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So viel Geld geht dir flöten, wenn du dein Geld auf dem Girokonto lässt

Fabian Peters
Adobe Stock/ Maksym Yemelyanov

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Auf die meisten Girokonten gibt es nach wie vor keine Zinsen. Doch beim Tagesgeldkonto sieht es nach der Zinsenwende schon anders aus. Wir verraten dir, warum du dein Erspartes nicht auf deinem Girokonto liegen lassen solltest und über wie viel Geld Zinsen du dich alternativ freuen kannst. Ein Rechenbeispiel. 

Mit der schrittweisen Erhöhung des Leitzinses hat die Europäische Zentralbank (EZB) nach und nach die Zinswende eingeleitet. Auf viele Tagesgeldkonto gibt es seither wieder lukrative Zinsen. Doch wer davon profitieren möchte, sollte sein Erspartes nicht auf dem Girokonto liegen lassen – einen Notgroschen mal ausgenommen.

Tagesgeldkonto: So viel Geld geht dir auf dem Girokonto flöten

Im Idealfall fließt monatlich Gehalt auf dein Girokonto. Noch besser ist es aber, wenn am Ende des Monats etwas davon übrig bleibt. Ein sogenannter Notgroschen auf dem Girokonto kann dabei zweifellos nicht schaden. Doch ab einem gewissen Betrag lohnt es sich umzudenken.

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Denn auf fast alle Girokonten gibt es nach wie vor keine Zinsen. Wenn dein Erspartes auf einem Tagesgeldkonto liegt, sieht es jedoch schon anders aus. Festgeldkonto können außerdem eine zusätzliche Alternative sein, um das Ersparte sukzessive aufzubauen.

Tagesgeldzinsen: Diese Zinsen kannst du bekommen – ein Beispiel

Ein Beispiel: Angenommen du hast 10.000 Euro Erspartes auf deinem Girokonto und möchtest diesen Betrag auch als Notgroschen beiseite legen. Dann ist ein Tagesgeldkonto eine ideale Möglichkeit. Denn selbst in Notfällen kannst du binnen eines Werktages auf das Geld zugreifen.

Gleichzeitig ist die Versuchung geringer, das Geld unnötig auszugeben, wenn es auf einem anderen Konto liegt. Laut einer Faustregel sollte man übrigens zwei bis drei Nettogehälter als Notgroschen beiseitelegen. Mit einer Geldreserve von 10.000 Euro auf einem Tagesgeldkonto kannst du mittlerweile außerdem wieder lukrative Zinsen einsacken.

Viele deutsche Banken locken beispielsweise mit einem Tagesgeldzins von rund 1,6 Prozent – bei einigen europäischen sind es sogar bis zu 2,5 Prozent. Zudem sind einige Neobroker auf den Zinszug aufgesprungen.

Trade Republic lockt derzeit etwa mit Zinsen in Höhe von zwei Prozent. Beim Konkurrenten Scalable Capital sind es sogar 2,3 Prozent – allerdings nur für Abonnenten des Plus-Abonnements. Gehen wir deshalb von einem Tagesgeldzins von zwei Prozent aus.

Tagesgeldkonto: So hoch sind die Zinsen mit 10.000 Euro Erspartem

Mit 10.000 Euro würden auf einem solchen Tagesgeldkonto jährlich 200 Euro Zinsen herausspringen. Ein Festgeldkonto ist derzeit zudem eine lohnende Alternative oder Ergänzung. Denn deutsche Banken zahlen mittlerweile bis zu drei Prozent Festgeldzinsen – die europäischen sogar bis zu 3,35 Prozent.

Der Haken dabei: Bei einem Festgeldkonto vertraust du dein Geld der Bank über einen fesselten Zeitraum an. Erst danach erhälst du die Zinsen. In diesem Zeitraum kannst du aber nicht auf dein Geld zugreifen – dafür sind die Zinsen wiederum höher.

Angenommen du splittest also deine 10.000 Euro, um einerseits von höheren Zinsen zu profitieren und andererseits auf einen Notgroschen von 5.000 Euro zugreifen zu können. Dann sieht die Rechnung wie folgt aus: 100 Euro Zinsen für den Anteil auf dem Tagesgeldkonto und 150 Euro für die 5.000 Euro auf dem Festgeldkonto. Macht in Summe 250 Euro, die dir mit einem Girokonto flöten gehen.

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Fabian Peters ist seit Januar 2022 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Redakteur und freier Autor tätig. Er studierte Germanistik & Politikwissenschaft an der Universität Kassel (Bachelor) und Medienwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin (Master).