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Kleinwagen von Tesla soll den „halben Preis“ kosten – Experten skeptisch

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Mit freundlicher Genehmigung von Tesla Inc.
geschrieben von Beatrice Bode

Bereits 2023 will Tesla eine neue Fahrzeugplattform produzieren. Sie soll Basis für einen neuen Elektro-Kleinwagen sein, der nur halb so viel kosten soll wie die bisherigen Modelle. Expert:innen betrachten die Ankündigung von CEO Elon Musk allerdings mit Skepsis.

Mit jeder neuen Schlagzeile fällt es schwerer, das nötige Vertrauen für die Ankündigungen von Elon Musk aufzubringen. Und das nicht nur bezüglich Twitter.

Nun bringt der Milliardär erneut einen neuen Elektro-Kleinwagen von Tesla ins Gespräch.Laut dem Online-Magazin Electrek zufolge sagte Musk, dass die neue Fahrzeugplattform dafür nur halb soviel kosten soll wie für das Model Y und das Model 3.

Tesla: Produktion von Elektro-Kleinwagen immer wieder verschoben

Neu ist diese Ankündigung allerdings nicht. Schon seit Jahren spricht Musk immer wieder davon, günstigere Elektro-Kleinwagen bauen zu wollen. Doch immer wieder kommt etwas dazwischen.

Erst hatte sich Tesla auf die Entwicklung der Cybertrucks und des Semi konzentrieren müssen. 2022 arbeiteten die Ingenieure dann am Optimus-Roboter und fokussierten sich auf die Produktion der Model Y-Plattform.

Zwischenzeitlich deutete Musk sogar an, dass das Unternehmen das preiswertere E-Fahrzeug sogar aus den Tesla Produktions-Plänen gestrichen habe. Zudem haben Inflation und die hohe Nachfrage nach E-Autos insgesamt dazu geführt, dass die Preise eher gestiegen sind.

Elon Musk stößt Kleinwagen-Entwicklung wieder an

Während einer Telefonkonferenz, in der Tesla seine aktuellen Quartalsergebnisse vorstellte, sagte Musk nun allerdings, dass das Unternehmen weiterhin plant, eine neue Generation von kostengünstigeren E-Kleinwagen produzieren zu wollen. Der Autohersteller sei nun mit der Entwicklung seiner Trucks fertig und habe Kapazitäten am neuen Modell zu arbeiten.

Neue Fahrzeugplattform soll nur die Hälfte kosten

Die Erkenntnisse aus der Entwicklung der Modelle S, X, 3, Y, Cybertruck und des Semi sollen in die Konzeption der neuen Fahrzeugplattform mit einfließen, erklärte Musk.

Aber wir haben ein 2:1-Ziel vor Augen. Wir versuchen, wieder auf diese 50 Prozent [der Kosten] zu kommen.

Rund 25.000 US-Dollar soll das kleine Elektroauto demnach offenbar kosten. Und damit nicht genug: Denn laut Musk soll der neue E-Kleinwagen schon 2023 auf den Markt kommen. Außerdem wolle Tesla mit der neuen Fahrzeugplattform mehr Volumen produzieren als mit allen anderen seiner E-Autos.

Elektro-Kleinwagen von Tesla: Experten sind skeptisch

Man freue sich, dass Tesla wieder billigere Elektroautos in Aussicht stellt, schreibt wiederum Electrek. Allerdings betrachten die Journalist:innen des Magazins vor allem die Kostenvorhersagen mit Skepsis. Tesla habe in dieser Hinsicht keine gute Bilanz.

Schon das Model 3 sollte bei 35.000 US-Dollar beginnen. Das Model S wiederum sollte einen Preis von 50.000 US-Dollar haben. Bei beiden Fahrzeug-Serien war das allerdings aus verschiedenen Gründen nur für kurze Zeit der Fall. Dass es die neue Fahrzeugplattform der E-Kleinwagen insgesamt geben wird, zweifelt das Magazin dennoch nicht an.

Tesla verdoppelte seinen Umsatz im dritten Quartal 2022

Trotz schwieriger Wirtschaftslage konnte Tesla seinen Umsatz im dritten Quartal 2022 auf 21,45 Milliarden US-Dollar steigern. Damit erzielte das Unternehmen ein Umsatzplus von 56 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt bedeutet das für den E-Autobauer einen Betriebsgewinn von 3,7 Milliarden US-Dollar.

Von Anfang Juli bis Ende September verkaufte das Unternehmen insgesamt 343.000 Fahrzeuge. Es scheint, als ob der E-Autobauer ein episches Jahresende erleben werde, so Musk.

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Über den Autor

Beatrice Bode

Beatrice ist freie Autorin und Videografin. Ihr Studium der Kommunikations - und Medienwissenschaften führte sie über Umwege zum Regionalsender Leipzig Fernsehen, wo sie als CvD, Moderatorin und VJ ihre TV-Karriere begann. Nach einem Zwischenstopp als Content Creator und Reporterin bei Antenne Thüringen landete sie vor einigen Jahren als Cutterin bei der 99pro media GmbH. Vor einiger Zeit hat sie allerdings ihre Sachen gepackt und ist in die Dominikanische Republik gezogen, um dort als Taucherin die Rettung der Korallenriffe zu unterstützen. Von dort aus schreibt sie nun als freie Autorin für BASIC Thinking.

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