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Corona-Warn-App erkennt jetzt gefälschte Impfzertifikate – und macht sie ungültig

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Pixabay.com / wir_sind_klein
geschrieben von Christian Erxleben

Der Markt für gefälschte Impfzertifikate in Europa boomt. Auch in Deutschland holen sich Impf-Unwillige gefälschte Impfnachweise von Kriminellen. Derartige Impfzertifikate erkennt die Corona-Warn-App jetzt – und macht sie sofort ungültig.

Strenge Zugangskontrollen nach 2G-Regel

Wer Zutritt zu Großveranstaltungen, Events, Hotels, Restaurants oder Bars möchte, muss einen Nachweis über eine Impfung oder eine Genesung erbringen. Wer das nicht kann, dem bleibt der Eintritt verwehrt. Genau das ist der Gedankengang hinter den sogenannten 2G-Regelungen.

Das heißt auch: Wer sich nicht gegen das Coronavirus impfen lässt, erhält in manchen Bundesländern und in manchen europäischen Staaten wie beispielsweise Österreich keinen Zutritt mehr zu den obengenannten Orten.


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Corona-Warn-App erkennt gefälschte Impfzertifikate

Deshalb ist es wichtig, dass Nutzer:innen und Betreiber:innen gefälschte Impfzertifikate schnell als solche identifizieren können. Genau dabei hilft nun die Technologie der Corona-Warn-App.

Mit dem Rollout der neusten Versionen der Corona-Warn-App für Android (Version 2.13.3) und iOS (Version 2.13.2) wollen die Entwickler um das Robert-Koch-Institut, die deutsche Telekom und SAP das Problem lösen.

Konkret erkennt die aktualisierte Corona-Warn-App gefälschte Impfzertifikate, die bestimmte Apotheken ausgestellt haben. Ebenso werden diese falschen Impfnachweise sofort als ungültig gekennzeichnet. Damit verlieren sie ihre Wirksamkeit.

Wie erkenne ich gefälschte Impfnachweise?

Um die gefälschten Impfzertifikate einiger Apotheken zu identifizieren, wurde die integrierte Zertifikatserkennung der Corona-Warn-App mit einem Update ausgestattet. Dadurch werden alle hinterlegten Zertifikate automatisiert überprüft. Die Kontrolle erfolgt dabei nur lokal auf den Smartphones der User.

Solltest du ein entsprechendes digitales Impfzertifikat erhalten haben, bekommst du eine Push-Benachrichtigung der Corona-Warn-App. Unterhalb des QR-Codes erscheint dann auch der Hinweis, dass das Zertifikat ungültig ist.

Alle Geimpften, die unwissend Opfer der betrügerischen Apotheken geworden sind, können sich selbstverständlich in einer anderen Apotheke einen neuen, digitalen Impfausweis ausstellen lassen. Dafür braucht es den Impfnachweis und einen Lichtbildausweis.

400 Euro für ein gefälschtes Impfzertifikat

Eine Recherche des ZDF hat derweil ergeben, dass der Verkauf und die Erstellung von gefälschten Impfnachweisen in Europa boomt. Die Kosten für einen falschen Nachweis liegen im Darknet zwischen 300 und 400 Euro.

Zum Teil haben die Kriminellen diese digitalen Impfzertifikate sogar mit einem gültigen digitalen Schlüssel generiert. Das funktioniert, weil sich die Kriminellen Zugang zu den PCs in Kliniken, Impfzentren und Arztpraxen verschaffen und somit gefälschte Impfzertifikate ausstellen.

Zwar gibt es keine offiziellen Zahlen zu gefälschten Impfnachweisen in Europa. Allerdings zitiert das ZDF Ermittler der Europäischen Union, die von einer „zweistelligen Millionenzahl“ ausgehen.

Zum Vergleich: In Europa haben die verantwortlichen Behörden und Einrichtungen bislang rund 400 Millionen digitale Impfnachweise ausgestellt. Wenn die Schätzungen stimmen, würde die Quote der gefälschten Impfausweise bei mindestens 2,5 Prozent liegen.

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Über den Autor

Christian Erxleben

Christian Erxleben ist seit Ende 2017 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig. Durch seine Arbeit im Social-Media- und Marketing-Ressort der INTERNET WORLD Business, am Newsdesk von Focus Online und durch sein Journalismus-Studium sowie sein redaktionelles Volontariat hat er in den Bereichen der Redaktion und des Social Media Managements mehrjährige, fundierte Erfahrung gesammelt. Beruflich und privat beschäftigt er sich mit Social Media, New-Work-Konzepten und persönlicher Entwicklung.

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