Unternehmen

Mercedes, VW, BMW: Ruhet in Frieden!

Mercedes, Oldtimer, Rennwagen
Bald gehören die erfolgreichen Zeiten von Mercedes, BMW und Co. der Vergangenheit an. (Foto: Pixabay.com / Madeinitaly)
geschrieben von Guido Augustin

Ihr seid tot. Ihr habt es verschlafen. Das Spiel ist aus. Wenn nicht heute, dann morgen. Die hochgerühmte, hochproduktive deutsche Autoindustrie, das Rückgrat unserer Industriegesellschaft, ist am Ende. Und diese Geschichte hat keine Pointe. Ein Kommentar.

Der Wandel hat sie abgehängt. Sie wollten nie in Endrohre anderer schauen – passiert auch nicht, gibt nämlich keine mehr. Du kannst von der Elektro-Mobilität halten, was du willst. Sie kommt nicht, sie ist da. Und ihre Vorreiter satteln nicht in Stuttgart, Wolfsburg oder München, sondern in Palo Alto und Schanghai.

Ich habe im April und Oktober 2016 schon über das nahende Ende der Automobilindustrie geschrieben, „Benzin-im Blut-Vergiftung“ hieß das und dann „Wer zerstört Mercedes?“.

Ich zitiere mich ausnahmsweise mal selbst. Schließlich muss ich nach über zwei Jahren nichts davon zurücknehmen oder relativieren: „Offenbar haben deutsche Automanager so viel Benzin im Blut, dass ihnen in der Schaltzentrale der Sauerstoff fehlt. Die Folge: VW, Mercedes, BMW & Co. kommen mächtig unter die Räder neuer Spieler, die die gesamte Wertschöpfungskette neu denken – Disruption in Reinkultur, Digitalisierung mit einem Industrieprodukt.“

Das Ende des sprudelnden Geschäfts

Da gab es jede Menge Schelte der Freunde von Stern und Niere. Was ist mittlerweile passiert? Die PR-Abteilungen waren fleißig, die Ingenieure wohl auch. Doch ich fürchte zu spät und zu langsam, weil die Haltung noch immer nicht passt – was mehr als verständlich ist.

Milliardenkonzerne haben schließlich Milliarden zu verlieren. Disruption bedeutet seit Schumpeter, dass war in den 40ern des vorigen Jahrhunderts, das Alte zu zerstören, um das Neue entstehen zu lassen. Ist halt schwierig, wenn das Alte das eigene Milliardengeschäft ist, dass endlos zu sprudeln schien.

Wenn der Pelz brennt, merkt der, dem er gehört, es immer als letzter. Das sieht man sehr schön, wenn Khalid Al-Falih, der Erdöl-Minister Saudi-Arabiens der Elektro-Mobilität keine große Chance einräumt und behauptet, alternative Antriebsarten würden mit Blick auf den globalen Energiemix weiter eine „unwesentliche“ Rolle spielen.

Der Bundesverband der Schlachthofbetreiber warnt vor den schlimmen Folgen vegetarischen Lebenswandels und der Hufschmiedverband Hessen sieht in den motorisierten Kutschen keinen Ersatz für Pferdeantrieb.

Wenn Mercedes und Audi kommen, ist es zu spät

Gunter Dueck ist hochdekorierter Mathematiker und ehemals Vordenker bei IBM. Seit die ihm zu langsam wurden, Pensionär, Bestsellerautor und gern gesehener Speaker. Er sagt, sobald das Neue zehn Prozent habe, sei das Alte unentrinnbar am Ende.

Und genau so sieht es aus, wenn auch noch ungleich verteilt: In Norwegen hat der E-Auto-Markt über 45 Prozent erobert, in China 3,5 Prozent, bei uns 1,9 Prozent. Außer Norwegen, wo massiv subventioniert wird, nicht viel? Ja, aber rasant steigend.

Wenn Audi mit dem E-tron GT stolz den Tesla-Model-S-Killer ankündigt, der 2020 auf den Markt kommen wird, ist das zu spät. Bis dahin sind die zehn Prozent in allen wichtigen Märkten längst weg – in China nämlich und bei Tesla im Silicon Valley.

