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Lässt sich Facebook-Werbung auf eine Person ausrichten?

Licht, Schatten, Scheinwerferlicht, Mittelpunkt, Targeting in Facebook
Unsplash / Christophe Meyer
geschrieben von Marinela Potor

Als Unternehmen kann man auf Facebook seine Anzeigen sehr gezielt auf eine spezifische Zielgruppe ausrichten. Doch lässt sich das Targeting in Facebook auch auf eine einzelne Person ausrichten? Ein Überblick. 

Das soziale Netzwerk Facebook ist für die private Nutzung gratis. Entsprechend finanziert sich die Plattform über Anzeigen. Diese wiederum hat der Tech-Konzern so perfektioniert, dass Anzeigenkunden hochspezifische Zielgruppen erreichen können.

Wenn also beispielsweise ein Unternehmen seine Anzeige für Menschen in Berlin ausspielen möchte, die über 60 Jahre alt sind und sich für E-Bikes interessieren, dann ist das tatsächlich möglich.


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Facebook lässt Unternehmen ihre Zielgruppe unter anderem nach folgenden Faktoren auswählen: Alter, Standort, Interessen und Verhaltensweisen. Damit lassen sich Zielgruppen also schon sehr spezifisch eingrenzen. Doch kann man auch ganz gezielt mit Facebook-Werbung eine einzelne Person ansprechen?

Was bringt Facebook-Werbung für eine Person?

Doch bevor wir auf die Details zur hypergezielter Facebook-Werbung eingehen, sollten wir zunächst die Frage klären, warum man überhaupt jemals nur eine einzelne Person mit Werbung ansprechen möchte. Und wir reden nicht von Menschen, die ihre Mitbewohner:innen hereinlegen wollen.

Denn eigentlich soll Werbung ja vom Prinzip her schon so viele Menschen wie möglich erreichen. Wenn man wiederum eine spezifische Person im Blick hat, könnte man diese einfach anrufen oder eine E-Mail schicken. Im Regelfall vermutlich schon. Doch es gibt Ausnahmen.

Geschickte Sales-Taktiken versuchen ohnehin Zielgruppen viel enger zu fassen, um so zwar mit weniger, dafür aber hochwertigeren Leads zu arbeiten. Die Logik dahinter: Je interessierter jemand ist, desto wahrscheinlicher ist ein Abschluss.

Eine Person gezielt adressieren: Dann ergibt es Sinn

Doch kurz vor der Abschluss-Phase passiert im Vertrieb häufig Folgendes: Eigentlich weiß man aus Vorgesprächen, dass eine bestimmte Person interessiert ist und eigentlich steht man kurz vor dem Verkauf.

Doch dann hört man nichts mehr. Entweder schaut sich die Person nochmals in letzter Minute nach Alternativen um oder ist doch noch aus einem Grund unentschlossen.

Jetzt wäre es natürlich möglich, diese Person mit Anrufen und E-Mails zu nerven. Das würde die Verkaufsaussichten aber vermutlich eher mindern. Insbesondere wenn es um finanzstarke Kund:innen geht, lohnt es sich in dem Fall tatsächlich, eine Facebook-Anzeige auf genau diese Person zuzuschneiden.

Nur, geht das überhaupt?

Kann man Facebook-Werbung auf eine Person ausrichten? Jein!

Die offizielle Antwort darauf lautet: nein. Denn wer bei Facebook eine zielgruppenorientierte Anzeige schalten möchte, muss mindestens 20 oder 30 gültige E-Mail-Kontakte in seiner Zielgruppenliste angeben. Andernfalls spielt Facebook die Anzeige gar nicht aus.

Trotzdem gibt es einige Hacks, mit denen man dennoch das Targeting in Facebook auf eine Person ausrichten kann.

19 irrelevante Orte

Wenn man genau weiß, wen man erreichen möchte, kann man bei der E-Mail-Liste für Facebook ein wenig tricksen. Sagen wir mal, die Person, die man ansprechen möchte, wohnt in Berlin.

Dann kann man beispielsweise die Zielgruppe auf den Standort „Berlin“ festlegen, in der Kontaktliste für Facebook dann aber 19 Personen aus München einfügen und die eine Person aus Berlin. Dann bekommt im Endeffekt tatsächlich nur die Wunschperson die Anzeige ausgespielt.

19 Männer und die eine Frau

Das gleiche Spiel lässt sich auch mit dem Geschlecht durchführen. Wenn ein Unternehmen gezielt eine bestimmte Frau ansprechen möchte, kann man die Zielgruppe als „weiblich“ definieren und in der Kontaktliste dann die eine Frau einfügen – und 19 Männer. Auch in diesem Fall bekommt dann nur die eine Person die Anzeige ausgespielt.

Gleiches lässt sich natürlich auch mit anderen Zielgruppen-Faktoren erreichen, wie etwa Alter oder Interessen. Es besteht allerdings auch das Risiko, dass Facebook solche Anzeigen gar nicht ausspielt. Doch es ist einen Versuch wert.

Facebook-Anzeige analysieren

Auch wenn es also eigentlich offiziell nicht möglich ist, eine Facebook-Werbung nur auf eine Person auszurichten, kann man dies in der Praxis mit einigen Hacks umgehen.

Ein weiterer Vorteil: Das Sales-Team kann anschließend per Facebook Analytics sehr genau erkennen, wie die Person auf die Anzeige reagiert hat und dann entsprechend ableiten, ob noch Interesse besteht.

Im Normalfall ist dies sicher ein sehr ungewöhnliches Vorgehen und oftmals auch nicht zielführend. Doch in einigen spezifischen Fällen kann es tatsächlich sinnvoller sein, eine vielversprechende Kundin eher auf diesem Weg zu erreichen als ein nerviger Verkäufer zu sein, und am Ende den Deal zu vermasseln.

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Über den Autor

Marinela Potor

Marinela Potor ist Journalistin mit einer Leidenschaft für alles, was mobil ist. Sie selbst pendelt regelmäßig vorwiegend zwischen Europa, Südamerika und den USA hin und her und berichtet über Mobilitäts- und Technologietrends aus der ganzen Welt. Seit 2016 ist sie Chefredakteurin von Mobility Mag.

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