Wirtschaft

4 Alternativen zur klassischen Gehaltserhöhung

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Immer mehr Arbeitnehmer verzichten auf eine Gehaltserhöhung. (Foto: Pixabay.com / geralt)
geschrieben von Christian Erxleben

Eine Gehaltserhöhung honoriert die Leistung eines Mitarbeiters durch finanzielle Anreize. Doch es gibt in der Berufswelt des 21. Jahrhunderts auch andere attraktive Alternativen für Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Insgesamt vier von ihnen stellen wir dir einmal vor.

Nicht jeder Arbeitgeber kann seine Angestellten mit vielen und hohen Gehaltserhöhungen alleine durch finanzielle Mittel an sich binden. Zudem spielt eine Gehaltserhöhung für immer mehr Mitarbeiter eine geringere Rolle. Stattdessen wünschen sich die Arbeitnehmer verstärkt Sozialleistungen.

4 attraktive Alternativen zur Gehaltserhöhung

Das geht aus einer Untersuchung des Job-Portals Kununu und der Management-Beratung Kienbaum unter mehr als 4.800 Mitarbeitern aus allen Alters- und Einkommensgruppen hervor.


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Demnach sind sogar durchschnittlich elf Prozent aller Arbeitnehmer in Deutschland, Österreich und der Schweiz dazu bereit, auf einen Teil ihres Einkommens zu verzichten, wenn sie stattdessen spezifische und individuell gewünschte Sozialleistungen erhalten.

Viele dieser Alternativen zur Gehaltserhöhung bieten zudem den Vorteil, dass die Arbeitgeber sie einerseits steuerlich abschreiben können und die Arbeitnehmer für diese Leistungen keine zusätzlichen Steuern oder Sozialabgaben zahlen müssen. Es handelt sich also um eine klassische Win-Win-Situation.

1. Eine bessere Work-Life-Balance

Die erste Alternative zur klassischen Gehaltserhöhung ist im Ergebnis eine bessere Work-Life-Balance für Arbeitnehmer. Das machen beispielsweise neue Arbeitskonzepte wie flexible Arbeitszeiten oder das Home und Remote Office möglich.

Eben jene Optionen sind in Deutschland, Österreich und der Schweiz bei Mitarbeitern sogar am beliebtesten. Das liegt womöglich auch daran, dass die Corona-Krise unter Beweis gestellt hat, dass mobiles Arbeiten eben doch in den meisten Fällen problemlos möglich ist.

2. Alternative Mobilitätsangebote

Ob nun mit dem Öffentlichen Nahverkehr, dem Zug oder dem Auto: Durch die Anreise entstehen vielen Arbeitnehmern nicht zu verachtende Kosten. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass Angebote rund um das Thema Mobilität ebenfalls hohen Anklang finden.

Am größten ist tatsächlich – allen Veränderungen zum Trotz – noch der Wunsch nach einem Firmenauto. Ist das nicht möglich, bevorzugen die Arbeitnehmer einen Fahrtkostenzuschuss. Doch auch ein Ticket für den Öffentlichen Nahverkehr und sogar Firmen-Räder und Ebikes gewinnen an Bedeutung.

3. Gesundheitliche Vorsorge

Dass Sport eben nicht nur eine private Angelegenheit der Mitarbeiter ist, sondern vom Arbeitgeber aktiv gefördert werden muss, haben inzwischen viele Chefs erkannt. Schließlich sind sportlich aktive Mitarbeiter weniger krank und im Allgemeinen motivierter.

Das führt auch bei Arbeitnehmern zu Wünschen. Als Alternative zur Gehaltserhöhung wünschen sich deshalb viele Angestellte in Deutschland, Österreich und der Schweiz gesundheitliche Maßnahmen im Büro, Fitness-Angebote oder Kurse und Räume zur Stille und Ruhe.

4. Persönliche Weiterentwicklung

Ein weiterer Mythos in den Köpfen vieler Manager lautet: Mitarbeiter, die gefördert werden, verlassen eher das Unternehmen. Dabei ist eher das Gegenteil der Fall. Wer von seinem Vorgesetzten die Möglichkeit erhält, sich regelmäßig persönlich und fachlich weiterzubilden, bleibt seinem Arbeitgeber treu.

Selbstverständlich passiert es immer wieder, dass gute Mitarbeiter eine Firma verlassen. Wenn sie jedoch durch Coachings reifen, bauen sie eine starke Verbindung zu dem Arbeitgeber auf, der das ermöglicht.

Fazit

Selbstverständlich lässt sich die Liste noch fortführen. Ein weiterer Punkt wäre beispielsweise ein Angebot zur Betreuung des Nachwuchses. Das kann durch eine betriebliche Einrichtung ebenso wie durch eine finanzielle Unterstützung für Eltern geschehen.

Letztendlich jedoch lässt sich diese Maßnahme beispielsweise auch in die Kategorie „Work-Life-Balance“ einordnen. Fest steht allerdings definitiv, dass Arbeitgeber auch aktiv bei den Arbeitnehmern nachfragen sollten, ob sie sich überhaupt eine Gehaltserhöhung wünschen oder ob Alternativen in Frage kommen.


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Über den Autor

Christian Erxleben

Christian Erxleben ist seit Ende 2017 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig. Sein Weg zu BASIC thinking führte über die Nürnberger Nachrichten, Focus Online und die INTERNET WORLD Business. Beruflich und privat liebt und lebt er Social Media.

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