Bis die ersten echten E-Flitzer von Audi und Porsche kommen, rollen auf den Straßen der Welt bereits hunderttausende der Chinesen und der Teslas dieser Welt.

Schlägt das Imperium noch zurück?

Immerhin hat VW unlängst bekannt gegeben, für den Zeitraum 2019 bis 2023 die für Normalmenschen enorme Summe von 44 Milliarden Euro in Elektro-Mobilität und Digitales investieren zu wollen.

Schlägt jetzt das Imperium zurück und fegt die aufmüpfigen E-Start-ups zurück in ihre Ecke? Nicht ganz. VW hatte für den Fünfjahreszeitraum davor (2018 bis 2022) bereits 34 Milliarden bereit gestellt. Ja, es ist mehr geworden. Nein, es wird sie nicht retten.

Alles, was die deutsche Autoindustrie stark gemacht hat und in ihrem Selbstverständnis ausmacht, brauchen wir nicht mehr. Und vieles von dem, was wir morgen wollen, können sie nicht. Jeder, der Carplay oder etwas vergleichbares in seinem Auto hat, weiß das.

Der Unterschied zwischen der wundervoll reduzierten Abbildung zeitgenössischer Handy-Apps auf dem Auto-Monitor und dem, was Autohersteller uns als zeitgemäße Usability anbieten, ist so groß wie der Unterschied zwischen Sushi und einem Fischstäbchen.

Der historisch-verklärte Blick der Deutschen

Wir sind mit Recht so stolz auf die deutsche Autoindustrie. Doch es handelt sich um einen historisch-verklärten Blick ohne große Zukunftsaussichten: Die deutschen Automobilhersteller sind berühmt für vieles. Braucht nur keiner mehr.

Da ist die Sache mit der Verkehrssicherheit: Knautschzone, Airbag, ABS und vieles mehr, was die Überlebenschance im Verkehr erhöht, wurde bei uns erfunden. Braucht aber keiner mehr.

Wenn Autos mit intelligenten Systemen autonom fahren, wenn verboten wird, Menschen ans Steuer zu lassen, braucht das keiner mehr, weil es viel viel weniger Unfälle gibt. Vergangenes Jahr wurden auf deutschen Straßen über 3.000 Menschen getötet, über 390.000 Menschen verletzt.

Die häufigsten Unfallursachen bei „Personenschäden“ sind Rückwärts-Fahren mit Ein- und Ausparken, missachtete Vorfahrt, zu geringer Abstand, zu hohe Geschwindigkeit und falsche Straßennutzung. Maschinen, Algorithmen, Computern passiert das nicht.

Da ist die Sache mit der Motorenentwicklung. Aus geringerem Hubraum mehr Leistung bei weniger Verbrauch, das ganze haltbar, betriebssicher und umweltfreundlich.

Welch großartige Aggregate werkeln in unseren Boliden. Braucht aber keiner mehr. Elektromotoren sind sehr einfach aufgebaut, verschleißarm und preiswert.

Selbst das Image von Mercedes und Co. leidet

Da ist die Sache mit dem flächendeckenden Händlernetz. Braucht auch keiner mehr. Fahrzeuge, das macht uns Tesla seit Jahren vor, bestelle ich online und hole sie ab oder bekomme sie geliefert.

Durch die sehr viel einfachere Antriebskonstruktion brauche ich keine spezialisierte Werkstatt und Ersatzteillager, zumal wenn ich die in ganz baldiger Bälde über den 3D-Drucker ziehen kann.

Und spätestens, wenn ich gar kein eigenes Auto mehr besitze, um es 94 Prozent seiner Zeit herumstehen zu lassen, ist all das obsolet. Dann kommt mich mein frisch gewartetes Auto vor der Haustür abholen, bringt mich an mein Ziel und fährt selbstständig weiter zum nächsten Auftrag.

Da ist die Sache mit dem Marken-Image und dem Luxus. Leder vernähen können auch andere. Aber die Ausstrahlung der großen deutschen Marken ungebrochen. Wirklich? Tatsächlich geht die Markenbindung der nachfolgenden Generationen stark zurück, die Generation Z lässt grüßen.

