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Ohne Ankündigung: Elon Musk feuert rund 5.000 Twitter-Leiharbeiter

Christian Erxleben
unsplash.com/ Souvik Banerjee

Elon Musk ist weiterhin das Schreckgespenst der Twitter-Belegschaft. Der neue Chef des Kurznachrichtendienstes hat wieder einmal seine Unberechenbarkeit offenbart. Am Sonntag hat er ohne Vorankündigung zwischen 4.400 und 5.500 Leiharbeiter:innen und Freelancer entlassen.

Elon Musk entlässt rund 5.000 Freelancer und Leiharbeiter bei Twitter

Seitdem Elon Musk den Kurznachrichtendienst Twitter für rund 44 Milliarden US-Dollar übernommen hat, gibt es kaum einen Tag ohne Neuigkeiten aus dem Unternehmen. Insbesondere die Mitarbeiter:innen können keine ruhige Nacht mehr verbringen.

So hat der neue Firmenchef jetzt auch zwischen 4.400 und 5.500 Freelancer und Leiharbeiter:innen entlassen. Das berichtete der sehr gut informierte Social-Media-Journalist Casey Newton am Sonntag, den 13. November 2022, in einem Tweet.

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Entlassungen ohne Vorankündigung, selbst Management ohne Information

Wenn nicht die Entlassungen per se nicht schon unangenehm genug wären, setzt die Art und Weise dem Vorgang die sprichwörtliche Krone auf.

So gab es für die rund 5.000 Freelancer und Leiharbeiter:innen keinerlei Vorwarnung, dass die Zusammenarbeit mit ihnen beendet wird. Sie haben von ihrer Kündigung erfahren, weil ihre Login-Daten zu den Unternehmensservern nicht mehr funktioniert haben.

Und selbst die Vorgesetzten der Entlassenen wurden nicht über diesen Schritt informiert. Stattdessen erfuhren die Führungskräfte die Nachricht von den gefeuerten Mitarbeiter:innen und nicht etwa durch ein Schreiben von Elon Musk.

Sicherheit und PR: Diese Abteilungen sind besonders stark von der Kündigungswelle betroffen

Die Entlassungen der Freelancer und Leiharbeiter:innen betreffen dabei nicht nur die USA. Es sind ehemalige Vertragsmitarbeiter:innen rund um den Globus betroffen. So gibt es beispielsweise zahlreiche Meldungen aus Indien.

Casey Newton schreibt, dass 15 Prozent des Trust- und Sicherheitsteams von den Entlassungen betroffen sind. Das wirkt etwas bizarr mit Blick darauf, dass Elon Musk im Übernahme-Hick-Hack so viel Wert auf die Sicherheit und Vertrauenswürdigkeit auf seiner jetzigen Plattform gelegt hat.

Der Nachrichtendienst CNBC wiederum hat erfahren, dass Twitter seine gesamte interne Kommunikation gefeuert hat. Die Information stammt von den betroffenen Mitarbeiter:innen selbst.

Elon Musk ist kein Arbeitnehmerfreund

Letztendlich bleibt für tausende Mitarbeiter:innen nichts anderes übrig, als sich einen neuen Job zu suchen. Vor gerade einmal einer Woche hatten Tausende Angestellte aus der Stammbelegschaft von Twitter ebenfalls ein automatisiertes Kündigungsschreiben erhalten.

Elon Musk derweil twittert eifrig weiter. Er rechtfertigt sein radikales und nicht gerade rücksichtsvolles Vorgehen damit, dass Twitter jeden Tag vier Millionen US-Dollar an Verlusten erzielt.

Außerdem hebt er hervor, dass er allen Gefeuerten das Gehalt drei Monate weiterzahlt. Das sei doppelt so viel wie gesetzlich vorgeschrieben. Ob sich das Image des neuen Twitter-Chefs dadurch wirklich verbessert, darf getrost angezweifelt werden.

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Christian Erxleben arbeitet als freier Redakteur für BASIC thinking. Von Ende 2017 bis Ende 2021 war er Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig.