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Was die neuen Shopping-Funktion bei Facebook und Instagram bedeuten

Philip Bolognesi
Mit den neuen Shopping-Optionen bei Facebook und Instagram will Mark Zuckerberg Online-Händlern den Einstieg in den E-Commerce erleichtern. (Foto: Unsplash.com / dole777)

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Auch Facebook spürt die gehemmte Bereitschaft seiner Nutzer, in Werbemaßnahmen zu investieren. Nun geht der Konzern seinen angedachten Weg weiter und spendet seinen Plattformen Shopping-Optionen. Mit einem Facebook Shop will Zuckerberg nun das Geschäftsfeld erweitern.

Nachdem Pinterest zusammen mit Shopify Online-Händlern den Weg in den Social Commerce erleichtern will, plant nun auch Facebook mit kostenlosen Online Shops seine Position im E-Commerce zu stärken. In die Karten sollen dabei die Reichweiten seiner Netzwerke spielen.

So können Online-Händler mit einem Facebook Shop die eigenen Produktkataloge auf ihrer Facebook-Seite oder in ihrem Instagram-Profil integrieren. Kunden steuern den jeweiligen Shop entweder direkt über den jeweiligen Kanal an oder klicken auf eine Werbeanzeige. Verkaufen lassen sich die Produkte dann bequem über die drei Chat-Dienste von Facebook: Messenger, WhatsApp oder Instagram.

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Für die Online-Händler wird das Aufsetzen und Einrichten des Shops kostenlos sein. Gebühren fallen nur bei Kaufabschlüssen an.

Facebook Shop: eine alte Idee mit neuen Features

Darüber hinaus plant Facebook eine Live-Shopping-Funktion. Dabei präsentieren Online-Händler oder auch Influencer Produkte über einen Live-Videostream, ergänzt mit einem Link, über den die Stream-Teilnehmer direkt das Produkt bestellen können.

Erweitert wird dies über eine Augmented-Reality-Anwendung: Um das Einkaufserlebnis und die Online-Wahrnehmung zu optimieren, werden die virtuellen Waren mit einem echten Bild aus der Webcam verbunden.

Facebooks Idee, seine etablierten Plattformen besser zu vermarkten, ist nicht neu. Mark Zuckerberg beschäftigte sich schon eine längere Zeit mit dem Gedanken, ein kommerzielles Plattformsystem zu entwickeln und damit eigene Wachstumsgrenzen zu verschieben.

Helfen soll der Facebook Shop überwiegend kleineren Unternehmen, denen in der aktuellen Corona-Krise Umsätze wegbrechen. Ihnen will Facebook mit den neuen Features den Einstieg in den E-Commerce über Social Media erleichtern.

Fehlende Werbeeinnahmen kompensieren

Ganz uneigennützig ist das neue Projekt selbstverständlich nicht. Die Corona-Krise verhagelt so manchen Online-Publishern und Medien die Einnahmen. Und wegen der Corona-Pandemie brachen und brechen derzeit Facebook erhebliche Werbeanzeigen-Umsätze weg. Mit seinen Shops erhofft sich das Netzwerk also einen erheblichen Aufschwung.

Ebenso erwartet der Konzern weitreichende Einblicke in das Shopping-Verhalten seiner Nutzer. Denn über die Angebote will Facebook Daten darüber sammeln, mit welchen Facebook Shops die Kunden interagieren und welche Artikel ihre Aufmerksamkeit gewinnen.

So wird ein genaueres Targeting möglich sein und damit eine bessere sowie lukrativere Ansprache seiner Nutzer.

Facebook sieht in der Krise Chancen und Möglichkeiten

Das Vorgehen von Facebook ist allzu verständlich. Denn in der Corona-Krise erleben die digitalen Märkte einen enormen Aufschwung – nicht zuletzt große E-Commerce-Plattformen wie Amazon und Ebay.

Mark Zuckerberg will ihnen das Leben nun schwerer machen und hat mit seinen 2,6 Milliarden Nutzern ein gutes Argument, das auch zu schaffen. Dabei will er nicht nur Kunden und Online-Händler zufrieden und glücklich machen, sondern auch Facebook selbst.

Denn damit die Facebook Shops die Kunden auch finden, müssen die Händler Geld in die Hand nehmen – und Werbeanzeigen schalten.

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Philip Bolognesi war von 2018 bis 2020 in der Redaktion von BASIC thinking tätig. Er hat Kommunikationswissenschaften studiert und ist zertifizierter Social-Media-Manager. Zuvor hat er als freiberuflicher Online-Redakteur für CrispyContent (Serviceplan Berlin) gearbeitet und mittelständische Unternehmen in ihrer Online-Kommunikation beraten. Ihn trifft man häufig im Coworking-Space Hafven in Hannover.