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So erstellst du deinen Blog mit WordPress

WordPress-Blog erstellen
Unsplash.com / tozakfikret

Wenn du nach einer Plattform suchst, um deinen Leser:innen deine eigenen Interessen zu präsentieren, eignet sich ein Blog optimal für dich. Wir zeigen dir, wie du deinen WordPress-Blog in wenigen Schritten erstellt.

Der Begriff „Blog“ ist eine Kurzform vom Wort „Weblog“. Dabei wurden die beiden englischen Worte „Web“ (übersetzt: Netz) und „Log“ (übersetzt: Logbuch oder Tagebuch) verwendet. In der Regel nutzen User:innen einen Blog, um die eigenen Inhalte auf einer Website zu veröffentlichen.

Worum es in dem Blog genau geht, ist nicht festgelegt. Beispielsweise teilen Hobby-Bäcker:innen ihre besten Rezepte oder Mode-Fans ihre Outfits mit der Leserschaft.

Du hast verschiedene Möglichkeiten, deinen Blog zu erstellen. Wir zeigen dir in diesem Artikel, wie du deinen Blog mit dem Content-Management-System (CMS) WordPress erstellst.

WordPress gehört zu den beliebtesten CMS, um Websites und Blogs zu erstellen. Das liegt hauptsächlich daran, dass WordPress kostenlos ist und von einer großen Community durchgehend weiterentwickelt wird. Du hast eine Auswahl aus zahlreichen Themes und Plugins, die dir als Erweiterung dienen und mit denen sich fast jede Aufgabe lösen lässt.

Zudem ist WordPress relativ einfach zu installieren. Grundlegende Kenntnisse reichen aus, um deinen Blog mit Inhalten zu befüllen und zu pflegen.

Blog Thema auswählen

Bevor du mit der eigentlichen Erstellung deines Blogs startest, solltest du dir ein genaues Thema überlegen. Dabei legst du für dich ein spezifisches Thema fest und grenzt dich damit auch automatisch ab.

Für Privatpersonen gilt in der Regel, dass die persönlichen Interessen auch gleichzeitig als Thema genutzt werden. Wenn du dich für ein spezifisches Thema entscheidest, läufst du gleichzeitig weniger Gefahr, vom Thema abzukommen.

Viele Unternehmen nutzen mittlerweile neben der Hauptwebsite, wie beispielsweise einem Online-Shop, einen WordPress-Blog. Hier können Themen tiefergehend erklärt und damit die Position als Expert:innen gestärkt werden.

Grundsätzlich gilt also: Ob du einen Blog zum Thema Finanzen, Kochen, Mode, Fotografie oder Handwerkern erstellen möchtest, ist ganz egal. Wichtig ist nur, dass vorher weißt, worüber du schreiben wirst.

Hosting finden und Hosting-Paket abschließen

Wenn Unternehmen zusätzlich zur eigentlichen Website einen Blog erstellen, haben sie bereits ein passendes Hosting-Paket, an das der Blog einfach mit angeschlossen werden kann. Wenn du deinen WordPress-Blog komplett neu startest, musst du dich direkt zu Beginn für einen Hoster und ein Hosting-Paket entscheiden.

Du hast dabei die Auswahl, ob du das CMS komplett selbst einrichtest, oder du einen Hoster wählst, bei dem du dich direkt für ein WordPress-Hosting entscheiden kannst. In dem Fall ist WordPress beispielsweise schon direkt auf deinem Blog installiert.

Außerdem ist durch spezielles WordPress-Hosting sichegestellt, dass die WordPress-Version mit der Skriptsprache PHP und einer Datenbank bei den Managed-Varianten immer aktuell und sicher sind.

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Egal ob du dich für eine eigene Installation von WordPress oder das WordPress-Hosting entscheidest, achte immer auf ein SSL-Zertifikat. Dieses stellt sicher, dass deine Website verschlüsselt ist und ermöglicht sichere Verbindungen von einem Webserver zu einem Browser. Deine URL startet mit einem SSL-Zertifikat immer mit „https“.

Domainname finden und registrieren

Dein Domainname ist quasi das erste, was deine Leser:innen über dich erfahren. Deswegen sollte hier direkt erkennbar sein, wer und was hinter dem Blog steckt. Bestenfalls ist der Name so einprägram, dass sich auch neue Leser:innen diesen direkt merken können.

