Das Mercedes-Benz Co-Operative Car nutzt LEDs, um mit Fußgängern zu kommunizieren

Nicole Scott

Mercedes hat große Pläne, was autonome Fahrzeuge angeht; aber genau wie alle anderen Autohersteller, die die Technologie erforschen, steht man dort vor der Frage, wie sich Vertrauen zwischen Mensch und Maschine schaffen lässt.

Die Experten von Daimler möchten dabei „informiertes Vertrauen“ schaffen, indem sie den emphatischen Prozess reproduzieren, den wir ganz automatisch zur Interkation mit anderen Menschen einsetzen.

Laut Alexander Mankowsky, Futurologe bei Daimler, „müssen die Menschen schnell und zuverlässig einschätzen können, was ein autonomes Fahrzeug als Nächstes tun wird. Das Fahrzeug muss deshalb die Informationen über seine Absichten auf unmittelbare und intuitive Art und Weise liefern.“

Die Antwort auf diese Herausforderung ist das „Co-Operative Car“ – ein Konzept, das mithilfe der Mercedes-Benz S-Klasse realisiert wurde. Das Dach wurde mit dem 3D-Drucker konstruiert und enthält ein 360-Grad-System aus Kameras, Sensoren und Leuchtsignalen. Das Auto nutzt die Leuchten, um mit seiner Außenwelt zu kommunizieren. Langsames Blinken bedeutet zum Beispiel, dass das Auto abbremst. Schnelles Blinken signalisiert dagegen ein Beschleunigen des Fahrzeugs und Leuchtstreifen an der Windschutzscheibe zeigen an, dass sich das Auto im autonomen Fahrmodus befindet. Während der Vorführung verfolgte das Auto mit seinen Lichtern die Bewegungen aller Teilnehmer, um zu demonstrieren, dass es die Personen in seinem Umfeld stets im Blick hat. Für die Leuchtsignale entschied man sich für die Farbe Türkis, da diese Farbe im Straßenverkehr noch nicht verwendet wird und zudem beruhigend und futuristisch wirkt.

Das nächste Konzeptfahrzeug soll zusätzlich ein System aus Richtlautsprechern enthalten, welche die Leuchtsignale ergänzen sollen. Gerichteter Schall lässt sich jedoch nicht so leicht umsetzen wie direktionales Licht. Außerdem stellt sich die Frage, was das Auto sagen und wie es klingen wird!

Für die Futurologen von Daimler ist dabei keine Idee zu schräg. Sie arbeiteten zum Beispiel mit Anime-Künstlern zusammen, um zu lernen, wie sich Emotionen mithilfe von simplen Animationen am besten vermitteln lassen. Sie befestigten sogar GoPro-Kameras an Pferden, um zu verstehen, wie die Tiere ihre Ohren bewegen, um ihre Umgebung zu analysieren.

Was haltet ihr von der Idee hinter dem Co-Operative Car?

 

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