Roboter nehmen uns die Jobs weg – und das ist gut so

Nicole Scott

Automatisierung ist nicht das Problem – sondern der Kapitalismus. Alexandria Ocasio-Cortez sagt, dass wir uns mehr über die zunehmende Automatisierung freuen würden, wenn Arbeitslosigkeit keine finanzielle Herausforderung darstellen würde.

SXSW (South by Southwest) wäre nicht SXSW ohne ein paar große Statements.

Während einer offenen Frage-Antwort-Runde wurde der Kongressabgeordneten Alexandria Ocasio-Cortez eine Frage bezüglich der wirtschaftlichen Herausforderung der Automatisierung gestellt.

Ihre Antwort ist definitiv einen Blick wert – genau wie das einstündige Interview vor Beginn der Fragerunde. Ihr Vorschlag lautet, die Punkte „Arbeit“ und „Überleben“ in Zukunft voneinander zu trennen:

[mg_blockquote]We should not be haunted by the specter of being automated out of work. We should not feel nervous about the toll booth collector not having to collect tolls anymore. We should be excited by that. But the reason we’re not excited by it is because we live in a society where if you don’t have a job, you are left to die. And that is, at its core, our problem.

Wir sollten uns nicht davor fürchten, unsere Arbeitsplätze durch Automatisierung zu verlieren. Eigentlich sollte es uns keine Sorgen bereiten, wenn zum Einsammeln der Maut kein Mautbeamter mehr notwendig ist. Der Grund, warum wir uns darüber nicht freuen, ist, dass wir in einer Gesellschaft leben, in der Menschen ohne Arbeit nicht überleben können. Und genau das ist im Kern unser Problem.[/mg_blockquote]

Zum Schluss sagte sie außerdem Folgendes:

[mg_blockquote]We should be excited about automation, because what it could potentially mean is more time educating ourselves, more time creating art, more time investing in and investigating the sciences, more time focused on invention, more time going to space, more time enjoying the world that we live in. Because not all creativity needs to be bonded by wage.

Wir sollten uns auf die Automatisierung freuen, denn sie bietet uns die Chance, mehr Zeit in Bildung, Kunst und Wissenschaft zu investieren; wir könnten uns auf die Entwicklung von Erfindungen oder die Erkundung des Weltraums konzentrieren und das Leben in unserer Welt länger genießen. Denn Kreativität muss nicht immer an Löhne gebunden sein.[/mg_blockquote]

Ihre komplette Antwort beginnt mit dem Stichwort „automatisierte Ungleichheit“ und ist knapp fünf Minuten lang. Ihr solltet euch unbedingt die Zeit nehmen, sie anzuhören.

In meinem Artikel zum Internationalen Frauentag „Alexa – das schwere Schicksal einer weiblichen KI“ spreche ich unter anderem über künstliche Intelligenz und Vorurteile – ein sehr wichtiges Thema, über das nicht ausreichend gesprochen wird.

Via Kottke.org

 

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