Taxify lässt Uber in Afrika links liegen

Felix Baumann
Credit: Taxify

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Der internationale Ridesharing-Markt ist ein hart umkämpftes Gebiet. Global versuchen Dienste wie Uber, Lyft, CleverShuttle und Co. das beste Angebot zur besten Zeit verfügbar zu machen und buhlen um die Aufmerksamkeit und die Loyalität der Kunden.

Auch, wenn Deutschland dabei eher eine untergeordnete Rolle spielt (rechtliche Hürden), sind die verschiedensten Transportdienstleistungen in Afrika essenziell, wie meine Kollegin Nicole in Südafrika herausgefunden hat. Das hat auch das estnische Unternehmen Taxify OÜ mit seinem gleichnamigen Transportnetzwerk herausgefunden und Uber auf dem Kontinent überholt. Das liegt vor allem daran, dass auch kleinere Städte ins Repertoire aufgenommen wurden.

Im soeben erwähnten Südafrika teilt sich der Dienst die Städte Kapstadt, Durban, Johannesburg und Port Elizabeth noch mit Uber, hat sich aber vor Kurzem alleine Polokwane mit seinen über 100.000 Einwohnern unter den Nagel gerissen. Wenn in Kürze ebenfalls East London an den Start geht, dann hat Taxify sonst nirgendswo so viele Städte im Angebot wie in Südafrika.

Auch in Nigeria hat sich Taxify ausgebreitet. Dort wird nun neben Lagos (18 Millionen Einwohner) und Abuja (2,7 Millionen Einwohner), welche ebenfalls von Uber bedient werden, zusätzlich Ibadan und Owerri ins Angebot aufgenommen. Während Ibadan die flächenmäßig größte Stadt in Nigeria ist (3080 Quadratkilometer – das entspricht in etwa 10 Mal der Fläche Münchens), ist Owerri ein geschäftiges Handelszentrum im Südosten des Landes. Beide besitzen zwar keine eigentlichen Stadtzentren, beschäftigen aber Millionen Menschen in verschiedensten Geschäftsvierteln.

Das gleiche Bild ergibt sich in Tansania. Hier tuckert Uber ausschließlich in Daressalaam (5,5 Millionen Einwohner) herum, während Taxify nun auch in der Hauptstadt Dodoma und der bei Touristen beliebten Stadt Mwanza am Ufer des Viktoriasees potenzielle Kunden ans Ziel bringt.

Der Hauptgrund für die rasante Expansion ist wohl die Kapitalerhöhung in Höhe von 175 Millionen Dollar, die vor Kurzem von Investoren abgesegnet wurde und Taxify somit über die 1 Milliarde Dollarmarke hievte (Unternehmenswert). Zu den Unterstützern gehören unter anderem der deutsche Automobilriese Daimler und Didi Chuxing, ein großes Unternehmen aus China, das ebenfalls Fahrdienstleistungen anbietet und bereits in der Vergangenheit Rivalen von Uber unterstützt hat. Durch niedrigere Provisionen sollen in Zukunft deutlich mehr Fahrer eingestellt werden, die das Unternehmen für sein Wachstum auch dringend braucht.

Aber Uber schläft nicht. Die Amerikaner, die seit fünf Jahren in afrikanischen Städten aktiv sind, wollen in Zukunft mit Ruanda, der Elfenbeinküste, Senegal und Mauritius weiter expandieren. Durch die Anpassung an die Zielmärkte konnten somit in den verschiedenen Ländern auch günstigere Fahrgelegenheiten mit Rikschas in Kenia und Motorrädern in Uganda verbreitet werden.

Via Quartz Africa

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Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei BASIC thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in BASIC thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.