Social Media

6 Kriterien, auf die du bei neuen Facebook-Gruppenmitgliedern achten solltest

Facebook, Social Media, Facebook-Gruppen, iPhone, Facebook-Gruppenmitglieder
Unsplash.com / Timothy Hales Bennett
geschrieben von Marinela Potor

Wie kannst du Spammer oder notorische Störenfriede von deiner Facebook-Gruppe fernhalten? Wir zeigen dir, wie du unliebsame Facebook-Gruppenmitglieder herausfiltern kannst und so für eine qualitativ hochwertige Community sorgst. 

Wenn du die „Action“ auf Facebook vermisst, dann bist du wahrscheinlich in keiner Facebook-Gruppe. Denn genau in diesen geschlossenen Gemeinschaften findet auf Facebook der regste Austausch auf der Plattform statt. Satte 1,4 Milliarden Menschen tummeln sich in Facebook-Gruppen, wie das Unternehmen auf seinem Communities Summit 2020 offenbarte.

Doch während Facebook-Gruppen extrem praktisch sind, um sich über sein Lieblingshobby zu informieren, eine örtliche Wandergruppe zu starten oder sich als Unternehmen mit seinen Kund:innen auszutauschen, bringen sie auch Herausforderungen mit sich.


Neue Stellenangebote

Social Media Manager:in Fokus Personalmarketing
MANDARIN MEDIEN Gesellschaft für digitale Lösungen mbH in Schwerin
Social Media Management – Fashion & Lifestyle (m/w/d) Remote
Walbusch Gruppe in Solingen
Werkstudent Social Media und Community Management (m/w/d)
Walbusch Gruppe in Düsseldorf

Alle Stellenanzeigen


Störenfriede im Vorfeld fernhalten

Diskussionen können aus dem Ruder laufen. Manche User wollen einfach nur Streit und Unfrieden stiften. Und andere wiederum posten nur Spam. Das ist nicht nur anstrengend für Moderierende, sondern auch abschreckend für Mitglieder. Wer will schon Facebook-Gruppenmitglied in einer Gruppe sein, in der es stets Probleme gibt?

Genau das kannst du aber schon im Vorfeld vermeiden – indem du neue Facebook-Gruppenmitglieder vorab genauer unter die Lupe nimmst. Anhand einiger Faktoren kannst du nämlich schon gut erkennen, ob jemand ein ehrliches Interesse an einer Gruppe hat oder nur stören will.

Facebook-Gruppenmitglieder nicht automatisch freischalten

Auch wenn man als Gruppe natürlich so offen wie möglich für neue User sein möchte, hat es sich bewährt, neue Facebook-Gruppenmitglieder nicht automatisch freizuschalten. Das bedeutet, dass Interessierte zunächst eine Anfrage zur Aufnahme in die Gruppe schicken und dann die Administration entscheidet, ob neue User aufgenommen werden.

Das kann ein einfacher Prüfprozess sein, in dem die Administration das neue Mitglied manuell prüft und zulässt. Es gibt aber auch die Möglichkeit, einen Fragebogen vorzuschalten, den Interessierte beantworten müssen.

Das mag für einige Neue abschreckend sein. Doch wer wirklich Interesse an einer Gruppe hat, durchläuft den Prozess. Für Gruppenbetreiber hat dies einen weiteren Vorteil. Eine kleine Aufnahme-Hürde sorgt dafür, dass wirklich nur Interessierte dabei sind, was in der Regel für hochwertigere Diskussionen sorgt.

Insbesondere für Gruppen mit Marketing-Interessen hat ein Fragebogen auch einen zusätzlichen Wert. So bekommt man schließlich mehr Informationen zu den einzelnen Usern.

Neue Facebook-Gruppenmitglieder: Auf diese 6 Kriterien solltest du achten

Doch eine Aufnahmehürde vorweg zu stellen, ist nur der erste Schritt. Denn woran erkennst du bei einer Anfrage, ob User ein ehrliches Interesse an der Facebook-Gruppe haben oder nur nerven wollen?

Ganz genau wirst du das natürlich nie vorab wissen oder herausfinden können. Doch es gibt einige Hinweise, die dir dabei helfen können, unerwünschte User im Voraus herauszufiltern.

1. Profilbild

Der erste Hinweis auf Personen mit unlauteren Absichten ist das Profilbild – insbesondere wenn keines da ist. Das kann ein Zeichen dafür sein, dass die Person anonym bleiben möchte, um so unbescholten unerwünschte Inhalte zu posten.

Es gibt natürlich auch Fälle, in denen unklar ist, ob jemand einfach nur mehr Privatsphäre wünscht und deshalb nur eine Blume, den Hinterkopf oder eine Landschaft als Profilbild hat. Hier kann, wenn möglich, ein Blick auf das Profil der Person helfen.

Gibt es kein einziges persönliches Bild, auf dem die Person zu sehen ist? Dann ist das ein möglicher Hinweis, dass es sich um ein Spam-Konto handelt.