Es gibt keine Pointe

Das liegt auch an den erstarkenden Handelsplattformen. Vor allem Amazon wirft lange Schatten auf große Marken. Wenn klassische Oberflächen verschwinden, verschwinden auch Marken-Wahrnehmungen. Wer über Amazons Echo, also bei Alexa, bestellt, weiß das.

Da habe ich keine Marken-Attraktion, keine Haptik, keine Optik. Da bestelle ich ein Produkt über Spracheingabe und gut. Tatsächlich fällt es Menschen, dazu gibt es spannende Studien, immer schwerer, Markenpräferenzen zu nennen oder sie wechseln sie häufiger.

Das mag heute in der Autowelt noch anders sein. Doch was ist morgen, wenn BYD, BAIC und Roewe moderne und hochfunktionale E-Autos für Preise unter 25.000 Euro anbieten und Nio mit seinen Luxusfahrzeugen allen möglichen und unmöglichen Komfort bietet?

Sind übrigens alles chinesische Automarken. Kennen wir hier nicht? Noch nicht. Was ist, wenn Google, Uber, Amazon, Apple oder welcher extrem liquide Technik-Konzern auch immer morgen Fahrdienste mit austauschbaren fahrbaren Untersätzen anbieten?

Mercedes, VW, BMW: Ruhet in Frieden. Keine Pointe.

Auch interessant:


Deine Jobbörse in der Digital-Welt

Wir tun jeden Tag, was wir lieben. Das kannst du auch! Über 20.000 Traumjobs in der IT- und Digital-Welt warten nur auf dich in der BASIC thinking-Jobbörse. Gleich reinschauen und entdecken!


Teile diesen Beitrag!

Über den Autor

Guido Augustin

Guido Augustin (guidoaugustin.com) denkt so klar, dass er als Autor lebt. Er teilt seine Gedanken in wöchentlichen Kolumnen auf "Guidos Wochenpost", in seinem Podcast, in Büchern, Vorträgen und launigen Moderationen.

31 Kommentare

  • Noch nie so viel Quatsch auf einmal gelesen. Muss man auch erstmal schaffen.
    Wenn das in einer Zeitung gestanden hätte, würde ich sagen, es ist das Papier nicht wert, auf dem es gedruckt wurde.
    Naja hier wurde nur ein bisschen von meinem Akku verschwendet, das ist ok, den Strom hol ich mir aus der Steckdose wieder!

    Naja, das schöne an solchen Zukunftsvorhersagen ist ja, dass man nur auf die Zukunft warten muss. Dann wird auch spätestens zeigen, wer Recht hatte.

    • Vielen Dank für den Kommentar, ich hoffe doch, dass die Erhitzung beim lesen über einen Wärmetauscher wieder einem guten Zweck zugeführt werden konnte ;o)
      Im Ernst: Finde es nicht schlimm, anderer Meinung zu sein und tatsächlich müssen wir gar nicht so alt werden, um zu erleben, wie die Sache ausgeht.

  • Was für ein Blödsinn. Ich bin nun wirklich offen gegenüber Digitalisierung und allem, verdiene auch gut und gerne mein Geld damit, aber 2018 sollte man gelernt haben, dass nicht alles nur gut ist, was neu und digital ist, und neue Technologien allein nicht die Welt retten werden. Vielleicht sollte der Autor mal einen Schritt zurück treten und die Rosa-rote-Filterbrille wieder absetzen.

    E-Mobilität wird nicht nur kommen, sondern ist schon da, ganz klar. Aber die Infrastruktur dafür, die ist quasi nicht existent. Schon mal darüber nachgedacht, woher der ganze Strom kommen soll, wenn in (unrealistischen) zwei Jahren nur 10 % der Autofahrer in Deutschland mit E-Autos unterwegs wären? Oder wie Norwegen auf eine so hohe Prozentzahl kommen kann? Mal kurz via Google recherchiert, und ich komme auf Zahlen, die in der Gesamtheit ein ganz anderes Licht auf die verwendete Prozentzahl werfen: Verkaufte E-Autos Norwegen 4.810, in Deutschland 50.141 (bezogen auf die ersten drei Quartale 2018 in beiden Ländern). Einwohnerzahl Norwegen 13,7 Mio, Deutschland 82,7 Mio. Norwegen 17,77 km Straßen auf 1.000 Einwohner, 7,8 km Straßenkilometer auf 1.000 Einwohner in Deutschland. Klar, dass man da schneller ein Netz aufstellen kann und die Prozentzahl nach oben schnellt. Ein E-Auto ohne Gurt, Knautschzone, etc. Really??? Und die (großteils negativen) Schlagzeilen über Tesla bzw. Faraday der letzten Monate werden wohl auch zwecks Zwangsoptimismus totgeschwiegen…

    Mit Verlaub, aber dieser Text ist von der ersten bis zur letzten Zeile Blödsinn.

