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Messenger-Dienst Telegram führt Werbeanzeigen ein

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pixaby.com/ motionstock
geschrieben von Fabian Peters

Der Instant-Messaging-Dienst Telegram war bislang werbefrei. Doch das soll sich bald ändern. Denn damit sich das Unternehmen finanzieren kann, soll es künftig Werbung auf Telegram geben. Wir erklären die Hintergründe. 

Telegram gilt als beliebte Alternative zu Messenger-Platzhirsch WhatsApp. Zahlreiche Nutzer:innen schätzen den Dienst aufgrund seiner Unabhängigkeit. Doch Expert:innen kritisieren, dass Telegram zu wenig gegen Hasskriminalität und Desinformation unternehmen würde.

Mittlerweile zählt der Messenger-Dienst rund 500 Millionen monatlich aktive User. Um sich zu finanzieren und seinen Nutzer:innen gerecht zu werden, hat das Unternehmen bereits vor geraumer Zeit angekündigt, künftig auf Werbeanzeigen setzen zu wollen.


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Werbung auf Telegram: Die Testphase läuft

In einem offiziellen Blogpost ließ der Messenger-Dienst nun verlauten, dass Unternehmen künftig Werbung auf Telegram schalten können. Zwar befindet sich die Plattform momentan noch in der Testphase. Allerdings können potenzielle Werbepartner bereits einen Account anlegen und die Geschäftsbedingungen einsehen.

Gegen eine entsprechende Gebühr sollen Unternehmen fortan themenspezifischen Anzeigen schalten können. Telegram will Werbeanzeigen jedoch auf sogenannten One-to-Many-Kanäle mit über 1.000 Abonnent:innen beschränken. In kleineren Gruppen und privaten Chats soll es keine Werbung auf Telegram geben.

Sobald die Testphase abgeschlossen ist, will der Messenger-Dienst die Kanal-Betreiber an den Einnahmen beteiligen. Einen genauen Zeitpunkt nannte das Unternehmen allerdings nicht.

Werbeanzeigen mit maximal 160 Zeichen und ohne Links

Auf der hauseigenen Werbeplattform von Telegram sollen Werbetreibende künftig Anzeigen schalten können. Erlaubt sind bis zu 160 Zeichen Text. Zudem stehen verschiedene Sprachen und Kategorien zur Auswahl. Die Werbepartner erhalten die Möglichkeit, bestimmte Kanäle für ihre Anzeigen festzulegen oder auch auszuschließen.

Um private Daten zu schützen und das User-Tracking zu unterbinden, sind externe Links in den Anzeigen verboten. Stattdessen soll kontextuelles Targeting zum Einsatz kommen. Werbetreibende können ihre Anzeigen demnach gezielt zu bestimmten Themengebieten platzieren.

Ein Tracking beispielsweise durch das Klicken auf eine Anzeige, finde laut Telegram nicht statt. Die Werbepartner erhielten so keinerlei privaten Daten oder gar Rückschlüsse zu einem User. Interessierte können bereits jetzt eine ausführliche Anleitung zu Telegrams neuer Werbeplattform einsehen.

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Über den Autor

Fabian Peters

Schreibt seit Januar 2021 für BASIC thinking. Studierte Germanistik & Politikwissenschaft and der Universität Kassel (Bachelor), Medienwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin (Master). Hat bereits für die Frankfurter Rundschau sowie die Magazine Pressesprecher und Politik&Kommunikation geschrieben.

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