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Visa will Kryptowährungen mit einer eigenen API zum gängigen Zahlungsmittel machen

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Unsplash.com / André François McKenzie
geschrieben von Maria Gramsch

Bitcoin, Ethereum und Co. sind nur etwas für Finanz-Experten? Das könnte sich bald ändern: Mit einer speziellen Visa-API könnte jede Bank Kryptowährungen anbieten.

Unkompliziert mit Kryptowährungen handeln und das bei der heimischen Sparkasse direkt um die Ecke? Diese Vorstellung klingt erst einmal verrückt, könnte aber dank Visa bald wahr werden.

Das Kreditinstitut arbeitet an einer Software-Lösung für ihre Kunden. Banken oder Sparkassen könnten so den Handel mit Kryptowährungen in ihre Portfolios aufnehmen.


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Dabei helfen soll eine API, die ein „Game Changer“ sei, schreibt der Early-Stage-Investor Anthony Pompliano in einem Tweet.

Die erste Testphase ist angelaufen

Aktuell arbeitet Visa in einem ersten Test mit der Digitalbank First Boulevard zusammen, die sich auf die Fahne geschrieben hat, die Wohlstandslücke für Afroamerikanerinnen und -amerikaner zu schließen.

Weitere Banken, die an einem Test interessiert sind, müssen sich erstmal hinten anstellen. Für Kreditinstitute aus den USA hat Visa bereits eine Art Warteliste angelegt – wann sich Banken aus anderen Ländern beteiligen können, steht noch in den Sternen.

Das steckt hinter der Visa-API

Die Bank First Boulevard kann in der Testreihe mithilfe einer „Reihe neuer Krypto-APIs“ in den Handel mit Kryptowährungen einsteigen. Das Geldinstitut kann hierüber seinen Kundinnen und Kunden den Kauf von Bitcoin, Ethereum und Co anbieten.

Hinter den Kulissen von Visa laufen alle Fäden bei der Digitalbank Anchorage zusammen. Die Bank für digitale Vermögenswerte ist mit der Visa-API verbunden, über sie werden die jeweiligen Krypto-Assets erworben, verwahrt und weiter gehandelt.

Haben Kryptowährungen eine Zukunft als Zahlungsmittel?

Visa wolle mit seiner Krypto-API eine „einfache Brücke“ zwischen Krypto-Assets und Blockchain-Netzwerken und dem eigenen globalen Netzwerk bauen, sagt Produktchef Jack Forestell.

Kryptowährungen haben aktuell noch den Status von „digitalem Gold“. Sie würden überwiegend als Vermögenswerte gehalten und noch „nicht in nennenswerter Weise als Zahlungsmittel verwendet“, sagt Visa-Chef Alfred Kelly in seiner Rede zur Bekanntgabe der Quartalszahlen.

Doch das soll sich dank der Visa-API ändern: Die Kryptowährungen sollen über die Visa-Anmeldeinformationen zum gängigen Zahlungsmittel werden. So könnten sie auch bei den weltweit rund 70 Millionen Händlern, die Visa akzeptieren, beispielsweise beim Kauf eines Autos zum Bezahlen eingesetzt werden.

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Über den Autor

Maria Gramsch

Maria ist freie Journalistin und seit 2021 freie Autorin bei BASIC thinking. Sie hat einen Bachelor in BWL von der DHBW Karlsruhe und einen Master in Journalistik von der Universität Leipzig. Neben dem Studium hat sie als CvD, Moderatorin und VJ bei dem Regionalsender Leipzig Fernsehen und als Content-Uschi bei der Bastei-Lübbe-App oolipo gearbeitet. Im letzten Studienjahr war sie Mitgründerin, CvD und Autorin der Leipzig-Seite der taz. Maria lebt und paddelt in Leipzig und arbeitet unter anderem für turi2.de und die Leipziger Produktionsfirma schmidtFilm.

1 Kommentar

  • Diese Idee von Visa mit API den Sparkassen und anderen Banken Kryptowährungen für ihre Kunden mit dem Handel EK VK und Verwahrung anzubieten, finde ich als Rentner faszinierend und besser als eines der vielen Angebote zu zerwühlen, die gerade zu Hauff zu finden sind. Da die Regulierung der Kryptowährungen weltweit ansteht, scheint mir das Projekt nun zur richtigen Zeit zu kommen und freue Prompt mich glatt darauf.

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