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Tagesgeld: 200 Euro Zinsen pro Monat – so viel Geld musst du anlegen

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Adobe Stock/ Antonio
geschrieben von Fabian Peters

Sparen lohnt sich wieder. Denn die Europäische Zentralbank (EZB) hat mit der Änderung des Leitzinses die Zinswende eingeleitet. Auch immer mehr Banken locken deshalb mit lukrativen Renditen: Sei es auf einem Tagesgeld- oder Festgeldkonto. Doch wie viel Geld muss man anlegen damit 200 Euro Zinsen pro Monat herausspringen? 

Nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) die Zinswende eingeleitet hat, erhöhen auch viele Banken ihre Zinsen. Davon profitieren letztlich auch immer mehr Sparer. Denn auf zahlreiche Tagesgeld- und Festgeldkonten gibt es mittlerweile wieder lukrative Renditen.

Tagesgeld: So kassierst du 200 Euro Zinsen pro Monat

Der Grund: Der Leitzins liegt derzeit bei 3,75 Prozent. Neben vielen Banken sind daher auch einige Neobroker auf den Zinszug aufgesprungen. Trade Republic lockt derzeit beispielsweise mit Zinsen in Höhe von zwei Prozent. Beim Konkurrenten Scalable Capital sind es sogar 2,3 Prozent – allerdings nur für Abonnenten des Plus-Abonnements.

Die ING Deutschland verspricht sogar drei Prozent Tagesgeldzinsen, allerdings nur für sechs Monate. Mit den entsprechenden Folgezinsen steht unterm Strich ein effektiver Jahreszins von 1,8 Prozent. Nichtsdestotrotz lohnt es sich wieder zu sparen.

Dein Geld solltest du aber nicht auf einem Girokonto liegen lassen, da das in der Regel zinsfrei ist. Bei einem Tagesgeld- oder Festgeldkonto sieht es jedoch schon anders aus.

Tagesgeldkonto vs. Festgeldkonto im Vergleich

Im Idealfall fließt monatlich Gehalt auf dein Girokonto. Noch besser ist es aber, wenn am Ende des Monats etwas davon übrig bleibt. Ein sogenannter Notgroschen kann dabei keinesfalls schaden. Doch ab einem gewissen Betrag lohnt es sich umzudenken.

Angenommen du hast 10.000 Euro Erspartes auf deinem Girokonto und möchtest diesen Betrag auch als Notgroschen beiseite legen. Dann ist ein Tagesgeldkonto eine ideale Möglichkeit. Denn selbst in Notfällen kannst du binnen eines Werktages auf das Geld zugreifen.

Gleichzeitig ist die Versuchung geringer, das Ersparte übereifrig auszugeben, wenn es auf einem anderen Konto liegt. Laut einer Faustregel sollte man übrigens zwei bis drei Nettogehälter als Notgroschen beiseitelegen. Ein Festgeldkonto ist derzeit außerdem eine lohnende Alternative oder Ergänzung.

Denn deutsche Banken zahlen mittlerweile bis zu drei Prozent Festgeldzinsen – die europäischen sogar bis zu 3,5 Prozent. Der Haken dabei: Bei einem Festgeldkonto vertraust du dein Geld der Bank über einen fesselten Zeitraum an. Erst danach erhältst du die Zinsen. In diesem Zeitraum kannst du aber nicht auf dein Geld zugreifen – dafür sind die Rendite wiederum höher.

200 Euro Zinsen pro Monat: Ein Rechenbeispiel

Wenn du allerdings monatlich Zinsen erhalten möchtest, kommt ein Festgeldkonto per Definition nicht infrage. Auch beim Tagesgeld gibt es Unterschiede. Denn einigen Banken und Broker bieten teilweise unterschiedliche Auszahlungsintervalle an. Zudem ist Vorsicht geboten, da die Zinsen bei vielen Anbietern nur auf den ersten Blick hoch erscheinen.

Der Trick: Hohe Zinsen versprechen, aber nur für einen bestimmten Zeitraum. Beispiel ING Deutschland: Die Bank lockt derzeit mit satten drei Prozent Tagesgeldzinsen. Der Haken: Der Prozentsatz gilt nur für sechs Monate. Aufs Jahr gerechnet ergibt sich nämlich mit den Folgezinsen nur ein Zinssatz von 1,8 Prozent.

Wie die meisten Banken zahlt die ING die Zinsen zudem erst nach einem Jahr aus. Weiterer Knackpunkt: Bei vielen Finanzinstituten gibt es entweder eine Mindesteinlage oder einen Maximalbetrag für Einlagen (bei der ING aktuell 50.000 Euro).

Trade Republic: 2,0 Prozent Tagesgeldzinsen pro Jahr bei monatlicher Auszahlung

Wenn du von monatlichen Tagesgeldzinsen profitieren möchtest, kommen die meisten Banken jedoch ohnehin nicht in Frage. Bei den Neobrokern sieht es aber schon anders aus – allen voran bei Trade Republic. Denn das Unternehmen verspricht monatliche Auszahlungen.

Zwar liegt die Maximaleinlage dabei ebenfalls bei 50.000 Euro. Allerdings sind die Zinsen mit 2,0 Prozent pro Jahr vergleichsweise hoch. Bei diesen Bedingungen kommst du zwar nicht ganz auf einen Tagesgeldzinsatz von 200 Euro pro Monat – aber theoretisch kannst du auch mehrere Tagesgeldkonten bei unterschiedlichen Anbieter eröffnen.

Mit einer Einzahlung von 50.000 Euro und einer Sparzeit von einem Jahr betragen die Zinsen bei TR insgesamt 1.009 Euro – also rund 84 Euro pro Monat. Um auf eine Rendite in Höhe von 200 Euro pro Monat zu kommen, bräuchte es bei den Konditionen von Trade Republic derweil einen Anlagebetrag von 120.000 Euro.

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Über den Autor

Fabian Peters

Fabian Peters ist seit Januar 2022 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Redakteur und freier Autor tätig. Er studierte Germanistik & Politikwissenschaft an der Universität Kassel (Bachelor) und Medienwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin (Master).

1 Kommentar

  • Wow, das sind ja tollte Tips. Eine wichtige Frage sollte aber erlaubt sein. Welcher „Otto Normalverbraucher“ hat mal so einfach 120.000 € übrig. Ihre „Schlagzeile“ ist reiserisch wie bei der „BILD“. Wenn das ihr Niveau ist, braucht man ihre Tips eher nicht.