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Zweite Erde: Das Projekt “Biosphäre 2″ ist gescheitert

Biosphäre 2, Biosphäre
Johndedios
geschrieben von Felix Baumann

Forscher haben im Rahmen des Projekts „Biosphäre 2“ untersucht, ob menschliches Leben in kleinen Kolonien unter einer Kuppel möglich ist. Ziel war die Erforschung einer zweiten Erde. Doch das Projekt scheint gescheitert. 

Wie sieht das menschliche Leben in der Zukunft aus? Bleiben wir auf der Erde und müssen uns an die veränderte Umwelt anpassen? Oder fliegen wir auf fremde Planeten und entdecken neue Galaxien?

Diese Fragen stellen sich Forscher weltweit und arbeiten an neuen Konzepten zu Behausungen der Zukunft. Nachdem die italienische Raumfahrtbehörde Erfolge für ein Haus auf dem Mond vermeldet hatte, verzeichnete ein an Projekt weniger Erfolg.


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Es geht um die sogenannte Biosphäre 2. Anfang der 1990er-Jahre begann das damals wohl ambitionierteste Experiment aller Zeiten. Denn bei der Biosphäre 2 handelte es sich um eine Erde in Miniaturform unter einer Glaskuppel. Acht Menschen sollten dort zwei Jahre lang leben und forschen. Der Fokus lag auf der Erforschung von zukünftigen Lebensmodellen und möglichen Siedlungen im Weltall.

Biosphäre 2 scheitert wegen Mangelerscheinungen und Sauerstoffmangel

Die Projektverantwortlichen planten dafür ein riesiges Areal. Sie erbauten die Biosphäre 2 auf einer Fläche von 17.000 Quadratmetern in der Wüste von Arizona. Das Team legte neben den Landmassen auch einen eigenen Miniatur-Ozean, einen Regenwald mit Mangroven und Wüsten im Kleinformat an. Kostenpunkt: rund 150 Millionen Euro.

Nach der Besiedelung gab es jedoch erste Probleme. Die Bewohner der Biosphäre 2 standen vor vielen Herausforderungen. Darunter: die Folgen einer Mangelernährung und eines Sauerstoffmangels. Gründe dafür waren unter anderem die instabile Atmosphäre unterhalb der Kuppel und die Manipulation der Versuche. Denn es wurden zusätzliche Nahrung sowie ein CO₂-Filter eingeschmuggelt.

Areal ist noch heute in Betrieb

Obwohl die acht Crew-Mitglieder Schwierigkeiten hatten, blieben sie zwei Jahre unter der Kuppel. Nach ihrem Auszug übernahm Steve Bannon, später Berater von Donald Trump, die Leitung des Projekts. Eine zweite Crew zog ein, aber das Experiment endete schließlich mit einem spektakulären Einbruch durch ehemalige Crew-Mitglieder, die die luftdichte Versiegelung der Kuppel durchbrachen.

Obwohl das Projekt letztlich scheiterte und viele der aufgezeichneten Forschungsdaten verloren gingen, brachte es wichtige Erkenntnisse über die Ozeanversauerung und die Auswirkungen von Kohlendioxid auf Korallenriffe hervor. Auch heute forschen Wissenschaftler weiterhin in der Biosphäre 2, die mittlerweile gleichzeitig eine international bekannte Touristenattraktion ist.

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Über den Autor

Felix Baumann

Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei BASIC thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in BASIC thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.

4 Kommentare

  • Schlecht recherchiert. Der Sauerstoffmangel kam zustande weil der verwendete Beton ihn gebunden hat. Es war ein Konstruktionsfehler.

  • Schade, dass das so wenig recherchiert ist. Der Rechtsradikale Steve Bannon („Berater“ ist ein netter Euphemismus) wurde damals als Investment-Banker in Boot geholt. Fortan gab es finanziell extremes Mismanagement durch ihn. Die alte Crew brach ein, um die neue Crew zu warnen, weil Bannon sie in Lebensgefahr gebracht habe. Das war 1994. Seit 2007 ist das Ganze ein Animations-Center mit ein paar wissenschaftlichen Versuchen und Touristen. Also alles ein alter Hut. Auf Wikipedia ausführlicher nachzulesen: https://en.wikipedia.org/wiki/Biosphere_2

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