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9 lustige LinkedIn-Nachrichten und was sie wirklich bedeuten

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Du musst nur wissen, wie du LinkedIn-Nachrichten richtig übersetzt. (Foto: Unsplash.com / inlytics)
geschrieben von Christian Erxleben

LinkedIn-Nutzer erhalten früher oder später dubios-lustige Nachrichten. Dann ist die Rede von „interessanten Profilen“ und „spannenden Synergien“. Doch was bedeuten die verschickten LinkedIn-Nachrichten wirklich? Social-Media-Experte Felix Beilharz hat sie übersetzt.

Dass mich LinkedIn manchmal zur Verzweiflung treibt, habe ich schon einmal in einem Kommentar aufgeschrieben. Die Reaktionen auf meinen damaligen Beitrag haben gezeigt: Nicht nur ich bin von den eintrudelnden Kontakt-Anfragen und dubiosen LinkedIn-Nachrichten genervt.

Doch selbstverständlich ist es wichtig, dass wir uns nicht von solchen Nichtigkeiten herunterziehen lassen. Deshalb finde ich den Ansatz des Buchautors und Social-Media-Experten Felix Beilharz auch sehr löblich.


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LinkedIn-Deutsch: Die wahren Übersetzungen der nervigen LinkedIn-Nachrichten

So hat er sich in einer Kolumne einmal die Zeit genommen und die LinkedIn-Nachrichten, die wir alle nur zu gut kennen, unter die Lupe genommen. Oder anders ausgedrückt: Er hat den Spam im LinkedIn-Postfach einmal ins Deutsche übersetzt.

Denn hinter den meisten Nachrichten versteckt sich eigentlich nur ein Gedanke: „Ich will mein Produkt verkaufen.“ Deshalb bedeutet das klassische „Ich habe Sie hier auf LinkedIn entdeckt“ laut Beilharz auch nichts anders, als dass das Akquise-Tool eine Überstimmung ausgespuckt hat.

Das „ausgiebige Ansehen“ des LinkedIn-Profils bedeutet im Übrigen genau das Gegenteil. Trotzdem ist das „Profil wirklich interessant.“ Das bedeutet in der Übersetzung dann: „Sie scheinen mir ein geeignetes Opfer zu sein.“

Von neuen Chancen und einem weiteren Austausch

Selbstverständlich wollen unsere neuen Freunde „Unternehmern dabei helfen …“ – Schwachsinn. Laut Felix Beilharz „hat der Online-Kurs gesagt, dass diese Formulierung zu 743 Prozent mehr Aufträgen“ führt.

Eine häufig gewählte Formulierung in LinkedIn-Nachrichten ist auch die Frage, ob man „offen für neue Chancen“ sei? Eigentlich steckt dahinter die Frage, ob man schon etwas vom System des Network Marketings gehört hat.

Und der Wunsch nach Vernetzung verfolgt auch nur ein Ziel: Durch die Kontakt-Aufnahme können die nervigen neuen Freunde deine E-Mail und deine Telefonnummer auslesen, um dich so auf anderen Kanälen zu nerven.

Achja: Und die „spannenden Synergien“ beziehen sich laut dem LinkedIn-Deutsch-Übersetzer von Felix Beilharz übrigens nicht auf eine mögliche Zusammenarbeit, sondern auf die finanzielle Ebene. Dahinter steckt eigentlich der Gedanke: „Ihr Geld synergiert toll mit meinem Konto, wie spannend!“

LinkedIn-Nachrichten als Verkaufskanal

Selbstverständlich ist es legitim, berufliche Netzwerke wie LinkedIn und Xing dafür zu nutzen, um die eigenen Sales-Aktivitäten zu befeuern. Dabei kommt es jedoch stark auf die Art und Weise an.

Denn mit LinkedIn-Nachrichten und den oben genannten Floskeln bewirkt man beim Empfänger nur genau eines: Frustration. Und das ist letztendlich schade, denn womöglich ignorieren wir dann eine eingehende Nachricht, die wirklich für das eigene Unternehmen oder die eigene Karriere von Interesse wäre.

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Über den Autor

Christian Erxleben

Christian Erxleben ist seit Ende 2017 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig. Durch seine Arbeit im Social-Media- und Marketing-Ressort der INTERNET WORLD Business, am Newsdesk von Focus Online und durch sein Journalismus-Studium sowie sein redaktionelles Volontariat hat er in den Bereichen der Redaktion und des Social Media Managements mehrjährige, fundierte Erfahrung gesammelt. Beruflich und privat beschäftigt er sich mit Social Media, New-Work-Konzepten und persönlicher Entwicklung.

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