Technologie

Datenpanne bei ChatGPT: User können fremde Chatverläufe einsehen

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Stock Adobe / Timon
geschrieben von Maria Gramsch

ChatGPT ist derzeit in aller Munde. Doch nun mussten die Macher der KI-Software eine Datenpanne zugeben. Denn Anfang der Woche hat ChatGPT Gesprächsverläufe zufälliger User veröffentlicht.

Die beliebte KI-Software ChatGPT ist derzeit auf dem Vormarsch. Innerhalb von nur fünf Tagen hat das Tool im Januar die Marke von einer Million Nutzer:innen geknackt. Inzwischen könnte die Zahl der monatlich aktiven Nutzer:innen bei rund einer Million liegen, wie Expert:innen schätzen.

Doch wie so oft im Internet ist bei einer großen Zahl von Usern auch die erste Datenpanne nicht weit. Dabei sollen Nutzer:innen alte Chatverläufe von anderen Usern angezeigt bekommen haben.


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Was steckt hinter der Datenpanne bei ChatGPT?

Anfang der Woche bemerkten erste Nutzer:innen, dass ChatGPT in ihren Chatverläufen zwar frühere Unterhaltungen anzeigt. Diese gehörten jedoch nicht zu ihren eigenen und stammten offenbar von anderen Nutzer:innen.

Nun hat OpenAI-CEO Sam Altman die Datenpanne bei Twitter bestätigt. „Wir fühlen uns schrecklich deswegen“, schreibt er in einem Tweet.

Demnach habe ein „kleiner Prozentsatz“ der User den Chatverlauf anderer einsehen können. Dies sei ein „bedeutendes Problem“ gewesen, das aufgrund eines Fehlers in einer Open-Source-Bibliothek aufgetreten sei. Inzwischen sei die Korrektur abgeschlossen.

Warum ist eine solche Panne möglich?

Da ChatGPT als Chatbot fungiert, archiviert die Plattform alle vergangenen Unterhaltungen. Das kann man sich ähnlich wie in einem Messenger vorstellen, in dem alte Chatverläufe ebenfalls einsehbar sind.

Um den Fehler in der Open-Source-Bibliothek auszubessern, musste OpenAI aber offenbar die Chatverläufe von Montag entfernen. Wie OpenAI-CEO Sam Altman schreibt, können User „von Montag 1 Uhr PDT bis Montag 10 Uhr PDT nicht auf ihre Chatverläufe zugreifen“.

Wurden auch personenbezogene Daten veröffentlicht?

Altman schreibt in seinem Tweet weiter, das Unternehmen werde weitere Details in einem „technischen Postmortem“ veröffentlichen. Bis zur endgültigen Behebung des Problems ist die Funktion für die Einsicht des Chatverlaufs ausgesetzt.

Ob personenbezogene Daten der Nutzer:innen veröffentlicht wurden, steht bisher noch nicht fest. Laut Altmann seien jedoch nur die „Titel“ der Chatverläufe bei anderen Nutzer:innen gelandet.

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Über den Autor

Maria Gramsch

Maria ist freie Journalistin und technische Mitarbeiterin an der Universität Leipzig. Seit 2021 arbeitet sie als freie Autorin für BASIC thinking. Maria lebt und paddelt in Leipzig und arbeitet hier unter anderem für die Leipziger Produktionsfirma schmidtFilm. Sie hat einen Bachelor in BWL von der DHBW Karlsruhe und einen Master in Journalistik von der Universität Leipzig.