt es sich zwar nicht um ein Element auf der Website. Trotzdem nenne ich sie an dieser Stelle als elementaren Grundbaustein einer erfolgreichen Inbound-Marketing-Strategie.

Die meisten Besucher kaufen nicht beim ersten Mal. Das gilt insbesondere, wenn es um größere Preisspannen geht. Es ist demnach hilfreich, den potentiellen Kunden mit geschicktem E-Mail-Marketing zu betreuen und somit ein Vertrauensverhältnis aufzubauen.

Um diese fünf Elemente nun auf und mit deiner Website erfolgreich umzusetzen, gibt es drei empfehlenswerte Tools. Jedes eignet sich für andere Anforderungen. Doch mit allen kannst du erfolgreich neue Kunden gewinnen und benötigst keine bis wenig technische Kenntnisse.

Chimpify, die All-In-One-Lösung für Inbound Marketing

Chimpify ist ein deutscher Anbieter, der es sich auf die Fahne geschrieben hat, das Inbound Marketing für kleine Unternehmen und Selbstständige zu vereinfachen.

Die technische All-In-One-Lösung umfasst den Aufbau der Website mit einem Blog-System und Landing Pages. Zusätzlich bietet Chimpify Features für das E-Mail-Marketing, automatisierte Sequenzen, Social-Media-Tools und SEO-Funktionen.

Bei meinen Website- und Inbound-Marketing-Projekten entscheide ich mich bewusst für Chimpify, da mir ein einheitliches, optimiertes System mit dem vollen Funktionsumfang wichtig ist.

Chimpify ist für dich geeignet, wenn …

  • … du großen Wert auf Datensicherheit und deutsche Server legst.
  • … dir ein deutscher Kunden-Support wichtig ist.
  • … du dich überhaupt nicht um die Technik kümmern möchtest.
  • … du professionell Bloggen und gutes Content Marketing betreiben willst.
  • … dir ein ganzheitlicher Überblick über deine Zahlen essenziell ist.

WordPress und ergänzende Plugins

Die zweite Möglichkeit ist es, deine Inbound-Marketing-Maßnahmen mit einer WordPress-Website umzusetzen. WordPress wird von Millionen von Websites als Content-Management-System (CMS) genutzt. WordPress unterstützt in erster Linie den Aufbau einer Website. Diese kannst du mit zusätzlichen Plugins erweitern.

Für deine E-Mails lohnt sich ein Tool wie Mailchimp oder Active Campaign. Ein Opt-in-Tool wäre zum Beispiel „Optin Monster“, Sumo oder ein internes Modul von Thrive Themes.

Eine Landing Page lässt sich mit den meisten WordPress-Themes recht einfach erstellen. Spezialisierte Plugins wären „Thrive Architect“ oder „Optimize Press“.

Vor Chimpify hatte ich auch WordPress im Einsatz. Da allerdings nicht immer alle Plugins aufeinander abgestimmt waren, gab es hier und da Probleme. Dann war entweder die Hilfe eines Entwicklers gefragt oder das eigene technische Know-how.

WordPress ist für dich geeignet, wenn du …

  • … unterschiedliche Tools einsetzen und individuelle Entwicklungsmöglichkeiten haben möchtest.
  • … mit einem kostengünstigen System starten willst.
  • … dein technisches Know-how einbringen möchtest.
  • … auf Integrationen zu anderen Systemen Wert legst.
  • … auf die Erfahrung eines langfristig gewachsenen Systems setzen möchtest.

Hubspot Plattform für Inbound Marketing und Sales

Hubspot ist eine US-amerikanische Plattform, die sich als eine der ersten auf Inbound Marketing und Lead Generation spezialisiert hat. Neben dem Aufbau deiner Website hast du optimierte Opt-in-Möglichkeiten, Automatisierungen und E-Mail-Funktionen.

Alle gesammelten Kontakte lassen sich in einem CRM-System (Customer Relationship Management) übersichtlich verwalten. Das bietet deinem Vertriebs-Team eine tolle Grundlage, die gesammelten Kontakte weiter zu bearbeiten.

Da nicht alle Features in den unterschiedlichen Tarifen enthalten sind und die Preisstruktur etwas höher ist, eignet sich Hubspot eher für größere Unternehmensprojekte.

Hubspot ist für dich geeignet, wenn du …

  • … zusätzlich ein CRM-System betreiben möchtest.
  • … eine professionelle Enterprise-Lösung für dein Unternehmen suchst.
  • … gerne eine zentrale Benutzeroberfläche für deine Daten hättest.
  • … Integrationsmöglichkeiten zu ergänzenden Tools dringend benötigst.

Fazit: Welches der Tools eignet sich für deine Situation?

Du merkst sicherlich, die Auswahl des richtigen Tools ist von deinen individuellen Anforderungen abhängig.

Die Grundlage ist bei allen jedoch gleich: Du brauchst eine optimierte Website, die auf das Sammeln von Kontaktdaten ausgerichtet ist. Anschließend benötigst du Methoden – wie zum Beispiel das E-Mail-Marketing – um den Kontakt zu vertiefen und mit Vertrauen zu verkaufen.

Mit geschicktem Content Marketing lässt sich in jeder Branche Interesse bei deinen Lesern wecken. Diese generieren Traffic für deine Website und konvertieren früher oder später zu Leads.

Organischer Traffic – also Suchende von Google, Bing und Co. – sind dabei sicherlich der beste Traffic. Im nächsten Teil, der am 24. Juli 2018 erscheint, sehen wir uns dazu weitere Traffic-Kanäle an, über die du Traffic auch mit bezahlten Kampagnen einkaufen kannst.

Zu Teil 4 Zu Teil 6 ⇒

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Über den Autor

Jan Schulze-Siebert

Jan ist Blogger und Spezialist, wenn es um die Inbound Marketing Strategie geht.

Als selbstständiger Marketingberater unterstützt er seine Kunden, nachhaltig, erfolgreiches Inbound Marketing zu betreiben. Von der Entwicklung einer Strategie bis zur Umsetzung ist er in Projekten beteiligt.

Mit seiner redaktionellen Erfahrung aus einem auf Content fokussierten Startup und zahlreicher Artikel-Möglichkeiten als Gast-Autor in namhaften Online Magazinen bringt er sein SEO-Wissen und seine Marketing-Kenntnisse in Projekte kleiner und mittelständischer Unternehmen ein.

Er vertritt die Meinung, dass relevante Inhalte in Text, Video, Bild oder einer anderen Form die Bausteine für ein langfristiges Unternehmen sind.

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