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Blindmate: Bei dieser Dating-App verkuppeln dich deine Freunde

Blindmate, Dating App, Start-up
BlindMate
geschrieben von Marinela Potor

Blindmate ist eine brandneue Dating-App aus Berlin. Doch hierbei suchst nicht etwa du deine Dates heraus, sondern deine Freund:innen tun das für dich. Wir stellen dir die ungewöhnliche Dating-App genauer vor. 

Die meisten Paare lernen sich kennen durch … Nein, nicht durch Tinder oder Bumble, sondern durch Empfehlungen aus dem Freundeskreis. Das jedenfalls hat eine Studie des Magazins Mic herausgefunden. Demnach hatte sich die Mehrheit der befragten Paare (39 Prozent) über gemeinsame Freund:innen kennengelernt.

Warum also nicht das Prinzip Dating-App mit Empfehlungen aus dem Freundeskreis verbinden? Genau diese Kombination findest du in der neuen Berliner Dating-App „Blindmate“.


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Blindmate: Freunde verkuppeln Freunde

Genau genommen übernimmt bei Blindmate (für iOS und Android) dein Freundeskreis die Partnersuche. Das erfolgt auf beiden Seiten, sodass im Prinzip so Freund:innen ihre Freund:innen verkuppeln.

Das beginnt bereits damit, dass der Freundeskreis die Profile erstellt. Anstatt, dass du dich also selbst in den Himmel lobst, erzählen deine Freund:innen hier Geschichten aus deinem Leben und beantworten Charakterfragen (ehrlich). Und auch die Partnersuche per Swipe übernimmt dein Freundeskreis.

Im Prinzip gibst du damit jegliche Kontrolle bei der Partnersuche ab. Doch das Gründungsteam hinter Blindmate ist sich sicher, dass das viele Vorteile mit sich bringt.

Die Profile auf unserer App sind wesentlich ehrlicher und sympathischer – Macken inklusive. Und für jemand anderen zu suchen, macht einerseits natürlich ne Menge Spaß (so wie bei Tinder für andere Swipen eben). Andererseits wissen Freund:innen manchmal einfach besser, wer zu einem passt.

Kennenlernen ohne optische Reize

Und damit es auch bei Blindmate nicht nur um Profilbilder geht, sieht man bei einem Match im Chat am Anfang noch nicht, wie das Gegenüber aussieht. Das Bild zeigt sich erst nach und nach im Chat. So ähnlich wie bei einem Blind Date, bei dem man vorher nicht weiß, wie die andere Person aussieht.

Tatsächlich sind am Anfang lediglich Name und Alter sichtbar. Das gesamte Profil zeigt sich erst nach 15 Nachrichten. Das mache das Kennenlernen spannender und ehrlicher, sagt das Start-up.

Keine Lust auf Anmach-Sprüche und Oberflächlichkeit

Das klingt sehr anders als die meisten Dating-Portale. Wie kommt man also auf so eine Idee?

Anna, Ben, Laurenz und Andi, die vier Köpfe hinter Blindmate, sind selbst Freund:innen und waren irgendwann vom klassischen Online-Dating ziemlich genervt. Tinder und Co. waren ihnen schlicht zu oberflächlich und auch die dämlichen Anmach-Sprüche hatten sie satt.

Auch fanden sie, dass das Tinder-Dating am Ende eher einsamer machte. All das wollten Anna, Ben, Laurenz und Andi mit Blindmate nun anders, besser und vor allem sozialer machen.

„Es ist wie einer der Abende in der Bar oder auf ‘ner Party, wo man mit seinen Freund:innen zusammen sitzt, lacht und sich darüber unterhält, wer mit wem zusammen passen würde und wie man die beiden jetzt verkuppelt bekommt“, erklärt Anna das Prinzip hinter dem Verkupplungsmechanismus der App.

Blindmate war eigentlich als Hobby gedacht

Mit dieser Idee haben sie offenbar ins Schwarze getroffen. Denn eigentlich war die Dating-App eher als Hobby-Projekt gedacht. Doch weil die App mittlerweile mehr als 35.000 User verzeichnet, haben zwei der Gründer:innen bereits ihre Jobs gekündigt und „schauen mal, was geht.“

Interessant ist ebenfalls, dass, anders als bei vielen anderen Dating-Apps, Frauen auf Blindmate viel aktiver sind. So seien aktuell 60 Prozent der User Frauen, sagt das Start-up.

Ob sie mit der App aber reich werden, ist eine andere Frage. Denn die App ist bislang kostenlos und leitet weder Nutzerdaten weiter, noch gibt es Werbung. Bislang finanziert sich das Projekt über Spenden. Ein Funding ist aber in den kommenden Monaten geplant.

Für die Gründer:innen ist aber vor allem wichtig, dass sie eine Plattform schaffen, auf der sich Dating gut und sympathisch anfühlt.

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Über den Autor

Marinela Potor

Marinela Potor ist Journalistin mit einer Leidenschaft für alles, was mobil ist. Sie selbst pendelt regelmäßig vorwiegend zwischen Europa, Südamerika und den USA hin und her und berichtet über Mobilitäts- und Technologietrends aus der ganzen Welt. Seit 2016 ist sie Chefredakteurin von Mobility Mag.

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