Da du dich vorab mit der Themenfindung deines Blogs beschäftigst hast, kannst du direkt danach mit der Suche nach einem passenden Namen starten. Am einfachsten und sinnvollsten ist, wenn du dir im ersten Schritt alle Begriffe notierst, um die es auf deinem Blog gehen könnte und die du mit deinem Thema verbindest.

Sobald du alle Ideen gesammelt hast, kannst du ein Synonym-Wörterbuch dafür nutzen, um nach anderen Worten zu suchen, die passen könnten. Wenn du dich für einen Namen entschieden hast, heißt das aber nicht direkt, dass du diesen auch für deinen Domainnamen nutzen kannst. Du musst dann nämlich erst noch überprüfen, ob die passende Domain noch frei oder bereits vergeben ist. Dabei helfen dir einige Websites:

  • Google: Nutze im ersten Schritt die Suchmaschine, um nach deinem Domainnamen zu suchen. Hier erhältst du einen ersten Eindruck davon, ob es bereits Websites mit dem Namen gibt oder nicht.
  • DPMA-Register: Recherchiere im Register des Deutsches Patent- und Markenamts, ob du mit deinem Wunsch-Namen mögliche, bereits bestehende Markenrechte verletzt.
  • Domain-Check: Überprüfe zuletzt noch kostenlos, ob dein Wunsch-Domainname für deine zukünftige Domain noch frei ist. Zusätzlich kannst du hier auch freie Domain-Endungen finden.

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WordPress downloaden und installieren

Im nächsten Schritt geht es an den Download und die Installation von WordPress. Wenn du dich für ein WordPress-Hosting entschieden hast, kannst du diesen Punkt direkt überspringen.

Um WordPress auf deinem Blog installieren zu können, muss dein Hoster die folgenden Voraussetzungen erfüllen:

  • Server mit der PHP-Version 7.4 oder höher
  • MySQL-Version 5.6 oder MariaDB-Version 10.1 oder höher
  • Webserver mit Apache oder Nginx

Für die Installation mit WordPress sind einige Schritte erforderlich:

  1. Aktuelle Version herunterladen und transferieren: Lade dir die aktuelle Version von WordPress herunter und entpacke die ZIP-Datei. Danach transferierst du alle Verzeichnisse und Dateien per FTP-Client in das Wurzelverzeichnis auf den Server bei deinem Hoster. Da es sich dabei um viele Dateien handelt, solltest du hier mit einer längeren Wartezeit rechnen, je nach Geschwindigkeit deiner Internetverbindung.
  2. Neue Datenbank anlegen: Erstelle in deinem Account eine neue Datenbank und sichere deine Zugangsdaten gut ab. Lade die Datei „wp-config-sample.php“ aus dem Root-Verzeichnis herunter und benenne diese in „wp-config.php“ um und fügst deine Daten mit einem Editor ein:
  3. define(‚DB_NAME‘, ‚datenbankname_hier_einfuegen‘);
    define(‚DB_USER‘, ‚benutzername_hier_einfuegen‘);
    define(‚DB_PASSWORD‘, ‚passwort_hier_einfuegen‘);
    define(‚DB_HOST‘, ‚localhost‘);
    define(‚DB_CHARSET‘, ‚utf8‘);
  4. Sicherheitsschlüssel einfügen: Unter der Website „https://api.wordpress.org/secret-key/1.1/salt/“ bekommst du eine zufällig generierte Zeichenfolge, die an der vorgegebenen Stelle in der „wp-config.php“ ausgetauscht werden kann. Dadurch verbesserst du die Sicherheit deines CMS deutlich.
  5. Hochladen ins Root-Verzeichnis: Die Datei „wp-config.php“ wird dann in das Root-Verzeichnis der WordPress-Installation für deinen Blog hochgeladen. Dann ist deine WordPress-Installation komplett vorbereitet. Rufe jetzt die Website „https://beispiel.de/wp-admin/install.php“ auf.

Plugins installieren

Plugins sind zusätzliche Module, durch die du deinen Blog auf verschiedenen Funktionen erweitern und ggf. verbessern kannst. In den meisten Fällen werden Plugins für Sicherheit, Schnelligkeit, und SEO deines Blogs eingesetzt.