    • …oje, anderen vorwerfen „nicht nachzudenken“, aber selbst zu faul sein, sich mal über den Strommarkt in D zu informieren. Sowas kann ich leiden! Ich empfehle DRINGEND, sich besser über die Situation zu informieren. Strom ist mehr als genug da … und zwar soviel, dass wir sogar dafür bezahlen wenn uns jmd. die Überschüsse (~50Twh p.a.) abnimmt. Wir haben deswegen teilweise Negativpreise! Wenn morgen alle 45 Millionen Pkw in D vollelektrisch wären, bräuchten wir ca. 8% mehr Strom als heute!

    • Vielen Dank für den Kommentar! Immer schön, sich mit anderen Meinungen auseinanderzusetzen. Ich verstehe allerdings nicht, was der Zahlenvergleich soll. Denn das ist ja das Schöne an Prozentzahlen, sie geben Relationen wieder. Und es geht ja auch gar nicht um Technologie und Digitalisierung, es geht um Disruption. Aber ich habe schon häufiger feststellen müssen, dass Texte, die sich kritisch mit der deutschen Autoindustrie auseinandersetzen, mit Kritik an Tesla beantwortet werden. Vielleicht sollte ich mal einen Text schreiben, der 1.000 Mal wiederholt, dass es nicht um Tesla geht. Diesmal nenne ich ja sogar chinesische Autobauer. Wenn das dann auch nicht ankommt, stoße ich als Autor an meine Grenzen …

  • Ich sehe den Artikel ziemlicher überspitzt und sehr einseitig.
    Die Elektro Auto Industrie wird die alten Platzhirsche ziemlich aufmischen, keine Frage !
    Aber deshalb vom Untergang / Tod dieser zu sprechen ist lächerlich.
    Wir haben bei uns im Firmen Miet Fuhrpark ein E Smart und einen Tesla.
    Beide Autos werden schlicht und einfach nicht angefasst, da einfach die Lade Infrastruktur hürden stellt über eine Nutzungszeit von meist 3 Tagen übers Wochenende bzw eine Woche.

    Ich habe Mal den E Smart für den schnellen Weg nach Hause mir genommen und wollte ihn dann aufladen bei einer Ladestation eines Kaisers, welche sogar Mal frei war.
    6€ wollten die da Pauschal haben für die Nutzung. Für vllt. 20min Einkaufen sprich keine 15% Akku, ist das für mich keine alltagstaugliche Alternative.

    In Norwegen haben sie zB deshalb u.a. auch die Subventionen zurückgezogen, weil das Stromnetz nicht leistungsstark genug war für mehr Stationen.

    Das Auto hat Spaß gemacht aber ich sehe in sehr vielen Fällen immernoch mehr Hürden als Vorteile.
    Vor allem für Leute die in Großstädten leben und kein Haus mit Garage und Strom haben sind E Autos ein Luxus aber sicher keine Option für Alltags Mobilität.
    Vor allem nicht bei solchen Preisen.
    Da können die aus Palo Alto oder „Schanghai“ mit ihren Preisen jenseits des durschnittlichen Autokaufpreises auch erstmal wenig dran ändern.

    Und du vergisst dass zB bei Daimler und u.a. auch BMW niemand mehr davon ausgeht in Zukunft Benzin Autos zu verkaufen.
    Da sollte deren letztes Joint venture schon genug aussagekräftig sein.

    In 15 Jahren werden genauso wenig Elektro Autos wir Benziner kaufen.
    Da geht es einzig und allein um Mobility on demand. Und das haben die beiden o.g. Konzerne schon früh begriffen, nutzen dafür sogar aktuell schon hauptsächlich E Autos und werden deshalb wahrscheinlich länger nicht „in Frieden Ruhen“ wie bspw Tesla.

