Social Media

Fake-Accounts und Aktien-Manipulation: Twitter Blue ausgesetzt

Twitter, Elon Musk, Twitter Blue, Verifizierung, blauer Haken, Twitter verifizieren
Twitter
geschrieben von Maria Gramsch

Das Chaos bei Twitter nimmt einfach kein Ende. Nach zahlreichen Fake-Verifizierungen nimmt die Plattform nun für das Premium-Abo Twitter Blue erst einmal keine neuen Bestellungen entgegen.

Elon Musk hat seit seiner milliardenschweren Übernahme von Twitter vor allem eins geschafft: Er hat für Chaos gesorgt. Seine erste große Einführung wird nun erst einmal auf Eis gelegt.

Twitter Blue muss in die Zwangspause

Am Donnerstagabend hat Twitter die Annahme von neuen Kund:innen für Twitter Blue gestoppt, berichtet die Washington Post. Zuvor hatten sich massenhaft Fake-Accounts auf der Plattform breit gemacht.

Schuld daran war die Änderung des Premium-Abos Twitter Blue. Denn Elon Musk hatte kurz nach seiner Übernahme der Plattform die Verifizierung umgestellt.

Er wollte das „derzeitige Herrschaftssystem“ abschaffen, um die Twitter-Verifizierung für alle verfügbar zu machen. So konnten sich ab sofort alle Nutzer:innen für 7,99 US-Dollar im Monat einen blauen Haken erkaufen.

Massenweise Fake-Accounts legen Twitter Blue lahm

Doch genau diese Umstellung hat zu einem riesigen Chaos auf der Plattform geführt. Massenhaft Konten gaben sich fälschlicherweise als Politiker:innen oder Prominente aus.

Twitter hat laut der Washington Post den Dienst nun pausiert, um „Probleme mit Nachahmungen zu lösen“, wie es in laut eines internen Vermerks heißt.

Fake-Tweet zwingt Aktienkurs von Insulinhersteller in die Knie

Doch nicht nur Politiker wie US-Präsident Joe Biden oder Basketball-Star LeBron James sind unter den Fake-Accounts. Auch der Pharmakonzern Eli Lilly wurde Opfer der Fake-Welle.

Denn ein Fake-Account hatte sich auch als die Firma ausgegeben. In einem Tweet wurde dann behauptet, dass Insulin künftig kostenfrei erhältlich sein soll. Der Tweet wurde mehr als 3.000 Mal geteilt.

Das Unternehmen entschuldigte sich später für den Fehler. Doch inzwischen hat der Aktienkurs der Firma eine Talfahrt hingelegt.

Die direkte Auswirkung des Tweets ist zwar unklar. Denn am Donnerstag wurde auch bekannt, dass der Konzern wegen eines Verfahrens 176,5 Millionen US-Dollar zahlen muss. Es ist jedoch anzunehmen, dass auch der Fake-Tweet sich darauf ausgewirkt hat.

Auch interessant:

Werbung

Über den Autor

Maria Gramsch

Maria ist freie Journalistin und technische Mitarbeiterin an der Universität Leipzig. Seit 2021 arbeitet sie als freie Autorin für BASIC thinking. Maria lebt und paddelt in Leipzig und arbeitet hier unter anderem für die Leipziger Produktionsfirma schmidtFilm. Sie hat einen Bachelor in BWL von der DHBW Karlsruhe und einen Master in Journalistik von der Universität Leipzig. Neben dem Studium hat sie als CvD, Moderatorin und VJ beim Regionalsender Leipzig Fernsehen und als Content-Uschi bei der Bastei-Lübbe-App oolipo gearbeitet. Im letzten Studienjahr war sie Mitgründerin, CvD und Autorin der Leipzig-Seite der taz.

Kommentieren