Bei WordPress kannst du unter dem Menüpunkt „Plugins“ und „Installieren“ die vielen kostenlose Plugins herunterladen. Im Folgenden stellen wir dir drei verschiedene Plugins vor, die du für unterschiedliche Zwecke nutzen kannst.

  1. Yoast SEO: Das Plugin unterstützt dich bei der SEO-Optimierung deines Blogs. Yoast SEO hilft dir, dass deine Seiten bei Suchmaschinen möglichst weit oben anzeigt werden.
  2. WP RocketDurch das Plugin kann die Ladezeit deines Blogs um bis zu 70 Prozent reduziert werden. Eine kurze Ladezeit ist wichtig für deine Besucher:innen, damit sie auf deinen Blog kommen und nicht direkt wieder wechseln.
  3. All In One WP Security & FirewallDieses Plugin unterstützt dich bei der Sicherheit deines Blogs.

Wenn du ein Plugin ausprobiert hast, dieses aber nicht weiter nutzen möchtest, solltest du es auf jeden Fall wieder löschen. Ansonsten könnte dies dazu führen, dass dein WordPress-Blog ausgebremst wird.

Design & Theme installieren

Damit dein Blog auch optisch deinen Ansprüchen entspricht, solltest du dich für ein passendes Design entscheiden. Ein Theme ist dafür eine einfache Lösung.

Bei einem Theme, oder auch Template, Design oder Skin genannt, handelt es sich um eine bereits programmierte Design-Vorlage für das Webdesign deines Blogs und gibt dir dadurch die Grundstruktur bereits vor. Die Auswahl an WordPress-Themes ist sehr groß. In der Regel hast du aber auch immer noch die Möglichkeit, das Theme zu individualisieren und anzupassen.

Du hast die Auswahl aus kostenlosen und kostenpflichtigen Themes. Bei den kostenpflichtiges Themes hast du in der Regel mehr Funktionen und kannst diese mehr individuell gestalten.

Da die Auswahl mittlerweile so groß ist, kannst du dir vorab einige wichtige Fragen stellen:

  • Wie gut ist das Theme dokumentiert?
  • Gibt es einen Support?
  • Was lässt sich einfach über die Optionen anpassen und was nicht?
  • Wie sehen die Bewertungen anderer Nutzer:innen aus?

Ein gutes Design, das zu dir passt, ist sehr wichtig für deinen Blog. Wie bei den meisten Dingen zählt auch online, dass der erste Eindruck zählt. Deine Besucher:innen entscheiden innerhalb von wenigen Sekunden, ob sie auf deinem Blog weiterlesen oder sich für eine andere Website entscheiden.

Permalinks einstellen

Permalinks gehören zu den wichtigsten SEO-Elementen deines WordPress-Blogs. Normalerweise würde die Linkstruktur deiner einzelnen Blogbeiträge nach deiner Domain nur aus Zahlen und Buchstaben bestehen.

Durch Permalinks wandelt WordPress die Links in „sprechende“ oder auch „suchmaschinenfreundliche“ URLs um. Deine Besucher:innen erkennen also anhand der URL, um was für ein Thema es sich in diesem Beitrag handelt. Die URL beinhaltet außerdem genau die Keywords, für die du deinen Beitrag optimieren möchtest. Das hilft dabei, dass du in Suchmaschinen besser gefunden wirst.

Sobald du deinen Beitrag speicherst, nutzt WordPress automatisch den Titel deines Beitrags und erstellt daraus den Permalink. Dazu nutzt WordPress die einzelnen Wörter deines Beitragstitels und verbindet diese mit Bindestrichen.

In vielen Fällen ist der automatisch erstellte Permalink allerdings zu lang. Deswegen hast du bei jedem Beitrag die Möglichkeit, den Permalink abzuändern. Lösche beispielsweise Füllwörter heraus und konzentriere dich auf deine Keywords.

Wenn dein Beitrag bereits veröffentlicht wurde und du im Nachhinein den Permalink noch änderst, ist das grundsätzlich kein Problem. Beachte aber, dass du den Suchmaschinen und deinen Besucher:innen sagen musst, dass der Beitrag ab jetzt unter einer neuen URL aufrufbar ist. Das funktioniert mit einer sogenannten Weiterleitung.

Die Weiterleitung benennt die alte URL und die neue URL und sagt den Suchmaschinen, ob diese Weiterleitung permanent oder nur vorübergehend ist.

