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Vom Favoriten zum Ausstieg: Tik-Tok-Deal durch Microsoft wird immer unwahrscheinlicher

Vivien Stellmach
Platzt der Tik-Tok-Deal durch Microsoft wegen des Geldes? (Foto: Unsplash.com / franckinjapan)

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Platzt der Tik-Tok-Deal durch Microsoft noch während den Verhandlungen? Laut einem Insider liegen die Chancen für eine Übernahme nur noch bei 20 Prozent. Zudem äußerte sich Microsoft-Gründer Bill Gates ebenfalls kritisch zum geplanten Geschäft.

Eine unbekannte Quelle hat Hongkongs größter englischsprachiger Tageszeitung, der South China Morning Post, Informationen zukommen lassen, nach denen ein Tik-Tok-Deal durch Microsoft immer unwahrscheinlicher wird.

Bei der Quelle handelt es sich um einen Microsoft-Mitarbeiter, der über den Stand der Verhandlungen informiert ist, jedoch nicht näher genannt werden möchte. Laut ihm stehen die Chancen für eine Übernahme von Tik Tok nur noch bei 20 Prozent.

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Der Preis, den der US-amerikanische Software-Gigant Microsoft für die Kurzvideo-Plattform zahlen möchte, wäre laut der Person nämlich „vergleichbar mit dem Raub eines Hausbesitzers, dessen Haus gerade in Brand steht“.

Platzt der Tik-Tok-Deal durch Microsoft?

Der Analyst Daniel Ives von der privaten Finanzdienstleistungs- und Investmentfirma Wedbush Securities sagt, dass Tik Tok schätzungsweise einmal 200 Milliarden US-Dollar wert sein könnte. Microsoft hätte aber lediglich eine Kaufsumme von ungefähr 30 Milliarden US-Dollar im Kopf.

Laut einem Bericht des Wall Street Journal hat Twitter ebenfalls Interesse an Tik Tok geäußert. Die Kurznachrichten-Plattform habe aber zu wenig Eigenkapital, um einen möglichen Deal zu stemmen. Microsoft würde daher rein wirtschaftlich die besseren Karten haben.

Allerdings könnte der Tik-Tok-Deal durch den Software-Riesen platzen, wenn er nicht bereit ist, mehr Geld auf den Tisch zu legen.

Bill Gates äußert Kritik an geplantem Tik-Tok-Deal

Möglicherweise ist es auch gut, dass der Tik-Tok-Deal noch nicht durch ist. Microsoft-Gründer Bill Gates hat sich nun nämlich auch zum geplanten Geschäft geäußert – und zwar äußerst kritisch.

Gegenüber dem US-amerikanischen Magazin Wired bezeichnete er den Deal als einen „vergifteten Kelch“, der Microsoft nachhaltig schaden könnte.

Zwar weist Gates auch darauf hin, dass durch einen Kauf wieder mehr Wettbewerb entstehen könnte, „was wahrscheinlich eine gute Sache ist“. Es sei aber vor allem „bizarr“, wie Trump wohl versuche, den „einzigen Herausforderer“ niederzustrecken.

Momentan ist Facebook der unangefochtene Marktführer. Um sich gegenüber Tik Tok zu behaupten, hat der Konzern auf der Tochter-Plattform Instagram auch erst kürzlich die neue Funktion Reels gelauncht. Sie erinnert stark an Tik Tok und soll Nutzer und Creator verstärkt zum Foto-Netzwerk locken.

Tik Tok gerät unter Druck

Viel Zeit bleibt Tik Tok und Microsoft nicht mehr. Die Kurzvideo-Plattform gerät aufgrund der erlassenen Executive Order von US-Präsident Donald Trump zunehmend unter Zeitdruck.

Wenn Tik Tok nicht bis Mitte September verkauft ist, stellt Trump alle Transaktionen mit dem chinesischen Dienst ein.

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Vivien Stellmach war von Mai 2019 bis November 2020 Redakteurin bei BASIC thinking.