2. Name der Facebook-Gruppenmitglieder

Anders als auf Gaming-Plattformen wie Twitch nutzen Facebook-User in der Regel ihre echten Namen. Insbesondere, wenn es sich um eine berufliche Netzwerk-Gruppe handelt, kann man davon ausgehen, dass neue Facebook-Gruppenmitglieder auch ein Interesse daran haben, persönlich erkannt zu werden.

Seltsame Nutzernamen oder Fantasie-Konstellationen sind also ein weiteres Warnsignal bei neuen Usern.

3. Freundesliste

Wenn es aufgrund des Profilbilds oder des Namens schon erste Zweifel gibt, hilft ein Blick auf die Freundesliste. Das ist natürlich nur dann möglich, wenn User diese öffentlich sichtbar machen. Wenn du diese einsehen kannst, ist dies jedoch ebenfalls hilfreich, um festzustellen, ob jemand wirklich authentisch ist.

Wie viele Freund:innen hat die Person? Sehen die Profile in der Freundesliste echt aus? Oder haben auch diese keine Profilbilder und seltsame Namen? Wer lediglich fünf Menschen in seiner Freundesliste hat und diese ebenfalls viele Fragezeichen aufwerfen, handelt es sich höchstwahrscheinlich um ein Spam-Profil.

4. Wie lange ist der User auf Facebook?

Wer Facebook-Gruppen mit Spam zumüllen möchte, verbringt in der Regel nicht Jahre damit, ein echt wirkendes Profil aufzubauen. Vielmehr erstellen solche Personen kurzfristig neue Fake-Accounts und versuchen dann in so viele Gruppen wie möglich aufgenommen zu werden, um hier dann Spam-Inhalte zu verbreiten.

Wenn also jemand lediglich zwei Tage vor der Gruppen-Anfrage ein Facebook-Profil erstellt hat, ist das verdächtig.

5. Andere Gruppen

Oftmals ist es ebenfalls möglich zu sehen, in welchen anderen Gruppen die Person bereits Mitglied ist. Sind fragwürdige Gruppen dabei? Ist die Person in gar keiner anderen Gruppe? Das sind schon mal Warnsignale.

Auch wenn jemand in 200 Gruppen ist, kann das ein Hinweis auf einen Störenfried sein. Auch das lässt sich natürlich nicht pauschalisieren. Menschen, die in der Kommunikationsbranche arbeiten, sind häufig in sehr vielen Gruppen, um sich über verschiedene Themenfelder auf dem Laufenden zu halten.

Doch wenn das nicht ersichtlich ist, sollten bei extrem vielen Gruppen ebenfalls die Alarmglocken klingeln.

6. Posts

Wenn es dir möglich ist, die Posts der neuen Facebook-Gruppenmitglieder einzusehen, kann dies ebenfalls dabei helfen, über die Aufnahme der Person zu entscheiden. Siehst du etwa, dass die Person nur Casino-Links postet, ist schon klar, dass du die Anfrage direkt ablehnen kannst.

Gemeinsam Kriterien erstellen

Wenn du dir die Administrationsrolle mit anderen Personen in der Gruppe teilst, solltest du sicherstellen, dass ihr die Aufnahme-Kriterien vorher absprecht. Andernfalls kann es schnell zu Missverständnissen kommen.

Im Zweifelsfall kannst du dich mit anderen Administrator:innen absprechen und ihr könnt gemeinsam über die Aufnahme entscheiden. Wichtig ist nur, dass nicht jeder nach einem eigenen Kriterienkatalog bewertet, um so auch einheitlich und fair gegenüber neuen Facebook-Mitgliedern zu bleiben.

Fazit: Vorab-Prüfung für neue Facebook-Gruppenmitglieder lohnt sich

Wer Spammer, Unruhestifter oder Menschen mit unlauteren Absichten in seiner Facebook-Gruppe vermeiden möchte, sollte neue Mitglieder nicht ungeprüft in die Gruppe aufnehmen.

Es empfiehlt sich einen Fragenkatalog vorwegzuschalten und auf gewisse Faktoren wie Profilbild, Name oder andere Gruppen zu achten, um so unliebsame Mitglieder von vorneherein herauszufiltern.

Grundsätzlich ist nicht jedes Profil ohne Bild oder mit einem seltsamen Namen verdächtig. Doch insbesondere, wenn mehrere Faktoren seltsam erscheinen, solltest du vorsichtiger bei der Aufnahme sein.

Achte aber ebenfalls darauf, dass deine Ausschlusskriterien nicht zu drastisch sind. Denn damit schränkst du auch das Wachstum deiner Gruppe ein und verweigerst möglicherweise wirklich Interessierten den Zugang.

Auch interessant:

Über den Autor

Marinela Potor

Marinela Potor ist Journalistin mit einer Leidenschaft für alles, was mobil ist. Sie selbst pendelt regelmäßig vorwiegend zwischen Europa, Südamerika und den USA hin und her und berichtet über Mobilitäts- und Technologietrends aus der ganzen Welt. Seit 2016 ist sie Chefredakteurin von Mobility Mag.

Kommentieren