    Keine Ahnung wie man da mit Thesen wie

    „Offenbar haben deutsche Automanager so viel Benzin im Blut, dass ihnen in der Schaltzentrale der Sauerstoff fehlt.“ um dich werfen kann.

    Das hätte man hier vllt als Kommentar Titeln sollen, denn mit Journalismus hatte das wenig zu tun.

    • Nun ja, womöglich ist es nicht ganz zulässig, von der eigenen singulären E-Smart-Erfahrung von heute auf den Zustand einer Industrie und ganzen Gesellschaft von morgen zu schließen? Erinnert mich ein wenig an so einen US-Präsidenten, der bei kaltem Wetter alle verspottet, die von Klimawandel und Erderwärmung reden.

  • „Wenn Autos mit intelligenten Systemen autonom fahren, wenn verboten wird, Menschen ans Steuer zu lassen, braucht das keiner mehr, weil es viel viel weniger Unfälle gibt. Vergangenes Jahr wurden auf deutschen Straßen über 3.000 Menschen getötet“

    Achja… es geht also mal wieder darum die Menschen zu Konsumsklaven der Firmen zu machen. Einfach Dinge verbieten wo es nur geht! Was funktioniert da besser, als mit der „Angst“ zu spielen? OMG, Autofahren ist gefährlich? Ja. Morgens in die Dusche steigen auch. Autofahren macht vielen Menschen auch Spaß und genau deswegen kaufen die Leute schnelle und schöne Autos. Wenn ich gefahren werden will, dann bestelle ich mir ein Taxi oder nehme den Bus.

    Jedes Jahr sterben 110.000 Menschen an Zigarettenkonsum, 74.000 Menschen an Alkoholkonsum und 40.000 Menschen an Krankenhauskeimen – jedes Jahr, allein in Deutschland! Verbietet also erstmal Zigaretten und Alkohol, dann ist wirklich was für die Gesellschaft getan. Aber klar, die Digitaljünger möchten am liebsten alles verbieten und digitalisieren. Nein, Danke!

  • … volle Zustimmung.
    Ich selbst bin nun schon fast 50Tkm mit dem E-Auto unterwegs. Nie wieder was anderes. Wer im Alltag die vielen Vorteile von E-Autos noch nicht selbst erfahrennhat, wird das NIE verstehen.

  • Elektromobilität wird in vielen Bereichen gut ankommen und von Vorteil sein aber die Verbrenner bleiben weiterhin und hier hat nichts und niemand verpennt. Mercedes und Co. sind schon seit den 80ern im Bereich Elektromobilität am werkeln.

    Als Neuwagen ist so ein Tesla interessant, wenn man die Interieur Qualität außen vor lässt. Was passiert aber mit dem Gebrauchtwagen-Markt!? Ich möchte keinen 15-20 Jahre alten Elektroschrott kaufen und genau da stehen die Verbrennungsmotoren einfach viel besser da. Viele Menschen haben für Neuwagen oder neue Gebrauchte einfach kein Geld.

    • Korrekt. So ein E-Auto Akku ist in der Regel schon nach 8-10 Jahren ausgelutscht – dann sind erstmal 6000-8000 Euro für einen neuen Akku fällig. In vielen Fällen dürften die Kosten dann einen wirtschaftlichen Totalschaden bedeuten. Heute fahren noch viele Oldtimer mit 30-40 Jahre alten Motoren herum – die laufen und laufen und laufen. Es gibt sogar diverse Beispiele im Netz, wo viele Verbrenner locker die 700.000 oder sogar 1 Millionen km geschafft haben…

      • Mein E-Auto ist jetzt 5 Jahre alt und der Akku hat nach 100.000 km eine Restkapazität von 98%. Da der Akku zudem gemietet ist, würde ich bei 75% einen neuen bekommen, aber das ist wohl bei dem Hersteller bis jetzt noch nie vorgekommen. Ich gehe also davon aus, dass der Akku das Fahrzeug überleben wird. Denke das Fahrzeug würde ohne Unfall sicher 1.000.000 km erreichen. Was soll denn auch schon kaputtgehen?

