Ocean Grazer, Meeres-Batterie, Lebensmittel-Datenbank

Good News der Woche: Meeres-Batterie für Windenergie und Lebensmittel-Datenbank

Fabian Peters
Ocean Grazer

In den „Good News“ präsentieren wir positive Nachrichten aus dieser Woche. Den Fokus richten wir dabei auf die Themen Technologie, Social Media, Marketing und Wirtschaft. Unsere Good News diese Woche: Lebensmittel-Datenbank, eine Meeres-Batterie für Windenergie und das neue iOS-Update 15.3.

Naturkatastrophen, Skandale und Extremismus: Schlechte Nachrichten rufen bei uns oftmals stärkere Emotionen hervor als gute. Außerdem bleiben sie länger im Gedächtnis. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie eines internationalen Expertenteams, die im Wissenschaftsmagazin PNAS veröffentlicht wurde.

Schlechte Nachrichten sind aber auch gut für das Geschäft. Denn sie erregen mehr Aufmerksamkeit. In unserer „Good News“-Reihe möchten wir euch deshalb regelmäßig positive Nachrichten aus der jeweils vorherigen Woche präsentieren, die vielleicht untergegangen sind. Das Update für die vierte Januarwoche 2022.

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„Open Food Facts“: Offene Datenbank für Lebensmittel-Informationen

Die Lebensmittel-Datenbank „Open Food Facts“ basiert auf einem ähnlichen Prinzip wie Wikipedia. Sie lebt von ihren Nutzer:innen, die die Information auf der Plattform kontinuierlich erweitern. Doch in Gegensatz zur berühmten Enzyklopädie geht es auf „Open Food Fact“ vor allem um ein Thema: Lebensmittel.

Die Datenbank ist sowohl als Web-Version als auch als App verfügbar (für Android). Auf dem Smartphone können Nutzer:innen dabei den Barcode eines Produktes scannen. Allerdings ist auch eine Abfrage über die Webseite der Plattform möglich.

Open Food Facts listet neben enthaltenen Lebensmittelzusatzstoffen auch den sogenannten Nutri-Score und potenzielle Allergene auf. Verbraucher:innen erhalten außerdem Informationen über den CO2-Fußabdruck der Lebensmittel. Die User können die Datenbank zudem mit weiteren Produktinformationen füttern.

Meeres-Batterie speichert überschüssige Windenergie – auch ohne Wind

Die erneuerbaren Energien befinden sich auf dem Vormarsch. Aber was tun, wenn das Wetter nicht mitspielt? Denn sowohl bei zu viel als auch zu wenig Wind oder Sonne gelangen viele Technologien an ihre Grenzen. Da kann es schon einmal vorkommen, dass Windkraftanlagen bei idealen Bedingungen vom Netz genommen werden müssen, um es nicht zu überlasten.

Anderseits können Windkraftwerke keinen Strom ins Netz einspeisen, wenn Windmangel herrscht. Das niederländische Unternehmen Ocean Grazer hat in Kooperation mit der Universität Groningen nun womöglich eine Lösung gefunden: eine Meeres-Batterie, die auf dem Meeresgrund versenkt wird.

Das System funktioniert dabei wie eine Art Pumpspeicherkraftwerk. Die sogenannte Ocean Battery verfügt über einen 20.000 Kubikmeter großen Wassertank. Darin kann Wasser bei Unterdruck gespeichert werden. Wenn die Netze überlastet sind, nutzt das System die überschüssige Windenergie, um das Wasser aus dem Tank in eine elastische Blase zu befördern.

Bei Windmangel pumpt die Ocean Battery das Wasser zurück, treibt damit wiederum Turbinen an und speist den erzeugten Strom ins Netz. Da der Höhenunterschied im Vergleich zu klassischen Pumpspeicherkraftwerken an Land bei der Meeres-Batterie geringer ist, basiert das System vor allem auf hydrostatischem Druck.

iOS 15.3: Neues Update schließt kritische Sicherheitslücke

Apple hat das dritte große Update für iOS 15 veröffentlicht. Die Version iOS 15.3 steht ab sofort zum Download bereit. Die neuste Version bringt zwar keine neuen Funktionen mit sich. Allerdings behebt das Update eine kritische Sicherheitslücke innerhalb von Apples Webkit sowie einige weitere „kleinere“ Bugs.

Da alle Browser innerhalb von iOS auf das Webkit zugreifen müssen, waren neben Safari beispielsweise auch Firefox oder Chrome betroffen. Die entsprechende Browser-Engine habe es Webseiten dabei ermöglicht, User über mehrere Seiten hinweg zu tracken – teilweise sogar zu identifizieren.

Mit iOS 15.3 hat Apple nun reagiert und ein Update nachgelegt, dass die Sicherheitslücke schließen soll. Der Konzern empfiehlt seinen Nutzer:innen eine zeitnahe Installation. Eine detaillierte Liste über die Änderungen von iOS 15.3 hält Apple auf seiner Support-Webseite bereit.

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Fabian Peters ist seit Januar 2022 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Redakteur und freier Autor tätig. Er studierte Germanistik & Politikwissenschaft an der Universität Kassel (Bachelor) und Medienwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin (Master).