Beiträge anlegen

Dein WordPress-Blog besteht in der Regel aus einzelnen Beiträgen, die mithilfe von verschiedenen Kategorien und dem Veröffentlichungsdatum zu einer guten Struktur werden. Deswegen gilt: Überlege dir im ersten Schritt die Struktur deines Blogs, bevor du die ersten Beiträge veröffentlichst.

Die Beiträge an sich besitzen auch immer dieselbe Struktur. Das erste wichtige Element ist die Überschrift. Diese sollte möglichst neugierig formuliert sein und zum Lesen anregen. Sie sollte allerdings natürlich auch zeigen, was deine Leser:innen in dem Beitrag erwarten können.

Überschriften sind ein wichtiges SEO-Element. Mit einem SEO-Plugin kannst du jeden Beitrag mit einem eigenen Title-Tag ergänzen.

Je besser du deinen Text gliederst, desto höher ist die Chance, dass deine Leser:innen bis zum Ende dranbleiben. Das fängt natürlich mit dem Text an sich an. Konzentriere dich auf das Wesentliche. Je mehr Informationen du in den Text packst, die nicht relevant sind, desto mehr Personen verlieren den Faden und steigen aus.

Eine gute Gliederung mit H2- und H3-Zwischenüberschriften erleichtern das Lesen. Merke dir, dass du immer mit der größeren Überschriftsgröße startest und dann kleiner wirst. Beispielsweise nutzt du in der Regel nie eine H3-Überschrift vor einer H2-Überschrift.

Seiten anlegen

Neben den Beiträgen, die nach Veröffentlichungsdatum sortiert auf deiner Startseite erscheinen, gibt es auch statische Seiten. Diese Seiten erfüllen in der Regel unterschiedliche Zwecke.

Bei einem WordPress-Blog wird meist die persönliche Einstellung zu einem Thema beschrieben oder selbst kreierte Produkte vorgestellt. Damit deine Leser:innen einen besseren Eindruck davon bekommen, wer hinter dem Blog steckt, solltest du die wichtigsten Information über dich auf der „Über-mich-Seite“ zusammenstellen.

Wie viel und was du erzählen möchtest, ist dabei natürlich deine Entscheidung. Ein Foto von dir hilft deinen Leser:innen auch, dich besser kennenzulernen. Sie haben dann beim Lesen deiner Beiträge ein Bild vor Augen und können sich besser mit dir identifizieren.

Ein weiteres Beispiel für eine statische Seite ist das Kontaktformular. Hierüber können neue Leser:innen und potenzielle Werbepartner:innen mit dir in Kontakt treten.

Damit die statischen Seiten auch von neuen Leser:innen gefunden werden, solltest du diese auf der Startseite sowie in deinem Menü verlinken.

Impressum & Datenschutz

Neben den variablen Beiträgen und Seiten gibt es Pflichtangaben, die auf jeden Blog gehören. Dazu zählen das Impressum und die Datenschutzerklärung, die nach den Vorlagen der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) aufgebaut sein muss.

Wenn du mit deinem Blog Geld verdienen möchtest, handelt es sich um eine gewerbliche Website und braucht damit in Deutschland ein Impressum. Name, Anschrift, Rechtsform und Kontaktdaten gehören dabei zu den Mindestangaben.

Wenn du beispielsweise ein Kontaktformular verwendest, musst du dir hier das Einverständnis zur Erhebung und Speicherung der Daten deiner Leser:innen einholen. Was genau gespeichert wird, musst du in deiner Datenschutzerklärung im Detail angeben. Das gilt für alle Dinge, bei denen Daten deiner Leser:innen mit im Spiel sind.

Fazit: Ein WordPress-Blog in wenigen Schritten erstellt

Wer nur wenig Erfahrung mit der Erstellung eines Blogs oder einer Website besitzt, stellt sich die Erstellung sehr kompliziert und aufwändig vor. Mit unserer Anleitung bekommst du aber einen besseren Eindruck davon, was dich genau erwartet.

Mit einzelnen Punkten kannst du dir zudem zusätzlich Zeit sparen, indem du beispielsweise einen Hoster auswählst, der dir ein gezieltes WordPress-Hosting anbietet. Du sparst dir beispielsweise die gesamte Installation und kannst in wenigen Schritten direkt mit der Gestaltung deines Blogs starten.

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