  • Indien (das lang mit der zweitegrößten Bevölkerung auf der Welt) hat bereits 2017 autonome Fahrzeuge verboten – und das ist auch gut so 🙂

  • Hallo, gut geschrieben aber !
    Ich denke das die E-Fahrzeuge nur ein zwischen Stepp ist.
    Wenn allen klar wird das die Fahrzeuge nicht oder schwer zuladen sind wird vielen klar das die E-Fahrzeuge nicht die Lösung des Problems ist.

  • Ein Geradeheraus-kommentar wie er im Buche steht:

    Keine nennenswerte Argumente wurden genannt sondern einfach nach „frei Schnauze“ die Tastatur malträtiert!
    Ich denke, dass sie sich nicht im Ansatz mit der Wirtschaft respektive der Autoindustrie auskennen um solche gewagten Behauptungen aufzustellen.
    Auch wenn es in 5 Jahren „satte“ 10 % E-Autos auf den Straßen gibt werden immernoch 90 % Verbrennerautos sein und das E-Autos keine/wenig Wartung benötigen ist eine reine Lüge; es gibt quasi einen Tesla-‚Skandal‘, dass man nach wenigen zehntausend Kilometern sehr viel ersetzen muss.
    Kann man einfach mal googeln, da gibt es ein Video auf Youtube mit mehreren Millionen Klicks, in dem ein Automechaniker, der sich einen Tesla gekauft hat, erklärt was alles ausgetauscht werden und er zerlegt das Auto komplett in dem Video.

    Außerdem muss man sich nur die Verkaufszahlen von Audi/BMW anschauen, insbesonderw in China wächst de Markt an Luxusautos und davon profitieren Audi und BMW.

    • Hallo Thomas,

      natürlich werden noch recht lang viele Verbrenner auf den Strassen unterwegs sein. Wichtig für´s Geschäft sind aber die Zulassungszahlen … und die verhalten sich bei E-Autos gerade exponentiell. Das beängstigt Viele.
      Noch etwas zur geringeren Wartung: Tesla hat anfangs Fehler gemacht (Kontaktoren, Drive Units,…), völlig richtig. Die haben aber vorher noch nie Autos gebaut. Das Model S war/ist quasi ein Prototyp für die Serie. Die Lernkurve bei Tesla ist aber beeindruckend. Das allermeiste ist inzwischen aussortiert. Dazu kommt, dass nicht jedes E-Auto automatisch ein Tesla ist.
      Man muss schon sehr blind sein, wenn man nicht erkennt, dass E-Autos wartungsärmer sind als klassische Verbrenner.
      Ich arbeite zufällig bei einem sehr großen Automobilzulieferer, habe mit vielen OEMs zu tun und kenne deren „Roadmaps“. Inzwischen haben die allermeisten den Schuss gehört … zwar etwas spät, aber jetzt greift der Panikmodus um sich.
      Ich lese aus dem Kommentar heraus, dass Sie noch kein E-Auto mit 150PS+x gefahren sind? Sie hatten Ihren „Aha-Effekt“ noch nicht … werden aber an Leute wie mich denken, wenn´s soweit ist. ;-)))

  • Neue, stichhaltige Erkenntnisse? Einfach mal wieder schreiben wie schlimm es angeblich um die Automobilweltmarkführer in Gesamtheit steht….
    Die am Rand stehen ohne Verantwortung, wissen oft alles besser….

  • Elektroautos haben 2018 zwischen 1,3% und 2,1% bei Zulassungen ausgemacht. Bei den gefahrenen Kilometern in Deutschland liegen sie bei 0,02% bis 0,08% – je nachdem wer die Statistik ermittelt. Für die Exequien ist es noch arg früh.
    Noch ist ein elektrischer Kilometer drei mal teurer als ein Diesel-Kilometer, wenn man die Abschreibung mit einbezieht. Dazu kommt, dass bereits die vorhandenen drei Gleichstrom-Ladeverfahren schon an die Grenze stoßen und vermutlich ein viertes kommen muss, wenn man Kunden ohne Garagen- oder Tiefgaragenplatz erreichen will.

Kommentieren